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Was Sie über Brustkrebs-Vorsorge und Risikofaktoren wissen sollten

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Jede von uns hat sich schon einmal mit dem Thema Brustkrebs auseinandergesetzt. Dabei stoßen wir aber nicht nur auf hilfreiche Antworten, sondern oft auch auf neue Angstmacher. Victoria beantwortet die häufigsten Fragen und räumt mit Mythen auf.

Wie kann ich mein Brustkrebs-Risiko aktiv senken?

Bewegungsmangel, Übergewicht und eine fettreiche Ernährung begünstigen Brustkrebs. Daher sollten Sie auf Fitness, ausgewogene Lebensmittel und ein gesundes Gewicht achten. Auch übermäßigen Alkoholkonsum und Rauchen sollten Sie vermeiden. Eine Änderung des Lebensstils ist zwar keine Garantie, niemals Tumoren zu entwickeln. Dennoch kann das Risiko erheblich gesenkt werden.

Kann man Brustkrebs durch bestimmte Ernährungsformen vorbeugen?

Durch Faktoren wie etwa UV-Strahlung oder Luftverschmutzung gelangen sogenannte freie Radikale in unseren Körper und können dort Zellschäden anrichten, die mitunter zu Krebs führen. Diese Belastung lässt sich dank reichlich Obst und Gemüse reduzieren, denn das Immunsystem wird gestärkt. Demnach kann eine ausgewogene Ernährung dazu beitragen, das Brustkrebs-Risiko zu senken. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) warnt Brustkrebs-Patientinnen jedoch vor einseitigen oder unausgewogenen Ernährungsempfehlungen: Bislang gebe es keine „Krebsdiät", die eine bestehende Tumorerkrankung nachweislich beeinflusst.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken?

In Deutschland erhalten jährlich rund 75.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit jedem Lebensjahrzehnt. Mit 65 Jahren ist das Brustkrebs-Risiko am höchsten, ab 75 Jahren nimmt es wieder ab. Laut der Berliner Charité ist Brustkrebs mit rund 28 % die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Wie macht sich Brustkrebs bemerkbar?

Im Anfangsstadium verursacht Brustkrebs in der Regel keine Schmerzen. Daher ist die Früherkennung so wichtig. Sollten Ihnen folgende Veränderungen an der Brust auffallen, zögern Sie nicht, Ihren Frauenarzt zu Rate zu ziehen, um die Ursachen abzuklären:

  • Knoten in der Brust: Beim Abtasten können kleine Verhärtungen in der Brust auffallen, die Sie immer untersuchen lassen sollten. Keine Sorge - nicht jeder Knoten bedeutet Brustkrebs.
  • Veränderungen der Brust: Wenn Sie Entzündungen und Hautveränderungen bemerken bzw. dass Ihre Brustwarze sich einsenkt oder gar Sekrete austreten, sollten Sie dies vom Facharzt wie etwa Ihrem Gynäkologen abklären lassen. Ein neu auftretender Größenunterschied oder ein ungleiches Verhalten der Brüste beim Heben der Arme gilt ebenfalls als Warnsignal für Brustkrebs.
  • Geschwollene Lymphknoten: Bei Schwellungen und Knoten in der Achselhöhle kann es sich um Lymphknoten-Metastasen handeln. Schwellungen können aber auch bei Infektionen auftreten und harmlos sein.

Wie oft muss ich zur Vorsorgeuntersuchung gehen?

Frauen ab 30 sollten mindestens einmal im Jahr zum Frauenarzt gehen, um Brust und Achselhöhlen auf Knoten abtasten zu lassen. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust), die sie wahrnehmen sollten.
Untersuchen Sie sich zudem regelmäßig selbst: Eine Anleitung zum Abtasten der Brust finden Sie bei uns.

Ist es wahr, dass die Größe der Brüste Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko hat?

Generell erkranken Frauen mit großen Brüsten nicht häufiger an Brustkrebs. Jedoch wird durch die ungleiche Verteilung von Drüsen- und Fettgewebe das Abtasten erschwert. Daher kann es passieren, dass Knoten bei ungünstiger Lage erst später entdeckt werden.

BHs und Deos fördern die Entstehung von Brustkrebs - stimmt das?

Immer wieder kursieren Gerüchte rund um das Thema Brustkrebs. So sollen zu enge oder Bügel-BHs das Brustkrebs-Risiko steigern, indem sie die Lymphbahnen abklemmen. Das DKFZ gibt Entwarnung: Aus medizinischer Sicht haben BHs keinerlei Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko.

Auch einige Deos stehen in der Kritik: Tumoren sitzen in der Brust oft etwas weiter außen in Richtung der Achselhöhle - kein Wunder, dass dies mit aluminiumhaltigen Antitranspiranten assoziiert wird. Denn in mehreren Fällen wurde Aluminium in Brustkrebstumoren gefunden. Doch ob sich das Leichtmetall später eingelagert hat oder der Tumor erst dadurch entstanden ist, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Die meisten Studien sprechen allerdings gegen einen Zusammenhang.


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