Die maltesische Küche
So nahe bei Italien erwarten Sie sicherlich italienisches Essen auf den Tischen der Restaurants und in den Wohnungen, aber das ist nur ein kleines Kapitel der ganzen Geschichte. Andere Nachbarn und ehemalige Besetzer hinterließen ebenfalls spürbare Einflüsse - am meisten die Griechen, Franzosen, Briten und Nord-Afrikaner.
Das Ergebnis ist eine höchst attraktive Fusion der verschiedenen Küchen rund um das Mittelmeer.

Was unterscheidet einen maltesischen Koch von seinen Berufsgenossen aus anderen Ländern Europas? Er konzentriert sich fast völlig auf einheimische Lebensmittel. Dank des einzigartig milden Klimas gedeiht eine überwältigende Vielfalt von Gemüsesorten, Salaten und Früchten auf den eigenen Feldern. Zucchini, Artischocken, Dicke Bohnen, Blumenkohl, Tomaten und so weiter genauso wie Pfirsiche, Zitronen, Orangen und alle Arten von Beeren.
Malta ist das Traumland aller Fans von frischen Lebensmitteln. Wenn Sie diesen Luxus einmal genießen möchten, bereiten Sie sich doch einmal Kapunata, das maltesische Ratatouille. Man kann es als Eintopf servieren oder als Soße, zusammen mit Fisch oder gegrilltem Fleisch.
Eins gab es nie genug auf Malta - Feuerholz. In früheren Jahrhunderten führte dies zu Energiesparmaßnahmen und zur Erfindung des Garens bei kleinen Temperaturen, also zum "Slow Food" in dem Sinne, dass Sie lange warten müssen, wenn Sie hungrig sind. Tatsächlich werden auch heute noch traditionelle maltesische Gerichte stundenlang bei kleiner Hitze geköchelt. "Ross fil-forn" ist dafür typisch - ein im Ofen gebackenes Reisgericht mit Hackfleisch und Tomatensoße.

Sie werden schnell interessante maltesische Rezepte finden, aber die wichtigste Zutat ist der "Spirit" - das Achten auf frisches Gemüse und auf die Vielfalt unterschiedlicher Fischsorten, die Freude am Kochen ohne Zeitdruck in einer entspannten Atmosphäre, die feinen Reize der Fusion von südeuropäischer und nordafrikanischer Küche.
Genießen Sie das Kochen, dann werden Sie auch das Essen genießen.
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