Texanisches Chilli

Feurig und gesund für echte Genießer


Zutaten (Für 4 Personen)

  • 0 Kilogramm Gemüse nach Jahreszeit Kleingeschnitten,
  • Kidney-Bohnen
  • 0 Teelöffel Salz Cayennepfeffer Paprika nach Geschmack
  • Knoblauch nach Geschmack
  • 0 Teelöffel Origano Kreuzkümmel nach Geschmack
  • 0 Stück Zwiebel Kleingehackt
  • 0 Stück Sellerie
  • 0 Stück Cillischoten scharf Kleingeschnitten
  • 1.5 Kilogramm Rind, Schwein, Geflügel Oliven-oder Rapsöl
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Zubereitung

  1. Chilli con Carne nach texanischer Art Chilli ist, entgegen der landläufigen Meinung, kein Mexikanisches Gericht, vielmehr wurde es von Texanischen Cowboys erfunden. Allerdings waren hier auch Mexikanische Einwanderer, die bei den Rinderzüchtern arbeiteten sicher mit beteiligt. Wie auch immer, der Ursprung ist Texas. Lyndon B. Johnson, amerikanischer President nach Kennedy war Texaner und Liebhaber dieses feurigen Gerichtes. Da niemand im Weißen Haus in der Lage war, ihm ein anständiges Chilli zu zu- bereiten, ließ er kurzerhand seinen Koch nach Washington holen. Das folgende Rezept begründet sich also auf diesen Koch. Das Fleisch kann man sich sprichwörtlich aussuchen allerdings nehme ich nur in Ausnahmefällen Hackfleisch, weil meiner unwichtigen Ansicht nach das Gericht mit Fleischstücken besser schmeckt. Welches Fleisch? Alles außer Schaf, die Cowboys und die Schafhirten waren im wilden Westen erbitterte Gegner und daher ist ein Verwenden von Schaf, Lamm oder Hammel undenkbar und käme einem Sakrileg gleich. Geflügel, also Hähnchen, Gans, Ente oder den allbekannten Turkey habe ich durchaus auch schon verwendet, sie geben dem Gericht einen interessanten Beigeschmack. Auch Reste vom Festtagsbraten sind willkommen, auf diese Art finden sie wieder einen Weg aus meiner Gefriertruhe als Ergänzung zum Frischfleisch. Da in Texas viele Schlangen verschiedenster Art leben (Rattlesnake) und deren Fleisch recht nahrhaft und wohlschmeckend ist, lässt sich diese Variante nicht mit Sicherheit ausschließen, ich selbst habe das bis dato allerdings (noch) nicht versucht. Bei Verwendung von magerem Fleisch kann man auch über die Beigabe von durchwachsenen Speck nachdenken, Cowboys waren oft monatelang bei jedem Wetter Tag und Nacht im Freien wenn sie z.B. Rinderherden auftrieben oder sie zu den Verladestationen brachten, also war Speck hier ein wichtiger Bestandsteil, aufgrund unserer zivilisatorischen Probleme ist das natürlich im Einzelfall zu entscheiden.


  2. Selbstverständlich ist das Mischen der angesprochenen Fleischsorten dem Geschmack überlassen, hier sind alle Grenzen als fließend zu betrachten. Ich verwende hauptsächlich Rind- und/oder Schweinefleisch. Normalerweise schneide ich das Fleisch mit dem Messer in kleine Stücke(je kleiner desto besser), diese wichtige Angelegenheit wird zu keinem Zeitpunkt einem der Küchensklaven anvertraut, hier ist der Koch allein verantwortlich. Alles was weggeschnitten werden muss, (Sehnen, Haut, etc.) wird dem ständig präsenten Carnivoren (Katze, Hund) verabreicht und somit durchaus sinnvoll entsorgt und das Tier gibt auch erstmal Ruhe. Das Zerkleinern per Küchenmaschine erachte ich schlichtweg als barbarisch. Nur Banausen benutzen diesen Krachmacher, der nur die im Hintergrund spielende Country - Musik stört und, außer Matsch, nichts Verwertbares produziert. Bei der Auswahl meines Kochgeschirrs achte ich auf Authentizität. Das Originalgericht wurde über einem offenen Feuer, also bei großer Hitze in einem Eisentopf zubereitet, also Teflon oder so ist nicht! Edelstahl oder Eisen ist hier angesagt, je nach zu kochender Menge nehme ich Pfanne oder Topf und hölzerne Kochlöffel. Nachdem das Fleisch geschnitten ist sind nun die Pepperoni und die Knoblauchzehen dran. Das Originalrezept spricht von 14 Pepperoni pro Kilo Fleisch, das ist selbst für mich starker Tobak, zartere Naturen sollten da eher anfangs mit weniger begnügen. Die Hälfte der zur Verwendung gedachten Scharfmacher schneide ich klein, auch die Knoblauchzehen werden in Scheiben oder kleiner geschnitten, keine Presse, die ist nur Folter für das edle Gewürz und zerstört dessen edlen Geschmack. Bei der Auswahl der Pepperoni nehme ich am liebsten thailändische piri-piri eingelegt aus dem Glas, aber ich kenne auch Köche, die auf italienische Diavoli schwören, letztere sind allerdings getrocknet und müssen im Mörser zerstoßen werden. Diavoli werden dem Gericht aber erst später mit dem Gemüse zugegeben.


  3. Nun wird Öl erhitzt, ich selbst benutze nur noch Rapsöl, aber auch Olivenöl ist erlaubt. Rapsöl ist, im Gegensatz zu Oliveöl, geschmacksneutral. Es ist also reine Geschmackssache. In das heiße Öl kommt nun jeweils die Hälfte der Pepperoni und des Knoblauchs, anschließend das Fleisch. Ab hier muss es im Kochgerät zischen also auf hohe Temperaturen achten, das ist wichtig, sonst wird das Ganze nicht. Nun das Gemüse, fleißige Küchenhelfer haben hoffentlich das Gemüse geputzt und klein geschnitten, andernfalls sollte man über das Anschaffen von Sklaven oder strengere Maßnahmen im eigenen Haushalt nachdenken. Hartes Gemüse (Sellerie, Karotten) kommen als erstes zu dem gut ausgebratenen Fleisch, dann kleingehackte Zwiebeln (mindestens 2 große pro Kilo Fleisch) Dazu noch zwei rohe und ebenfalls kleingeschnittene Kartoffeln, Die Kartoffelstärke bindet die Flüssigkeit die später noch zugesetzt wird. Sellerie Karotten und Kartoffeln sind Pflichtzugaben, die müssen sein, genauso wie die Kidney Bohnen die aber erst als letztes zugegeben werden. Auch sollte je nach Geschmack oder Verträglichkeit, eine Paprikaschote zugegeben werden. Das restliche Gemüse ist geputzt und kleinstmöglich geschnitten, alles was aus Kühlschrank oder Nachbars Garten geplündert wurde ist, unter Berücksichtigung des Eigengeschmacks, erlaubt. Auch wenn ausgesandte Räuber Pilze aus Wald und Flur beigesteuert haben, immer rein in den Topf (Giftige und ungenießbare Pilze vorher aussortieren).


  4. Tomaten sind hier die letzten die da rein dürfen, Kleingeschnittene oder geschälte aus der Dose oder pürierte aus dem Supermarkt , oder Pizzatomaten aus der Dose, oder wenn es gar nicht anders geht auch Tomatenmark, dann aber mit einem Schuss Brühe. Die Wartezeit bis das Gemüse dumm und dämlich geschmort ist kann man mit Gassi gehen mit Hund oder mit der Zubereitung eines leckeren Apfelkuchens (Küchenhelfer muss man auch hin und wieder belohnen) zur Nachspeise verbringen, hier ein Vorschlag, Muffinteig anrühren, Äpfel entkernen schälen, halbieren auf der runden Seite vielfach der Länge nach einritzen, Teig in eine Springform geben, die Apelstücke auf dem Teig verteilen, das ganze ungefähr 30 bis 45 Minuten bei 180 Grad backen, vielleicht noch eine Prise Zimt und Vanillezucker darüber, fertig. Nun wieder zum Chilli, hoffentlich hat keiner vergessen, umzurühren und, bei Bedarf, noch etwas Öl dazu zu geben. Nun ist es Zeit für die Gewürze, beginnend mit einem viertel Liter Rinderbrühe, aber auch Bratensoße oder was immer Kühl- oder Gefrierschrank hergeben, wird hier verwendet Kreuzkümmel(normaler Kümmel tuts auch) Paprika, Cayenne Pfeffer, weißer und/oder schwarzer Pfeffer, die restlichen Pepperoni, Lorbeerblätter(müssen dann bei Kochende wieder entnommen werden) Oregano, Majoran, Petersilie und Basilikum runden den Geschmack ab, der Koch bestimmt hier das Maß. Gegebenenfalls noch eine kleingeschnittene Knoblauchzehe und ein Bund kleingehackter Frühlingszwiebel. Mit Brühe soweit aufgießen bis eine homogene Masse entstanden ist.


  5. Weiter kochen lassen. Nun ist es an der Zeit, sich selbst zu belohnen, ein Bierchen oder ein Glas Wein, oder vielleicht einen Whiskey (Bourbon) sind nach dem Stress durchaus erlaubt, wobei ich dann eine angemessene, dem Gedenken an die toten Cowboys angepasste Menge, dem Chilli zuführe. Opfergaben müssen sein. Jetzt kommt die Zeit, das entstandene Chaos in der Küche zu beseitigen, sofern das nicht schon gut erzogene Küchenhelfer getan haben, ab und zu umrühren und abschmecken(darf natürlich nur der Chef) die restliche Mannschaft darf sabbern, bis serviert wird. Einen Blick auf den Kuchen werfen, der müsste nun eigentlich auch soweit sein, und die Kidney Bohnen zugeben, Achtung, wenn man Dosenbohnen verwendet die Flüssigkeit mit dazu geben! Lorbeerblätter wieder rausnehmen. Und den Herd ausschalten. Den hoffentlich endlich fertigen Kuchen aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen, das Chilli in Keramikschalen portionieren mit geriebenem Käse bedecken und im noch heißen Backofen überbacken. Serviert wird mit Baguette oder selbst gebackenem Vollkornbrot, passendem Getränk und vielleicht Salat.


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