Vorurteile überwinden: Lernen Sie Zahra Lari kennen!

Eiskunstlaufen und Hijab passen nicht zusammen? Die olympische Hoffnung Zahra Lari hat das Gegenteil bewiesen.


Mit zwölf Jahren nehmen die meisten professionellen Eiskunstläuferinnen an nationalen oder internationalen Wettkämpfen teil. Nicht so Zahra Lari, die von P&G gesponsort wird. Sie zog mit zwölf Jahren zum ersten Mal Schlittschuhe an und kam mit dem Eis in Berührung.

Innerhalb der letzten zehn Jahre entwickelte sie sich von einer Anfängerin zu einer internationalen Sensation. Doch während ihres schnellen Aufstiegs hatte sie mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Als erste Eiskunstläuferin, die einen Hijab – ein traditionelles islamisches Kopftuch – trägt, musste Zahra viele Vorurteile überwinden.

Die Eisprinzessin mit dem Hijab

„Die Leute starrten mich am Anfang an, weil ich ein Kopftuch trug“, sagt die 22-jährige Landesmeisterin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Als sie von ihrem ersten internationalen Wettkampf nach Hause kam, sah sie überall im Internet Fotos ihres Laufs, betitelt mit Überschriften wie „Die Eisprinzessin mit dem Hijab“.

„Ich mochte diesen Spitznamen nicht wirklich“, gesteht sie. „Ich wollte, dass die Leute sich auf meinen Eiskunstlauf konzentrieren, nicht darauf, was ich trage.“ Aber sie taten es. Und viele von ihnen mochten nicht, was sie sahen. Leute aus aller Welt kommentierten ihre Bilder und Videos. Es gab viele voreingenommene, anti-muslimische Kommentare und sogar Morddrohungen. Darüber hinaus kamen auch negative Reaktionen von Muslimen aus aller Welt.

„Es ergibt keinen Sinn, dass man aufgrund seiner Religion bestimmte Sportarten nicht ausüben kann“, sagt sie. „Und wenn ein Mann einen Sport treiben kann, dann kann eine Frau es ebenfalls.“

Kopftuch? Das gibt Punktabzug

Aber es waren nicht nur anonyme Personen im Internet, die etwas über Zahras Kopftuch zu sagen hatten. Die Richter zogen ihr Punkte aufgrund ihres Hijabs ab, der nicht als zulässiger Teil ihres Kostüms betrachtet wurde. Doch Zahra trat für sich ein und brachte gemeinsam mit ihrer Mutter eine Petition auf den Weg, um die Regeln zu ändern. Sie gewannen.

„Das war ein riesiger Sieg und ein Moment, der mich sehr stolz gemacht hat”, sagt sie. „Aber ich dachte nicht wirklich an mich selbst. Ich dachte an die Mädchen, die mit Eiskunstlauf beginnen und ich wollte nicht, dass sie danach beurteilt werden, wie sie angezogen sind.“

Mit der Liebe der Mutter Vorurteile überwinden

Zahras Mutter war immer ihre größte Unterstützerin. Roquiya Lari fuhr ihre Tochter um drei Uhr morgens zum Training und reist nun mit ihr zu Wettkämpfen um die ganze Welt. Aber vor allem hat sie Zahra die Liebe und Unterstützung gegeben, mit der sie all die Vorurteile und unfairen Behandlungen überwinden konnte.

„Dass Fremde schlecht über mein Kind reden, war wirklich schockierend“, erzählt Roquiya. „Ich wollte nicht, dass sie mit so etwas belastet wird. Ich wollte nicht, dass es sie runterzieht. Ich wollte nicht, dass sie gebrochen wird.“ Deshalb versuchen die Laris, sich nicht permanent mit solch negativen Dingen und dem Druck im Leistungssport zu beschäftigen.

„Wenn sie einen harten Tag hatte, stand ihr der Stress ins Gesicht geschrieben”, berichtet Zahras Mutter. „Meine Aufgabe ist es, negative Gedanken abzuhalten, sie zum Lachen zu bringen und gemeinsam etwas Freizeit zu verbringen.“

Eine Herzenssache – Mädchen sportlich fördern

Während Zahra sich auf ihre Wettkämpfe vorbereitet, studiert sie gleichzeitig in Vollzeit und ist darüber hinaus Verfechterin des Sports in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie hält Vorträge an Schulen, um das Eislaufen bekannter zu machen und darüber aufzuklären, wie wichtig es ist, Mädchen sportlich zu fördern.

Es ist hier immer noch ein neuer Sport“, sagte sie. „Wir leben in einem Wüstenstaat und Eislaufen ist ein Wintersport, über den die Leute noch wenig wissen.“ Oft erntet sie verständnislose Blicke von Freunden oder Lehrern, wenn sie von ihrem Trainingsplan erzählt.

„Sie sagen: ‚Du machst das schon seit zehn Jahren, warum musst du immer noch üben?‘ Sie müssen denken, ich sei nicht besonders gut!“ Aber das ist sie. Und sie ist daran gewöhnt, immer besser zu werden, um eine der Besten zu sein. Egal wie sie bei den Wettkämpfen abschneidet, ihre Mutter wird immer ihr größter Fan sein.

„Kämpft für eure Rechte!“

„Am meisten macht mich nicht ihr Eiskunstlauf stolz. Ich bin stolz auf sie für das, was sie ist“, schwärmt Roquiya. „Sie ist eine Inspiration für alle Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt, die etwas jenseits der Grenzen erreichen möchten. Zahra inspiriert jeden dazu, für die eigenen Rechte und Fähigkeiten zu kämpfen. Und für einen Platz in der Welt, den jeder verdient.“

Für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang hat sich Zahra mit P&G zusammengetan, um Menschen auf der ganzen Welt zu ermutigen, sich gegenseitig durch die Augen einer Mutter zu sehen und Vorurteile zu überwinden.

Stell dir vor, die Welt sieht, was eine Mutter sieht.
#LiebeStattVorurteile

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