Müssen Mütter immer perfekt sein?

Camilla von Mummy Mag fragt: Müssen Mütter immer perfekt sein?

Als ich Mitte Februar beim Conference & Coaching Tag von for me war, wurde uns eine Studie vorgestellt. Sie zeigt einerseits, dass Frauen heutzutage unter dem immensen Druck stehen, Familie, Partnerschaft und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen. Auf der anderen Seite habe ich mich ziemlich ertappt gefühlt, denn „Frauen“ in diesem Zusammenhang meint eigentlich mich.


Die Studienergebnisse zeigen ziemlich klar, welchen Herausforderungen auch ich mich häufig im Alltag gegenübersehe – genauso wie viele viele andere Mütter in Deutschland. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht möglich ist, alle Anforderungen tagtäglich zu erfüllen. Irgendwie scheint es dennoch in der Natur der Frau zu liegen, allem gerecht werden zu wollen. Wir sind natürlich mit weitestgehend anderen Rollenbildern groß geworden, als wir selbst abgeben, bzw. auch abgeben wollen. Doch was genau wollen wir eigentlich unseren Kindern vorleben? Dass moderne Frauen alles schaffen? Und da sich ja nicht nur die Frauenrolle verändert hat, sondern zugleich auch die der Männer – müssen wir heutzutage wirklich alle Superhelden sein? Nein! Wir setzen uns alle einem so hohen Druck aus, da können wir doch nur verlieren, oder?

Die for me-Studie von Rheingold räumt auf: Was Frauen und vor allem Mütter wirklich wollen!

Die Frau von heute verfällt einem regelrechtem "Machbarkeitswahn“, denn es ist theoretisch immer und zu jeder Zeit alles machbar. Die Illusion, dass wir alles können, eröffnet zwar wahnsinnig viele Möglichkeiten, aber dadurch setzen wir uns auch einem enormen Druck aus:

Mehr als zwei Drittel der Frauen (68 %) geben immer 120 % und 72 % der Befragten haben den Anspruch an sich selbst, immer alles perfekt machen zu müssen.

Ich selbst stecke da irgendwie ganz tief drin. Ich schaffe es fast nie, mir mal einen entspannten Abend zu gönnen, mal in Ruhe einen Film zu schauen, mir Musik anzumachen oder tatsächlich mal gar nix zu tun.

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Mein Glück ist es, einen Mann zu Hause zu haben, der mir wahnsinnig viel abnimmt. Er gehört zu der „neuen Generation Männer“, die mehr als nur der Ernährer sein wollen. Er ist gleichberechtigt, was die Kindererziehung angeht, er übernimmt die gleichen Aufgaben und hat auch den Anspruch an sich, seine Kinder im Alltag und nicht nur an den Wochenenden zu begleiten. Trotzdem hängen mehr Aufgaben in Sachen Kinder an mir. Aber ich will es nun mal auch so. Wenn mein Freund mal zu viele Nachmittage übernimmt, dann stört mich das, schließlich sehe ich mich in der Rolle als Mutter schon gerne als die ultimative Bezugsperson – das würde ich natürlich nie laut aussprechen. Wenn das aber nicht wenigstens ein bisschen so wäre, dann hätte ich ein wenig das Gefühl, als Mutter zu versagen. Dämlich? Kann sein, aber ehrlich.

Viele Frauen (89 %) sehen sich als Organisationstalent der Familie.

Daraus resultiert, dass viele Frauen einerseits unglücklich sind, weil sie die meiste Arbeit allein stemmen müssen, andererseits den Mann aber auch nicht aktiv beteiligen und seine Hilfe einfordern.

Was hier oft fehlt, ist die offene Kommunikation, in die wir viel stärker gehen müssen. Und wir müssen lernen, besser abzugeben. Ich denke, wir alle (Frauen und Männer), haben jetzt alle Möglichkeiten, die Gesellschaft nach unseren Regeln zu gestalten. Wir müssen es nur auch selbst in die Hand nehmen. Wir müssen einfordern, dass Gesellschaft, Politiker und Unternehmen sich noch mehr für Gleichberechtigung einsetzen. Und dabei denken wir nicht nur an uns, denn was wir jetzt schaffen, wird maßgeblich für unsere Kinder und nachfolgende Generationen sein.

Wie ist das bei euch, erkennt ihr euch wieder? Ich freue mich über eure Kommentare!

Camilla von MUMMY MAG ist Mutter von zwei Kindern und bloggt nun seit neun Jahren. Die Idee zu MUMMY MAG entstand während ihrer Schwangerschaft, da sie anderen Müttern und Frauen eine Anlaufstelle bieten wollte, die von mehr als nur vom Mamasein berichtet – denn Mamas sind auch Frauen, die weiterhin das Schöne und Interessante auf der Welt lieben. Weitere interessante Artikel finden Sie auf www.mummy-mag.de!

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Ja spätestens wenn man körperlich nicht mehr so kann lernt man auch mal fünfe gerade sein zu lassen. ��

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mo000

mo000

Gemeldet

Wirklich schöner Artikel

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Das kommt mir so bekannt vor, aber ich versuche mich zurzeit, nur 2-3 Sachen im Haushalt zu erledigen und den Rest für meine Tochter, Mann und Haustier Zeit zu haben. Für mich allein habe ich selten Zeit.

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