Kinder und Kleiderwahl
Baggy-Jeans, offene Schuhe, flippiges Shirt – manche Eltern stehen mit dem Outfit ihrer Kinder oftmals auf Kriegsfuß. for me zeigt, wie sich Kinder und Eltern in der Kleiderwahl einigen.
Kinder möchten sich entfalten und ihre Individualität entwickeln, dazu gehört auch ein eigener Kleidungsstil. Dabei orientieren sie sich weniger an ihren Eltern, sondern mehr an Gleichaltrigen oder bekannten Idolen. Sie wollen tragen, was gerade im Trend ist.
Eltern haben allerdings manchmal Bedenken, wie sie ihre Kids „aus dem Haus lassen“. Auseinandersetzungen sind dabei hin und wieder vorprogrammiert. Lange Diskussionen lassen sich vermeiden, wenn Sie Kompromisse eingehen.
So einigen Sie sich in der Kleiderwahl
- Erinnern Sie sich doch mal an Ihre eigene Kindheit und Jugend: Wie haben Sie sich damals gekleidet? Ist Ihr Outfit nicht manchmal auch auf Widerstand der Eltern gestoßen? Versuchen Sie, Verständnis für Ihre Kids und deren Kleidungsstil zu zeigen. Denken Sie außerdem daran, Ihren Kindern mit zunehmendem Alter mehr Freiheiten einzuräumen.
- Gehen Sie gemeinsam Klamotten shoppen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Kleidung, die ihm gefallen und die es gerne hätte. So fühlt es sich ernst genommen und Sie erfahren mehr über seine Vorlieben.
- Wenn Sie ein Kleidungsstück ablehnen und Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter nicht kaufen möchten, begründen Sie sachlich Ihre Entscheidung. Drängen Sie Ihrem Kind aber auf keinen Fall Ihren eigenen Geschmack auf.
- Ihrem Kind ist das Outfit, das Sie ausgesucht haben, zu langweilig? Finden Sie einen Kompromiss, mit dem beide zufrieden sind: Es kann beispielsweise seinen Look mit einem trendigen Accessoire seiner Wahl aufpeppen, wie einem bunten Halstuch oder einem flippigen Armband.
- Unterscheiden Sie zwischen „Anlass-“ und Freizeitkleidung. Einigen Sie sich darauf, dass Sie bei der Kleiderwahl für Schule oder festliche Anlässe mitentscheiden – für Spiel und Freizeit darf das Kind aber selbst aussuchen, was es anziehen möchte.
- Teenagern ist oft nicht bewusst, dass manche Outfits eine andere Wirkung auf das Umfeld haben als beabsichtigt. Beispielsweise können ein aufreizender Kleidungsstil bei Mädchen oder abgewetzte Klamotten bei Jungs negativ auffallen. Sprechen Sie mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn über die mögliche Wirkung des Kleidungsstils.
Kleiner Tipp für Teenager
Teenager nutzen Ihren Kleidungsstil häufig, um sich deutlich von den Eltern abzugrenzen oder zu rebellieren. Vor allem viele Mädchen entdecken in diesem Alter Make-up und Miniröcke für sich. Knallharte Verbote bringen selten etwas und führen nur dazu, dass die Teens die verbotenen Dinge heimlich tun. Finden Sie auch hier Kompromisslösungen. Beispielsweise darf Ihre Tochter sich schminken, grelle Farben sind aber tabu, vor allem in der Schule. Miniröcke ja – aber nur
mit blickdichter Strumpfhose.