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Mein Mann will eine offene Beziehung. Aber was will ich?

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Was passiert, wenn zwei Menschen lange zusammen sind und sich einer plötzlich nach mehr sexueller Offenheit sehnt? Soll man das Experiment wagen? Victoria hat bei der Sexualtherapeutin Susanna-Sitari Rescio nachgefragt und war erstaunt, was das Wichtigste ist, damit diese Beziehung gelingen kann.

Victoria: Stellen Sie sich vor, mein Partner würde nach einer offenen Beziehung fragen – obwohl wir jahrelang monogam gelebt haben: Ist dann bei uns etwas faul?

Susanna-Sitari Rescio: Das kann man pauschal nicht sagen. Zunächst einmal würde ich definieren, was Sie beide unter einer offenen Beziehung verstehen. Die „Polyamorie“, wie wir Sexualtherapeuten sie nennen, bedeutet, dass sich zwei Partner bewusst und offen sagen: Wir möchten Sexualität auch mit anderen Menschen leben. Dabei werden bestimmte Vereinbarungen getroffen. Sie sehen, es hat nichts mit Heimlichkeiten zu tun.


Susanne-Sitari Rescio ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und leitet das SoHam-Institut  in Hamburg. Dort können sich Frauen, Männer und Paare zu sexuellen Fragen beraten lassen. Es werden zudem Fortbildungen in Sexualberatung sowie Workshops angeboten.
Portrait-Bild von Susanna-Sitari Rescio, Credit: F. Fleuchhaus

Wer glücklich ist, kann sich öffnen

Fremdgehen mit Erlaubnis?

Sie haben eine andere Sichtweise. Wissen Sie, was Paare brauchen, die eine glückliche, offene Beziehung leben möchten?

Nein ...

Sie haben sich für eine offene Beziehung entschieden, weil ihre Partnerschaft reich ist. Weil beide emotional und sexuell miteinander glücklich sind, aber eben noch ein Stück Neugierde übrig geblieben ist. Wer in der Liebe und beim Sex einen Mangel spürt, für den ist diese Form nicht geeignet. Die Gefahr, dass die Beziehung zerbricht, ist dann zu groß.

Muss eine offene Beziehung also immer ausgeglichen sein?

Ja und Nein. Beide sollten aber zustimmen, zum Beispiel auch Paare, die nicht mehr miteinander schlafen, aber zufrieden damit sind. Sie geben sich die Erlaubnis, das mit anderen auszuleben. Oder ein Partner hat beschlossen, dass für ihn Sexualität keine Rolle mehr spielt und möchte, dass der andere noch Sex hat.

Wer nun aber einen Mangel entdeckt, der sollte diesen in seiner Beziehung klären, oder?

Ja, ansonsten könnte es sehr explosiv werden, wenn einer trotzdem seine Wünsche auslebt.

Fest definierte Regeln sind wichtig

Gibt es etwas, worauf Paare achten müssen, die sich auf eine offene Beziehung einlassen wollen?

Es ist nicht ratsam, ohne ein Sicherheitsnetz aus Vereinbarungen anzufangen. Heißt eine offene Beziehung für uns, dass wir ab und zu einen One-Night-Stand haben und danach wieder nach Hause kommen? Oder dürfen wir beide eine Nebenbeziehung pflegen? Genau diese Details bespreche ich mit dem Paar, bis beiden klar geworden ist, worauf sie sich einlassen wollen und können.

Meine Empfehlung ist auch, Schritt für Schritt loszulegen. Genauso wichtig ist es, gemeinsame Paarrituale zu behalten. Was macht uns als Paar stark? Welche schönen Dinge bewahren wir uns?

Eine Tantra-Gruppe kann ein Einstieg sein

Nicht nur die neuen Erfahrungen, auch die alten sind entscheidend?

Richtig. Das Paar öffnet sich nicht nur, es macht auch klar, wie es sich nach außen abgrenzt. Dazu passt auch meine dritte Empfehlung: Tabus sollten bleiben. Mit den neuen Sexpartnern sollten beispielsweise Orte gemieden werden, die für das Hauptpaar wichtig sind. Das kann das Lieblingsrestaurant oder die Bar sein, in die man immer geht.

Wer jetzt merkt, dass ihn das Thema reizt, aber sich noch nicht traut: Gibt es „weichere“ Alternativen zur offenen Beziehung?

Ja, ein Swingerclub oder Tantra-Gruppen wären auch ein guter Einstieg. Dabei kann ein Paar allmählich bei einem gemeinsamen Erlebnis die Zweisamkeit öffnen und damit experimentieren.


Susanna-Sitari Rescio - Sex und Achtsamkeit, J. Kamphausen Mediengruppe, 250 Seiten, 16,95 Euro


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