Zwiebeln: Kochen ohne Grenzen
Zwiebeln sind was? Ein Gemüse? Ein Gewürz? Sie markieren die Grenze zwischen beidem.
Die meisten frischen Zwiebeln schmecken scharf und beißend. Daher nimmt man die milderen für Salate. Doch der Geschmack wird milder, wenn Sie die Zwiebeln kochen.
Tatsächlich verändert sich der Geschmack der Zwiebeln auch in Abhängigkeit davon, ob Sie sie in einer Pfanne bräunen oder in einem Topf kochen. Zudem überträgt sich ihr Geschmack auf die anderen Zutaten, ob dies nun Fleisch, Brot, Gemüse oder Kräuter sind.
Weil Zwiebeln schon lange vor unserer Zeitrechnung entdeckt wurden, gibt es für ihre Verbreitung keine Grenzen. Heute sind sie in allen Erdteilen willkommen. Beginnen Sie mit Ihrer Entdeckungstour ...
Zwiebeln sind wirklich gesund. Sie sind eine reiche Quelle von Spurenelementen, einschließlich Vitaminen, Proteinen und vieler Mineralien. Aber ohne Fett, ohne Cholesterin und mit nur wenigen Kalorien. Sie bekommen Zwiebeln in gelb-braun, rot, weiß oder manchmal auch in grün. Und in verschiedenen Größen, beginnend bei 2cm bis zur Größe einer Kartoffel.
Wenn Sie irgendeine Speise würziger machen wollen, dann tun Sie doch einfach, was die Menschheit seit tausenden von Jahren auf der ganzen Welt zu tun pflegt: Fügen Sie Zwiebeln zu. Zerstückeln, in Scheiben schneiden oder mit Kräutern und Knoblauch mischen bis nur noch der Geschmack übrig bleibt.
Wenn Sie gerade eine Avocado, ein paar Tomaten und etwas Joghurt zur Hand haben, dann können Sie daraus ganz schnell einen Salsa-Dip erschaffen. Dazu ein Tropfen Zitronensaft, eine Zwiebel, Gewürze (Koriander passt sehr gut), das Ganze noch etwas verschärfen, soweit Sie das mögen - bestimmt finden Sie dann Ihren Weg nach Mexiko.
Sie mögen Mexiko nicht? Dann orientieren Sie sich doch Richtung Indien und kreieren Sie ein Chutney.
Die alten Ägypter konsumierten tonnenweise Zwiebeln. Die Arbeiter, die die Pyramiden bauten, akzeptierten sie sogar als Bezahlung. In einer Sammlung von 35 babylonischen Rezepten kommen Zwiebeln fast in jedem Rezept vor, meistens püriert und in die Speisen eingerührt.
Im antiken Griechenland verspeisten die Athleten große Mengen an Zwiebeln, um ihr Blut in der Balance zu halten. Im Mittelalter bezahlten die Menschen manchmal sogar ihre Miete mit Zwiebeln und Ärzte verschrieben Zwiebeln als Mittel gegen verschiedene Leiden wie zum Beispiel Haarausfall und Kopfschmerzen.
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