Rollenverteilung in der Familie

Alleinerziehend mit Mann? So empfinden Frauen die Rollenverteilung

Ist Land in Sicht, was die Aufgabenteilung in deutschen Haushalten angeht? Fühlen sich Frauen von ihren Männern besser unterstützt? Die große Auswertung von for me.


Jetzt wird es spannend: for me wollte wissen, wie es 2017 um das Leben der Frauen in Deutschland wirklich steht. Landet der Hauptteil der Hausarbeit immer noch auf der weiblichen Seite? Oder wandelt sich das Muster? Und vor allem: Wie fühlen sich Frauen dabei? Dafür hat das rheingold Institut deutschlandweit über 1.000 Mütter zwischen 20 und 50 Jahren im Auftrag von for me befragt.

Wer managt heutzutage die Familie?

Mit den ersten Ergebnissen machen Frauen klar, wer für den Haushalt und die Familie verantwortlich ist:

  • Neun von zehn Frauen (89 Prozent) sehen sich als Organisationstalent der Familie.
  • Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) stufen sich als das Familienoberhaupt ein.
  • Für drei Viertel der Frauen (71 Prozent) ist es wichtig, sich ganz auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzustellen.

Familienoberhaupt, Organisationstalent – welche Rolle spielt der Mann an ihrer Seite bei diesen Aufgaben? Da werden die befragten Mütter eindeutig:

  • 35 Prozent der Frauen übernehmen in der Familie sowohl die Vater- als auch die Mutterrolle.
  • Jede dritte Frau (32 Prozent) fühlt sich alleinerziehend trotz Partner.
  • 33 Prozent sagen, dass ihr Partner eigentlich wie ein weiteres Kind ist.
  • Die Hälfte der Frauen (51 Prozent) erledigen Dinge lieber selbst, bevor sie sich mit dem Partner darüber auseinandersetzen, wer was macht.

Schaut man sich die Ergebnisse an, bleiben in modernen Beziehungen weiter viele Herausforderungen, was die Rollen- und vor allem die Aufgabenverteilung angeht. Das hat unter anderem damit zu tun, dass viele Mütter Teilzeit arbeiten und sich daher eher für die Familienarbeit verantwortlich fühlen.

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Mütter wollen nicht mittelmäßig sein

Es ist auch der Druck, der auf den Frauen lastet. Viele wollen es eben gut machen. Sie möchten als Mutter nicht das Gefühl haben, nur mittelmäßig zu sein. Deshalb sollen die Rahmenbedingungen für ein schönes Leben stimmen: der Boden gewischt, der Kuchen für den Kindergarten frisch gebacken, die Schramme am Knie des Kleinen selbst versorgt. Allerdings merken viele, dass diese Einstellung sie schnell an eine Grenze bringt, denn:

  • Fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) sagt, dass von ihnen und ihren Bedürfnissen in der Familie nichts mehr übrig bleibt.
  • Obwohl 92 Prozent ihr Zuhause als Rückzugsort bezeichnen, bedeutet es für sieben von zehn Frauen (69 Prozent) auch immer Arbeit.
  • Nur vier Prozent der befragten Frauen geben an, dass sie Zuhause beim Nichtstun entspannen können.


Gut sein, bedeutet nicht, immer da zu sein

Die Lösung ist: loslassen! Jede Mutter macht einen tollen Job, ist liebenswert und einzigartig, auch wenn die Muffins mit einer Backmischung gebacken wurden. Birgit Langebartels ist Diplom-Psychologin und hat die Studie beim rheingold Institut geleitet. Sie hat die vielen Geschichten der Mütter gehört und weiß: „Wir wollen auf der einen Seite nicht die überbehütende Glucke sein, die nur zu Hause bleibt. Aber wir nehmen trotzdem die Ansprüche, die dieses Bild hat, noch mit in unseren Rucksack und möchten das andere auch noch hinkriegen.“

Dabei zählt am Ende allein die Liebe. Was dieses Wissen angeht, sind die Männer uns voraus. Sie machen sich oft weniger Sorgen um Kleinigkeiten. Deshalb kann man gern etwas mehr bei ihnen abladen, selbst wenn sie es – scheinbar – nicht so perfekt machen.

Denn, das wissen auch die Frauen:

  • 66 Prozent stimmen zu, dass man es sich im Leben auch mal leicht machen kann.
  • Gleichzeitig gestehen sich 49 Prozent ein, dass sie das nur selten können.
  • Sieben von zehn Frauen (72 Prozent) haben erkannt, dass es ihnen besser geht, wenn sie sich nicht wegen allem verrückt machen.
  • 68 Prozent gestehen sich ein, dass man nicht alles schaffen kann.
  • Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) sind der Meinung, dass man manchmal pragmatisch sein muss.


Liebe fängt mit Selbstliebe an

Zu einem erfolgreichen Familienmanagement gehört auch, dass man gut für sich selbst sorgt, was viele Frauen erkennen:

  • 86 Prozent der Befragten wissen, dass es ihren Kindern guttut, wenn sie auch etwas für sich tun.
  • 74 Prozent ist es wichtig, den eigenen Hobbys und Interessen nachzugehen, während zwei von drei (66 Prozent) nicht vernachlässigen wollen, auch ohne die Familie regelmäßig etwas zu unternehmen.

Am Ende sind Frauen nicht alleinerziehend mit Mann – sie sind Teil einer Familie, in der sie und ihr Mann Dinge richtig und falsch machen dürfen.

Es ist Zeit, großartig zu sein. Viele weitere spannende Inhalte vom Conference & Coaching Tag gibt’s auf unserer Übersichtsseite.

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Das Thema ist spannend und muss von mir unbedingt auf meinem Blog aufgegriffen werden.

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