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Jeder Yogi ist anders

Denken Sie einmal an Yoga: Welches Bild entsteht dabei vor Ihrem geistigen Auge? Sehen Sie Menschen, die in meditativer Pose in einem Raum sitzen? Oder sehen Sie eher schwitzende Yogis mit bizarr verschlungenen Armen und Beinen? Was Ihnen auch in den Sinn kommt: Sie haben Recht! Denn Yoga ist äußerst vielfältig. Wir stellen die beliebtesten Formen des indischen Ganzkörpertrainings vor.

Die Freundin tut es, die Schwester auch und sogar der eigene Vater hat kürzlich damit begonnen – und alle sind begeistert. Rundherum scheint es nur noch Yogis zu geben. Bei all dem Enthusiasmus wächst auch in Ihnen das Bedürfnis, Sonnengruß, Kamel und Baum zu üben?

Bevor Sie schnell ins Fitnessstudio eilen, um sich für den nächsten Yogakurs anzumelden, sollten Sie bedenken: Yoga ist nicht gleich Yoga. Sicherlich gehen alle Formen auf die gleiche, jahrtausendalte indische Philosophie zurück. Doch manche Arten sind sehr meditativ und zielen vor allem auf das seelische Gleichgewicht ab, andere fördern eher die körperliche Fitness. Bedenken Sie vor Trainingsbeginn: Jeder Yogi ist anders!

Sonne und Mond – Hatha Yoga

Das Hatha Yoga ist die weitverbreitetste Form des Yogas. „Ha“ bedeutet übersetzt „Sonne“ und „tha“ „Mond“. Ebenso wie zwischen den beiden Gestirnen ein Gleichgewicht herrscht, soll auch beim Hatha eine Harmonie zwischen Körper und Geist entstehen. Zu den Übungen, die auf die körperliche Fitness zielen, kommen Entspannungs- und Meditationssequenzen. Beim Training kräftigen und dehnen Sie Muskeln, Sehnen und Bänder. Außerdem stärken die Asanas (Übungen) die inneren Organe und regen den Kreislauf an. Ideal für Yogis, die abgesehen vom sportlichen Aspekt auch am meditativen Hintergrund des Yogas interessiert sind.

Voll Power – Asthanga Yoga

Asthanga Yoga ist eine Herausforderung für Fitness-Begeisterte. Spiritualität und Meditation spielen hier nur eine sehr geringe Rolle. Vielmehr schult man beim Training die körperliche Ausdauer. Die Asanas bilden eine dynamische Bewegungsabfolge und gehen fließend ineinander über. Spezielle Atemtechniken helfen, in den verschiedenen Übungen länger zu verharren. Zwischen den einzelnen Trainingssequenzen gibt es nur wenige Pausen. Asthanga ist die Power-Variante des Yogas. Schwitzen garantiert!

Training für den Geist – Kundalini Yoga

Im Kundalini Yoga steht die geistige Fitness im Vordergrund. Bei der spirituellen Yoga-Form geht es vor allem darum, das seelische Befinden ins Gleichgewicht zu bringen. Extreme Dehnungen oder Haltungen kommen hier nicht vor. Gezielte Atemübungen sorgen dafür, dass man die Asanas länger halten kann. Während der körperlichen Spannung soll der Geist arbeiten und sich auf sich selbst konzentrieren. Das Singen von Mantren (formelhaften Wortfolgen), Meditation und Mudras (symbolische Handzeichen) helfen dabei. Tipp für ambitionierte Yogis: Wer sein Ying und Yang in Einklang bringen möchte, ist beim Kundalini Yoga genau richtig. Für den Fitness-Yogi eher nicht zu empfehlen. 

Yoga-Sauna – Bikram Yoga

Bikram Yoga trainiert man in einem 38 bis 40 Grad warmen Raum. Durch die Hitze werden die Muskeln geschmeidiger, und man kann sie so besser dehnen. Zudem kurbelt die warme Temperatur den Entschlackungsprozess an. Meditation ist hier weniger wichtig. In jeder Trainings-Einheit wiederholt man genau 26 Übungen in der gleichen Abfolge. Bikram ist das Workout der Models: Germany’s next Topmodel-Gewinnerin Sara Nuru beispielsweise schwört auf Bikram Yoga. Wer Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System hat, sollte sich allerdings lieber bei einer anderen Yogaform austoben.

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