Hurra!

hooray

Ihre Bestellung wurde aufgenommen. Wir haben Ihnen eine E-Mail gesendet.

Schließen

Mein Korb

Ihre Proben

Wählen Sie Ihre Lieferadresse

Den perfekten Bikini finden – was für ein Abenteuer

Den perfekten Bikini finden – was für ein Abenteuer

0
Wer erinnert sich noch an den Wahnsinnssommer 2018? Über Wochen 30 Grad und mehr! Ich schwitzte nicht, ich karamellisierte …
War das eine Hitze. Ich war froh, dass mich wenigstens die Olaz Total Effects Federleicht Tagescreme mit LSF 30 vor einem krebsroten Gesicht bewahrte. Ich fragte mich manchmal: Was passiert eigentlich mit deinen Badesachen, die du bei maximal 30 Grad waschen darfst? Wenn du die jetzt bei 40 Grad aufhängst, laufen die dann etwa ein? Der einzige Lichtblick: unser Badesee. Ich schwimme wirklich gerne. Am liebsten in natürlichen Gewässern – mit allem, was dazu gehört. Auch Grünzeug. Denn Algen sollen ja gut für die Haut sein. In unserem See gibt es an warmen Tagen so viele davon, dass meine Freundin, eine überzeugte Veganerin, nur mit offenem Mund schwimmen müsste, um satt zu werden. Aber ob man es auf diesem Wege schafft, seine Hummelhüften dauerhaft durch eine Wespentaille zu ersetzen, wage ich zu bezweifeln.

Man muss sich ja nur mal einen Blauwal ansehen …

Der ernährt sich ausschließlich von Plankton. Aber der braucht sich wenigstens um Bademode keine Gedanken zu machen! Ich schon. Die gute Nachricht: Ich passe immer noch in meine Badeschlappen von letztem Jahr. Die schlechte: Meine Bikinihose vom letzten Jahr ist zu knapp für den Po von diesem Jahr. Die aufgedruckten Blumen waren zwar viel größer geworden, was ich toll fand und ausschließlich auf meinen „grünen Daumen“ zurückführte, aber die Silhouette erinnerte doch stark an ein „Muffin-Höschen“, bei dem der Teig oben übers Bündchen quillt. Und auch sonst musste ich feststellen, dass ich über den Winter wohl Körperteile bekommen hatte, die in keinem Biologiebuch standen: Das Doppelkinn an meinen Achseln zum Beispiel. Lange Rede, kurzer Sinn: Es musste etwas Neues her.

In article banner will be displayed here

Dress to impress war mein Anspruch.

Die Liegewiese am Badesee sollte für mich zum Catwalk werden. Aber so einfach ist das gar nicht für Frauen, die weder mit „Anstand alt werden wollen“ noch „unanständig jung bleiben wollen“: Der erste Bikini, den die junge Verkäuferin mir reichte, glänzte wie Latex, pink, mit Rüschen, goldenen Perlen und Emblemen und skandalös knapp geschnitten. Ich sah aus als käme ich aus einem ukrainischem Edelbordell.

Der zweite kam im Vintage-Look daher – von daher hätte es gepasst, aber Null-Komma-Null Stütz- oder Shape-Effekt. Ich fühlte mich wie eine unförmige Schwimmboje. Der dritte war ein echtes Farbstatement: kirmesbunt! Damit hätte man mich sogar auf Google Earth noch sehen können. Und zusätzlich noch überall das Logo des Designers in Neonfarben. Ich bin doch keine Litfaßsäule!

Beim vierten kamen wir der Sache dann näher: Eine High-Waist-Bikini-Hose aus einer Shape-Wear Kollektion in einem schimmernden Cognac-Ton, mit Silikonbeschichtung und Kompressionszonen für Frauen wie mich, deren Bauch sich nicht mehr wegatmen lässt! Super, dachte ich, bis mein Blick in den Spiegel einen unförmigen Nougatblock offenbarte. Und Luft bekam ich auch kaum noch. Auch wenn die Verkäuferin erklärte, wer schlank aussehen will, kann nicht noch atmen wollen, stand für mich fest: Nichts wie raus aus dem Panzer!

Dass aus meinen Problemzonen dann doch noch Wohlfühlregionen wurden, habe ich einem kleinen Wäschegeschäft am Ende der Fußgängerzone zu verdanken. Dort fand ich ihn endlich: einen schönen Badeanzug, mit raffinierten Raffungen, moderatem Shaping und bunten Schmetterlingen. Als ich den anhatte, störte mich kein einziges Pölsterchen mehr. Im Gegenteil: Ich hörte eine innere Stimme raunen: Du bist schön. Daher gibt es einfach auch etwas mehr von Dir. Dieser Badeanzug soll mich noch lange begleiten. Und damit das auch so bleibt, darf sich außer meinem Körper nur mein Ariel Color Flüssigwaschmittel diesem neuen Lieblingsteil nähern.

Anne VogdUnsere Kolumnistin, Anne Vogd, (Jahrgang 1965), ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie arbeitete 25 Jahre im Vertrieb einer Modefirma, wollte sich 2013 aber radikal verändern und ist seitdem als Comedian auf Karnevalssitzungen und anderen Veranstaltungen unterwegs. 2016 gewann sie den SWR3 Comedy Förderpreis. Heute schreibt sie zusätzlich Kolumnen in Tageszeitungen und ist regelmäßig im Radio zu hören.
0
1793c27fc5194f13be762475fc745d05
Probe
Jetzt Dosierhilfe gratis bestellen!

Verfassen Sie einen Kommentar:

Folgendes könnte Ihnen gefallen

Cookie-Zustimmung