Mundpflege in jedem Alter
Egal, ob wir uns als Säugling mit dem ersten Milchzahn quälen, als Teenie eine Zahnspange tragen oder im fortgeschrittenen Alter mit „den Dritten“ Bekanntschaft machen: Gesunde Zähne ein Leben lang - das geht nur mit der richtigen Pflege.
Vom Milchzahn bis zum dritten Zahn - eine konsequente Pflege sollte in jedem Alter selbstverständlich sein. Daher fängt die Mundhygiene schon im Säuglingsalter an. Mit den ersten Milchzähnen wird auch regelmäßiges Putzen zur Pflicht und gehört bis ins hohe Alter zur täglichen Körperpflege. Denn auch reifere Menschen ab 50 möchten gesunde und schöne Zähne. Setzen Sie daher schon in den Jahren zuvor auf eine konsequente Mundhygiene. Wenn frühzeitig eine gründliche Vorsorge betrieben wird, steht Experten zufolge dem Erhalt der eigenen Zähne bis ins hohe Alter kaum etwas im Wege.
Im Alter das Zähneputzen ernst nehmen
Bei einer Umfrage zu ihren Zahnpflegegewohnheiten gaben lediglich 60 Prozent der Menschen über 65 an, sich mindestens zwei Mal am Tag Zähne und Zahnersatz zu putzen. Doch gerade in dieser Lebensphase ist es wichtig, auf optimale Pflege zu achten. Wie bei natürlichen Zähnen, kann es auch auf dem Zahnersatz zu bakterieller Plaque kommen. Die Folgen können Mundgeruch und schmerzhafte Entzündungen sein.
Gesunde Zähne ein Leben lang: Implantate und Prothesen
Menschen mit steigendem Alter sind verstärkt mit der Möglichkeit dritter Zähne konfrontiert. Ihr Tragekomfort hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Im Trend liegen momentan Implantate: Bereits 2,6 Prozent der untersuchten Altersgruppe haben sich für die künstlichen „Zahnwurzeln“ entschieden, auf denen der Zahnersatz angebracht wird.
Meist greifen Patienten aber noch auf die üblichen Prothesen zurück. Anfangs werden diese oft als Fremdkörper empfunden und manchmal verursachen sie Druckstellen. Nach gut drei Monaten ist das Gefühl, etwas Fremdes im Mund zu haben, aber meist verschwunden. Wenn unangenehme Druckstellen bestehen bleiben oder sogar Wunden auftreten, sollte der Zahnarzt die Prothese noch einmal anpassen. Alle fünf bis zehn Jahre ist in der Regel eine Überarbeitung der Dritten notwendig.
Moderne Haftcremes sorgen für mehr Lebensqualität
Als „Klebstoff“ zwischen Gaumen und Prothese sorgen Haftcremes für einen festen Sitz der Dritten. Das ist auch psychologisch wichtig: Nur wer sich auf seine Zähne verlassen kann, tritt sicher und selbstbewusst auf. Moderne Haftcremes sind gut verträglich. Dank eines dichten Abschlusses zwischen Gaumen und Prothese wird vor allem ein unbeschwertes Essen wieder möglich.
Haftpulver und weitere Hilfen
Auch Haftpulver können den Halt der Prothese verstärken. Es wird auf die feuchte Prothese gestreut und bildet nach dem Einsetzen in den Mundraum eine feste Verbindung zwischen Gebiss und Gaumen. Ebenso können spezielle Haftstreifen das Tragen der Dritten komfortabler machen. Sie werden angefeuchtet auf die Prothese aufgelegt und kleben am Gaumen fest. Eine weitere Variante sind sogenannte Haftplättchen oder -kissen. Die perforierten Einlagen werden zwischen Zahnersatz und Gaumen gelegt. Ihre vielen kleinen Löcher wirken wie Saugnäpfe.
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