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Träumen Sie auch von besserem Sex?

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Lieber Sex, geht da noch was? Das ist eine Frage, die viele Menschen in langjährigen Beziehungen von Zeit zu Zeit umtreibt. Wir fragen die Sexualtherapeutin Susanna-Sitari Rescio, was guten Sex ausmacht.

for me: Alle reden vom „Mindblowing-Sex“, also vom Sex, der den Verstand wegpustet. Ihrer Erfahrung nach – haben ihn viele Frauen?

Susanna-Sitari Rescio: (lacht) Die Menschen, die in meine Praxis kommen, kämpfen eher mit anderen Problemen.

for me: Warum ist der Sex in unserem Leben nicht so, wie wir ihn haben wollen?

Susanna-Sitari Rescio: Ich würde sagen, der Einfluss der Medien in den letzten zehn, zwanzig Jahren hat viel verändert. Erotische Filme, Hollywood-Streifen und Bücher haben eine extrem überhöhte, idealisierte Vorstellung aufgebaut, was Sex ist oder sein könnte. Real ist es immer ein Kompromiss zwischen zwei Menschen. Er zeigt, was gerade möglich ist. Das ist selten explosiv.

Susanne-Sitari Rescio ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und leitet das SoHam-Institut  in Hamburg. Dort können sich Frauen, Männer und Paare zu sexuellen Fragen beraten lassen. Es werden zudem Fortbildungen in Sexualberatung sowie Workshops angeboten.
(Portrait-Bild von Susanna-Sitari Rescio, Credit: F. Fleuchhaus)

Sex hängt von den Emotionen ab

for me: Bedeutet das, dass wir unsere Erwartungen runterschrauben müssen?

Susanna-Sitari Rescio: Bei den Menschen in meiner Praxis versuche ich das. Sie schaffen nur einen Druck, der nicht gut ist. Intensiver Sex ist ein Highlight, nicht etwas, was man jeden Tag hat. Etwas anderes ist es, wenn jemand das Gefühl hat, sein Potenzial noch nicht erschöpft zu haben, weil es körperlich nicht klappt. Orgasmusprobleme, Schwierigkeiten, feucht zu werden – das wären Beispiele.

for me: Was raten Sie bei solchen Problemen?

Susanna-Sitari Rescio: Zu gucken, warum das so ist. Manchmal sind einfach bestimmte Voraussetzungen nicht geschaffen. Wenn für eine Frau die Beziehung – aus welchem Grund auch immer – nicht stimmig ist, wieso sollte dann der Sex fantastisch sein? Ich würde sagen, in diesem Fall braucht sich eine Frau nicht unter Druck setzen, weil sie sich sexuell nicht einlassen kann. Wenn das Herz blockiert, kann man körperlich auch nicht loslassen.

for me: Und wenn die Gefühle gut sind ...

Susanna-Sitari Rescio: Dann gibt es vielleicht ein anderes Hindernis. Oft sind es auch tieferliegende Gründe in der psychosexuellen Entwicklung des Menschen. Oder es liegt eine eingeschränkte Erregungsmodalität vor. 

Finden Sie heraus, was Sie erregt

for me: Können Sie Erregungsmodalität erklären?

Susanna-Sitari Rescio: Es bedeutet, dass ich weiß, was mich selbst erregt und was nicht. Worauf springe ich an? Wenn eine Frau sich nicht kennt, kann sie der Partner nicht vollständig befriedigen. Meine Empfehlung ist, sich selbst mehr zu erforschen, sich zu trauen, zu experimentieren. Oder man wird aktiver und entwickelt Fantasien.

for me: Erfüllender Sex ist also nicht etwas, was ich nur mit dem Partner lerne?

Susanna-Sitari Rescio: Nein. Fangen Sie lieber bei sich selbst an. Sie können die Dinge anders machen.

Simulieren Sie die Veränderung

for me: Aber wenn ich mich nicht traue, meinem Partner davon zu erzählen?

Susanna-Sitari Rescio: Wer zu große Angst davor hat, kann sich seine Wünsche auch erst einmal vorstellen. Das Gehirn kann nicht unterscheiden, was Fantasie und was real ist. Wenn eine Frau beispielsweise beim Sex aktiver sein möchte, führt sie sich so lange dieses Bild vor Augen, bis sie irgendwann den Mut dazu hat. Es klappt.


Susanna-Sitari Rescio hat ein Buch über ihre Arbeit geschrieben: Sex und Achtsamkeit , J. Kamphausen Mediengruppe, 250 Seiten, 16,95 Euro.

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