Vitamine – warum die Nährstoffe so wichtig für uns sind

Gesundheit & Wellness
2/06/2020
Klar ist, dass Menschen Vitamine brauchen. Aber was sind Vitamine überhaupt, und was bewirken sie im Körper? Hier gibt’s Antworten.

"Du brauchst aber doch Vitamine!" Fast jeder von uns hat diesen Satz als Kind regelmäßig gehört, und zwar als Reaktion auf die konsequente Gemüse-Verweigerung. Doch auch wenn uns heute vitaminreiche Nahrungsmittel deutlich besser schmecken – wie steht es um das Wissen über die besagten Nährstoffe? Wir geben Ihnen einen Überblick, was Vitamine draufhaben und warum wir auf eine ausreichende Versorgung achten sollten.

Was sind eigentlich Vitamine?

Vitamine sind Nährstoffe, die unser Körper dringend benötigt. Allerdings kann er diese bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst synthetisieren. Deshalb müssen wir sie von außen durch die Ernährung zuführen. Vitamin D ist die Ausnahme – mithilfe von Sonnenlicht könnte es in der Haut in ausreichender Menge synthetisiert werden. In unseren Breitengraden ist dies jedoch in den sonnenarmen Monaten nicht immer möglich.

Im Gegensatz zu Mineralsalzen oder Spurenelementen, die mineralischen Ursprungs sind, handelt es sich bei Vitaminen um organische Moleküle – damit sind solche gemeint, die auf Kohlenstoff basieren. Der tägliche Bedarf an den einzelnen Vitaminen schwankt zwischen weniger als einem und mehreren Milligramm: Vitamine sind sogenannte Mikronährstoffe. Ein und dasselbe Vitamin kann übrigens an ganz unterschiedlichen Körperfunktionen beteiligt sein.

Welche Vitamine gibt es?

Man unterscheidet zunächst zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen. Fettlösliche Vitamine können an verschiedenen Orten im Körper gespeichert werden. Wichtige Vitaminspeicher sind zum Beispiel die Leber und das Fettgewebe. Wasserlösliche Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin B1 werden kaum im Körper gespeichert.

Es gibt insgesamt 13 verschiedene Vitamine:
  • 4 fettlösliche Vitamine: Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K,
  • 9 wasserlösliche Vitamine: Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Biotin, Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin C

Welche Vitamine sind lebenswichtig?

Die Antwort ist einfach: Alle 13 Vitamine sind lebenswichtig. Denn je nach ihrer spezifischen Funktion sind Vitamine an Wachstumsprozessen, der Zellteilung- und -differenzierung sowie dem Erhalt der Körperfunktionen beteiligt.

Wie wirken Vitamine im Körper?

Die Rolle der einzelnen Vitamine im Organismus wird durch die Wissenschaft immer besser erforscht. Heute weiß man:
  • Jedes Vitamin hat mehrere Aufgaben.
  • Mehrere Vitamine können in ein und demselben Stoffwechselprozess wirken.
  • Manche Vitamine arbeiten zusammen, zum Beispiel Vitamin C, E und A.
Eine kleine Übersicht über die Vitamine und ihren Nutzen:
  • Vitamin A trägt zum Erhalt der normalen Sehkraft bei, denn im Auge wird aus Vitamin A Rhodopsin (Sehpurpur) aufgebaut. Außerdem trägt es zur Differenzierung der Zellen bei. Es spielt eine entscheidende Rolle für den Erhalt der Haut- und Schleimhautzellen und für die Funktion des Immunsystems.
  • Der Vitamin-B-Komplex umfasst die acht Vitamine der Gruppe B. Dazu gehören Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6 (Pyridoxin), Biotin, Folsäure und Vitamin B12 (Cyanocobalamin). Jedes einzelne der B-Vitamine trägt entscheidend zum reibungslosen Ablauf der Körperfunktionen bei.
  • Vitamin C erleichtert die Eisenaufnahme. Es trägt zu einer gesunden Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C wird manchmal auch als Antioxidans bezeichnet: Indem es die freien Radikale neutralisiert, trägt es dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Vitamin D wird für die Calciumaufnahme im Darm benötigt. Außerdem sorgt es dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird. Auch trägt es zu einer gesunden Funktion des Immunsystems bei.

Wie gut sind wir mit Vitaminen versorgt?

Eine ausreichende Vitaminversorgung ist am besten durch eine vollwertige Ernährung zu erzielen, die wesentlich aus pflanzlichen (Getreide, Gemüse, Obst) und zu einem kleineren Teil aus tierischen Lebensmitteln (Milch, Fisch, Eier und wenig Fleisch) besteht. Bei unausgewogener Ernährung, extremen Kostformen oder aufgrund besonderer Lebensumstände kann es jedoch zu Versorgungslücken kommen. Dies hat die Nationale Verzehrsstudie II gezeigt:
  • Vitamin E: 48 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen erreichen nicht die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin E.
  • Folsäure: 79 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen nehmen nicht genug Folat/Folsäure auf.
  • Vitamin B12: 8 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen sind suboptimal mit Vitamin B12 versorgt.
  • Vitamin C: 32 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen bleiben unter dem Referenzwert für die tägliche Zufuhr an Vitamin C.
  • Vitamin D: Nur ca. 40 Prozent der Erwachsenen sind ausreichend mit Vitamin D versorgt.

Wann ist die Einnahme von Vitaminen sinnvoll?

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist wichtig, um seinen Vitaminbedarf zu decken. Die Vitaminzufuhr kann bei unausgewogener Ernährung oder Diäten wie Abnehmkuren oder bei Veganern (Vitamin B12) reduziert sein. Vitaminhaltige Nahrungsergänzungsmittel können zur Unterstützung eingenommen werden.

Vitamin D, das sogenannte Sonnenvitamin, wird größtenteils über körpereigene Synthese in der Haut bei Sonnenexposition gewonnen und nur zu einem geringeren Anteil aus der Nahrung. Im Winter oder wenn nur wenig Zeit draußen verbracht wird, kann es daher eher zu einer Vitamin-D-Unterversorgung kommen. Eine zusätzliche Zufuhr kann dann sinnvoll sein.

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