Erziehungstipps: Hygiene in der Pubertät

Hygiene in der Pubertät: Hilfe, mein Teenie will sich nicht pflegen!

An einigen Teenager-Kindern können Mütter schlicht verzweifeln: Duschen? Waschen? Chill mal, Mama! Wir zeigen Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Nachwuchs umstimmen können. Ein Versuch wär’s wert.


Theoretisch können sie es alle: sich regelmäßig duschen, die Zähne putzen oder das Gesicht waschen. Aber auf merkwürdige Art und Weise scheint dieses Wissen bei einigen jungen Menschen jenseits der zehn Jahre plötzlich zu verschwinden.

Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, wenn Jungen aufhören, sich zu duschen. Oder – wenn sie sich doch überwinden – nach der Dusche die stinkigen Klamotten wieder anziehen. Fragt man sie am Abend, ob sie sich morgens die Zähne geputzt haben, kommt nur ein: „Oh, vergessen.


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Mädchen und ihre erste Periode

Junge Mädchen sind häufig gewissenhafter, was Duschen und Haarwäsche angeht, aber auch sie entwickeln manchmal ihre Eigenarten. So kommt es vor, dass sie Slips in die Mülltonne werfen – anstatt sie in die Wäsche zu geben.

Dabei ist Körperpflege mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Die Hormone verändern sich, Jugendliche schwitzen mehr als früher und die Haut kann unreiner werden. Doch wie erklärt man das seinen heranwachsenden Kindern? Hier kommen unsere Tipps:

1. Stärken Sie das Selbstbewusstsein

Es nützt oft nichts, Druck auszuüben. Damit könnte sich der Jugendliche nur verschließen. Versetzen Sie sich in seine Lage. Nicht nur seine Hormone verändern sich, auch seine Lebenswelt ist manchmal anstrengend und oft in cool und uncool aufgeteilt. Geben Sie ihm das Gefühl, dass Sie ihn weiter so akzeptieren, wie er ist und sprechen Sie das Problem ruhig und ohne Vorwürfe an. Vielleicht öffnet sich ihr Kind und vertraut ihnen Dinge an. Schämt er oder sie sich beispielsweise für den eigenen Körper?

2. Zeigen Sie Ihrem Kind, welche Produkte es gibt

Wenn wir durch den Supermarkt gehen, ist es ganz normal, dass wir die vielen Produkte auseinanderhalten können – aber vielleicht nicht Ihr Kind. Slipeinlagen bei Weißfluss oder Binden mit Flügeln, wenn die Regelblutung stark ist – das kennen wir. Für Männer gibt es Nass- und Trockenrasierer, für Frauen Rasierer mit beweglichem Gelenk. Wer Schuppen hat, kann spezielle Shampoos kaufen. Nehmen Sie Ihren Teenie mit in den Supermarkt und zeigen Sie ihm die Unterschiede. Dabei können Sie Ihr Kind an Deos und Shampoos schnuppern lassen. Welche Düfte mag es gern?

3. Erinnern Sie

Ihr Sohn stylt sich drei Tage hintereinander die Haare mit Gel, aber er denkt nicht daran, sich den Kopf zwischendurch zu waschen? Ganz häufig bocken Kinder nicht bewusst, sondern vergessen schlicht die Haarpflege oder das Duschen. Bevor Sie innerlich explodieren und losschimpfen – eventuell hilft es schon, Ihrem Kind einen Hinweis zu geben. Höchstwahrscheinlich wird er nicht jeden ernst nehmen, aber der Weg ist schließlich das Ziel. Oder Sie etablieren feste Regel: Beispielsweise jeden Samstag, Dienstag und Donnerstag wird geduscht.

4. Chillen Sie, es wird besser

Es nützt alles nichts? Bevor Sie verzweifeln – auch diese Phase wird höchstwahrscheinlich vorbeigehen. Irgendwann, wenn Ihr Kind älter wird und seine Freunde und Schulkameraden verstärkt auf Hygiene achten, wird es merken, dass Körperpflege auch anders funktionieren kann. Bis dahin – halten Sie durch!

Tipp der Redaktion
Sie haben eine Tochter, die ihre erste Regel bekommen hat? Erklären Sie ihr, dass Weißfluss zwischen den Blutungen ganz natürlich ist. Always Slipeinlagen gibt es auch to go für unterwegs.

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ShiroAya

Gemeldet

Meine Tochter ist gerade in dieser Phase und manchmal würde ich gerne durchdrehen. Aber dann denke ich dran, wie ich war und denke was soll`s, meine Mama hat's auch überstanden. Und manchmal ist man ja selbst noch Kind. Danke für die tollen Tipps.

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