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Ursachen von Haarausfall

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Ursachen von Haarausfall
Jeder Mensch verliert pro Tag zwischen 40 und 100 Haare. Ein paar davon im Waschbecken sind also noch kein Grund zur Sorge. Ab wann aber reden Fachleute von medizinisch bedenklichem Haarausfall? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Hans Wolff im for me Interview. Der Dermatologe und Allergologe ist international anerkannter Experte für die Ursachen von Haarausfall.


Ab wann spricht man aus medizinischer Sicht von Haarausfall?

Prof. Dr. Wolff: Prinzipiell unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Haarausfall, dem täglichen Haarwechsel (Effluvium) und dem sichtbaren Haarverlust (Alopezie). Beim täglichen Haarwechsel handelt es sich um den normalen Lebenszyklus der Haare. Die einzelnen Haare wachsen bis zu etwa 6 Jahren, dann gibt es einen Wachstumsstillstand von zwei bis vier Monaten – danach fällt das Haar aus.

In der Regel verlieren wir so pro Tag etwa 40 bis 100 Haare. Beim sichtbaren Haarverlust dagegen verliert man viele mehr. Dann sollte man einen Arzt konsultieren und den Ursachen auf den Grund gehen.


Was sind die Gründe für Haarausfall?

Prof. Dr. Hans Wolff: Die häufigste Art des Haarausfalls ist erblich bedingt. Hier schrumpfen die Haarwurzeln innerhalb von wenigen Jahren und wandeln kräftiges Haar in dünnes. Die Wurzeln können so innerhalb eines kurzen Zeitraumes sogar absterben. Haarausfall kann aber auch saisonal und damit vorübergehend auftreten. Auch medizinische Gründe wie zum Beispiel Eisenmangel können Haarausfall hervorrufen.

Eine weitere Form ist der schuppenbedingte Haarausfall. Schuppen führen in der Regel zu einer gereizten, juckenden Kopfhaut. Dabei kommt es unweigerlich zu einer Verschlechterung der Haarqualität, da sich die Betroffenen vermehrt kratzen. Das führt zu Schäden an der Haarwurzel und Haarstruktur. Die Folge: Die Haare brechen verstärkt ab und fallen aus.


Was kann man dagegen tun?

Prof. Dr. Hans Wolff: Erblich bedingter Haarausfall ist eine Veranlagung und keine Krankheit. Man muss ihn ständig behandeln. Schuppenbedingter Haarausfall kann mit den richtigen Pflegeprodukten, die einer Schuppenneubildung vorbeugen, langfristig bekämpft werden. Haar und Kopfhaut haben die Möglichkeit sich zu erholen und die Wachstumsbedingungen für die Haare verbessern sich spürbar.

Um bei einem Anfangsverdacht eine gesicherte Diagnose stellen zu können, ist ein Besuch beim Hautarzt zu empfehlen. In der Regel verschafft dieser Klarheit und ermöglicht konkrete Behandlungsmöglichkeiten. Der Arzt bestimmt durch seine Untersuchungen, um welche Art von Haarausfall es sich handelt und welche Therapie oder Produkte am besten helfen.

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