Haushaltswissen: Wie funktioniert eigentlich Spülmittel?

Haushaltswissen: Wie funktioniert eigentlich Spülmittel?

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Sauberes Geschirr, wenig Aufwand – das wünschen wir uns vom Spülmittel. Aber wie funktioniert das eigentlich und was gibt’s zu beachten?
Auch mit Spülmaschine im Haushalt, ganz ohne geht es meistens nicht: Geschirrspülmittel. Ob feines Porzellan oder Glas, die beschichtete Pfanne oder der Mixeraufsatz – irgendetwas ist immer zu empfindlich für den Maschinenspülgang. Und wo es keine Spülmaschine gibt, schmeißen Spüli, Schwamm und Bürste gleich den gesamten Abwasch. Aber wie wirkt Handspülmittel eigentlich, wie viel braucht man und wie bekommt man das Geschirr möglichst effizient sauber? Wir verraten’s!

Geschirrspülmittel – was ist das?
Stichwort Fettlösekraft: Wie wirkt Geschirrspülmittel?
Klassisches Spülmittel vs. Konzentrat – diese Geschirrspülmittel gibt es
Geschirrspülmittel – die richtige Dosierung
Geschirrspülmittel richtig anwenden – und dabei sparen!
Umwelt & Haut: Verträglichkeit von Spülmittel

Geschirrspülmittel – was ist das?

Geschirrspülmittel gibt es schon seit 1958. Seitdem ist es sein Job, gebrauchtes Geschirr, Töpfe und Pfannen wieder sauber zu kriegen. Die Inhaltsstoffe sind daher optimiert, um Essensreste zu lösen – meist Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Die Fette spielen dabei die größte Rolle, da sie kaum wasserlöslich sind.
  • Die wichtigsten Bestandteile von Spülmittel sind deshalb Tenside, die das Fett lösen und es im Wasser binden. Je nach Produkt sind diese meist in einer Konzentration von 5–40 % enthalten.
  • Alkohole und Salze verbinden die Inhaltsstoffe miteinander für die Konsistenz des Spülmittels.
  • Aufgrund des hohen Wasseranteils enthalten die meisten Spülmittel zudem Konservierungsstoffe, die es haltbar machen.
  • Parfümstoffe verhindern unangenehme Gerüche beim Spülen.
  • Einige Spülmittel enthalten zudem rückfettende Substanzen, um die Haut zu schonen.
Sie möchten es noch genauer wissen? Dann schauen Sie sich an, welche Inhaltsstoffe in Fairy stecken und warum.

Stichwort Fettlösekraft: Wie wirkt Geschirrspülmittel?

Ein Tropfen Spüli ins Wasser und die angebackene Kruste löst sich? Ein genauerer Blick auf die Tenside erklärt, warum das funktioniert:
  • Tenside sind Moleküle, welche die Oberflächenspannung von Wasser verringern und dadurch bewirken, dass Wasser und Fett sich vermischen.
  • Tensidmoleküle bestehen aus zwei Teilen: Während der eine Teil sich mit dem Wasser verbindet, verbindet der andere Teil sich mit dem Fett. Auf diese Weise zersetzen die Moleküle das Fett zu kleinen Tröpfchen und lösen es so von Pfannen und Geschirr.
  • Tenside stecken übrigens auch in anderen waschaktiven Substanzen wie Waschmittel oder Shampoo.
  • Auf der Spülmittelpackung erkennen Sie Tenside beispielsweise an Bezeichnungen wie Natrium Laureth Sulfat, Natriumlaurylsulfat oder Lauraminoxid.

Klassisches Spülmittel vs. Konzentrat – diese Geschirrspülmittel gibt es

Trotz einer ganzen Reihe von Sorten wirken Spülmittel grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip. Unterschiede gibt es jedoch bei Inhaltsstoffen sowie ihrer Zusammensetzung und Konzentration – die Wirkkraft kann also durchaus variieren. Wie viel Spülkraft in einem Spritzer steckt, entscheidet vor allem der Tensidanteil.
  • Klassisches, unkonzentriertes Spülmittel enthält in der Regel 5–25 % Tensidanteil und einen höheren Wasseranteil. Sie werden meist in größeren Flaschen verkauft und mit „Original“ gekennzeichnet.
  • Spülmittel-Konzentrate wie das Fairy Original Ultra Plus Konzentrat sind durch ihren höheren Tensidanteil von 25–40 % besonders wirksam und somit deutlich ergiebiger als klassisches Spülmittel. Erkennbar sind Spülmittelkonzentrate an der kleineren Flasche sowie an der Kennzeichnung „Konzentrat“. Die dickflüssigere Konsistenz verhindert versehentliche Überdosierung. Die kompaktere Verpackung spart übrigens nicht nur Schlepperei beim Einkauf und Platz in der Küche, sondern minimiert auch den Verpackungsmüll.
  • Weitere Varianten sind Spülbalsam, der zusätzlich hautpflegenden Substanzen wie Aloe vera enthält, oder Bio-Spülmittel, das mit Zuckertensiden oder Fettalkoholsulfaten reinigt.

Geschirrspülmittel – die richtige Dosierung

Auch wenn der Abwasch wüst aussieht, Spülmittel wird fast immer überdosiert – dabei genügt eine Flasche Spülmittelkonzentrat oft für mehr als hundert Anwendungen. Folgende Dosierungen sind für Spülmittelkonzentrat ein guter Richtwert:
  • Normal verschmutztes Geschirr wird bereits sauber mit zwei bis vier Millilitern auf fünf Liter Wasser – das entspricht etwa einem Teelöffel.
  • Bei stärkerer Verschmutzung erhöhen Sie die Dosierung auf fünf Milliliter – etwa 1,5 Teelöffel.
  • Geht es um richtig verkrustete Pfannen und angetrocknete Essensreste, geben Sie 1,5 Teelöffel auf einen Liter Wasser.
Unkonzentriertes Spülmittel, Spülbalsam und Bio-Spülmittel sollten etwas höher dosiert werden: bei normaler Verschmutzung etwa 5 Milliliter auf fünf Liter Wasser, bei stärkerer Verschmutzung entsprechend mehr.

Geschirrspülmittel: junges Paar beim Abwasch  Geschirrspülmittel: Hände spülen einen Teller mit Spülmittel

Geschirrspülmittel richtig anwenden – und dabei sparen!

Auch beim Spülen selbst gibt’s Sparpotenzial, nämlich an Wasser, Energie, Zeit und damit auch an Geld. Mit diesen Tipps klappt’s:
  • Entsorgen Sie Speisereste im Mülleimer: So halten Sie das Spülwasser länger sauber und verhindern, dass der Abfluss verstopft und Ratten aus der Kanalisation angelockt werden (Ja, das ist tatsächlich möglich!).
  • Einweichen: Weichen Sie Verkrustetes und Eingebranntes zunächst mit wenig Spülmittel in warmem Wasser ein, damit sich der Schmutz löst. So vermeiden Sie, dass empfindliche Teile durch Schrubben beschädigt werden.
  • Im Spülbecken spülen: Spülen unter fließendem Wasser verbraucht mehr Wasser, Energie und Spülmittel. Sammeln Sie schmutziges Geschirr und waschen Sie es in einem halbgefüllten Spülbecken mit heißem Wasser.
  • Erst das Wasser, dann das Geschirr ins Becken geben: So lässt sich Überdosierung leichter vermeiden. Auch wenn es andersherum so schön schäumt und die Versuchung groß ist, mehr Schaum durch mehr Spüli zu zaubern – außer Flecken beim Trocknen bringt er nichts.
  • Gläser zuerst spülen: Reinigen Sie zuerst weniger verschmutztes Geschirr wie Gläser und Besteck und arbeiteten Sie sich zu den stärker verschmutzten Teilen vor.
  • Mit kaltem Wasser abspülen: Mit einem leistungsstarken Spülmittel wie dem Fairy Mandarine & Ingwerblüte Ultra Konzentrat sind niedrige Temperaturen kein Problem – und Sie sparen Energie.
  • Lufttrocknen: Indem Sie Ihr Geschirr im Abtropfgestell trocknen lassen sparen Sie Zeit und müssen Ihre Geschirrtücher seltener waschen.
  • Hygiene beachten: Lassen Sie Geschirrtücher, Lappen und Schwamm immer gut trocknen, wechseln Sie sie nach einer Woche und waschen Sie Geschirrtücher bei 60 Grad – so haben Keime keine Chance.

Haut & Umwelt: Verträglichkeit von Spülmittel

Auch wenn Spülmittel gründlich auf ihre Hautverträglichkeit getestet werden, können sie die Haut reizen. Wenn Sie zu empfindlicher und trockener Haut neigen, tragen Sie beim Spülen Gummihandschuhe und benutzen Sie Spülmittel generell nicht zum Händewaschen.

In der EU gilt die Vorschrift, dass Tenside in Reinigungs- und Waschmitteln sich innerhalb von 28 Tagen abbauen müssen. Dennoch sollte Spülmittel immer sparsam verwendet werden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Das Fairy Original Ultra Plus Konzentrat in der Villarriba Edition punktet in Sachen Sparsamkeit ganz besonders und wurde für seine hohe Reinigungsleistung sogar von Ökotest ausgezeichnet*.

Haben Sie noch mehr Tipps rund ums Spülmittel für uns? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!

* Ausgabe 06/2018, im Test: Fairy Ultra Plus Konzentrat Villariba Edition Original, 450 ml

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