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Marvin und Zoe: Mateo ist da und verändert alles

Marvin und Zoe: Mateo ist da und verändert alles

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Bei unserem ersten Besuch war Zoe hochschwanger und der werdende Vater sehr aufgeregt. Ein Treffen viereinhalb Monate später.
Es ist halb vier am Nachmittag als Marvin im Wohnzimmer steht. Er schaut neugierig zum Sofa, auf dem seine Beiden liegen und fragt: „Na, wie war es heute?“ – „Total spannend“, sagt Zoe müde und gähnt. Marvin, der Berufsschule hatte und deshalb früher als sonst zu Hause ist, setzt sich erst zu seinem Kind, das mit Armen und Beinen nur so strampelt, dann zu ihr. Und Zoe erzählt Marvin, dass Mateo während ihres Rückbildungskurses nicht ganz durchgeschlafen habe und er ihr gebracht wurde; dass sie die Wäsche aus dem Trockenkeller schon hochgeholt hat und dass sie gegen Mittag wieder ihre Kinderwagen-Runde gedreht haben, da das Wetter ganz schön gewesen sei, zwar kalt, aber vor allem trocken.

Zwischen Glückshormonen und Schlafmangel

Zoe, Marvin und Mateo. Seit Ende September sind sie zu dritt; wie gewünscht, wie so sehr erhofft. Damit liegen Zoe und Marvin, beide erst 24 Jahre alt, weit unter dem Durchschnitt. Die meisten Frauen bekommen ihr erstes Kind mit 31 Jahren. Aber das stört die beiden nicht, im Gegenteil. Die Geburt ist gut verlaufen: „Als ich ihn auf dem Bauch hatte, war da sofort diese ganz große Liebe“, erzählt Zoe. Schnell ging es nach Hause, wo Freunde ihnen einen Willkommensgruß aus blauen Glitzerbuchstaben aufgehängt hatten, der nun die Tür zum wohlausstaffierten Kinderzimmer ziert.

Dann begann der Alltag. In der ersten Zeit schlief Mateo am besten, wenn es bäuchlings auf Zoes Bauch lag und dortblieb. Zoe lacht und sagt, sie habe gehört, dass Babys den ganzen Tag schlafen und nur kurz wach werden, wenn sie Hunger haben. Und dass man sein Kind generell überall mithinnehmen könne. Mateo hat aber anscheinend andere Pläne - nicht nur, dass lange Schlafperioden nicht so sein Ding sind, er will alles mitkriegen: „Von Anfang an war er, wenn er nur die Augen öffnete, wie angeknipst“, sagt Zoe. „Die erste Woche war ich voller Glückshormone, da habe ich den Schlafmangel gar nicht gemerkt und immer nur gedacht, das Kind muss doch schlafen!“, sagt sie.
Zwischen Glückhormonen und Schlafmangel

Große Pläne, viele Aufgaben

Das Gute war, dass Marvin nur in der ersten Woche arbeiten musste und danach drei Wochen Urlaub hatte. „Ich weiß nicht, wie ich das sonst geschafft hätte“, sagt er. Und meint damit, dass er seine Zeit gebraucht hätte, um sich auf das neue Leben einzustellen und die neuen Eindrücke zu sortieren. Denn ein Baby stellt das Leben der beiden Mittzwanziger natürlich etwas auf den Kopf. Die Herausforderung für Vater und Mutter besteht nun hauptsächlich daraus, herauszufinden, was Mateo gerade braucht – und das ist ein Vollzeitjob, auch für den Vater. Nicht so einfach, wenn man darin keine Erfahrung oder Routine hat. Aber ebenso auch einer, der total Spaß und den Abschied nicht ganz leicht macht: „Am Anfang war es eher komisch, weil ich Zoe nicht mit der ganzen Arbeit allein lassen wollte“, erzählt er. „Aber mittlerweile merke ich auch, was mir an Mateos Entwicklung alles entgeht, wenn ich erst am späten Nachmittag dazukomme.“
 Große Pläne, viele Aufgaben
Deshalb nutzen sie die Wochenenden: Erledigen am Samstag den Familieneinkauf, besuchen Marvins große Schwester mit ihren Kindern oder Freunde; oder Zoes Mutter schaut vorbei, die eine große Hilfe ist. Dass Zoe ihr Sozialpädagogik-Studium schnell wieder aufnimmt und abschließt, daran ist ehrlich gesagt nicht zu denken: Mateos geringes Schlafpensum von circa einer halben Stunde pro Schlafphase gibt das nicht her. Ein anderer Plan scheiterte ebenso: dass Marvin ihn mit abgepumpter Muttermilch füttert und Zoe so Zeit für sich hat. Doch bei Mateo keine Chance. Also freuen sie sich darauf, demnächst mit Brei zufüttern zu können, so dass Zoe unabhängiger wird und Marvin das Füttern übernimmt. Und bis dahin – durchhalten!

Herausforderungen: Ausbildung, Austausch, Auto

Für Marvin steht Anfang Mai seine Abschlussprüfung an. Und wenn er sie besteht, woran es keine Zweifel gibt, wird er von seinem Arbeitgeber übernommen. Was ihn sehr erleichtert, denn so kennt er alles und das Finanzielle ist auch geregelt. Aber Familie und Beruf, wie soll man das vereinbaren? Ein Plan: Elternzeit nehmen. Eine Idee: Stunden reduzieren. In welchem Umfang, darüber spricht er erst mit Zoe und dann mit seiner Firma. Das Unternehmen sei flexibel, wenn der Mitarbeiter sage, was er wolle – und genau das hat Marvin vor: „Ich möchte auf jeden Fall mit offenen Karten spielen.“ Er hofft natürlich, dass sie einen guten Kompromiss finden. Denn einerseits möchte er seine Freundin gerne bei der Kindererziehung unterstützen, seinen Sohn aufwachsen sehen und möglichst viel mitbekommen – anderseits möchte die junge Familie natürlich gern finanziell auf eigenen Beinen stehen und mit ihrem eigenen Geld auskommen.

Und was würde den Beiden helfen? „Ein Auto mit vier Türen!“, ruft Zoe. Dann wäre das mit dem Kindersitz nicht so ein Gewürge, denn der muss wegen des Airbags auf die Rückbank und darf nicht auf den Beifahrersitz. Und ein Austausch mit anderen Müttern wäre super, nur gibt es sowas am Rande Bielefelds leider nicht. Und leider hätten die anderen Mütter im Rückbildungskurs alle das zweite oder dritte Kind bekommen, sodass sie schnell nach Hause wollen, weil da genug Arbeit auf sie warte – deshalb haben sie wenig Interesse andere Mütter kennenzulernen. Aber gut, so ist das jetzt eben.

„So habe ich mir Familie immer vorgestellt“

Die ersten Monate haben sie heil überstanden, nach Marvins Prüfung geht er erstmal in den Urlaub. Jetzt, um 17 Uhr, nachdem Marvin Mateo gewickelt hat, schaut er, was zu tun ist: Sortiert die letzten Kontoauszüge und heftet sie ab, räumt den Geschirrspüler ein und die Wäsche weg, vielleicht staubsaugt er noch mal. Wenn der Kleine demnächst Brei bekommt, werden sie gemeinsam zu Abend essen: „Ich freue mich darauf, wenn wir dann zu dritt am Tisch sitzen – das ist mir wichtig, so habe ich mir Familie immer vorgestellt“, sagt er. Bei den beiden geht eben alles Schritt für Schritt – sie stellen sich nach und nach den Herausforderungen und wachsen daran.

Mateo ist nun doch eingeschlafen und Zoe legt ihn behutsam auf seinen Bauch. Dann greift sie sich vorsichtig ihr Tablet, liest Emails, während Marvin nebenan im Kinderzimmer räumt. Jetzt passiert nicht mehr viel, denn weder Mateo noch Zoe haben diese Nacht viel geschlafen. Wie aufs Stichwort fängt er an sich rekeln, beginnt zu muckern. Sie hebt ihn hoch, küsst ihn auf die Nase und sagt: „Das reicht doch nicht, dieses kurze Schläfchen!“ Aber Mateo sieht das anders.

Bei FamilienChancen begleiten wir Familien durch ihren Alltag. Sie stellen sich dabei kleinen und großen Herausforderungen und wachsen daran – sie sind Großfamilien, alleinerziehende Mütter oder Väter oder junge Eltern. Und ihre Geschichten sind spannend, individuell und mitten aus dem Leben. Zoe und Marvin haben uns mit in ihren Alltag genommen – und bewiesen, dass man vor allem als junge Familie täglich vor spannenden und aufregenden Herausforderungen steht. Aber diese und die weiteren Familienportraits beweisen ebenso auf eindrucksvolle Weise, dass Familie das wichtigste Team des Lebens ist.

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