Wald und Wasser: Ein echtes Dreamteam

Haus & Garten
1/09/2021

Wasserhahn oder Dusche aufdrehen – und schon fließt wunderbar klares Wasser heraus. Für uns ist das selbstverständlich. Aber wusstest du, dass dieses Wasser meist aus Waldgebieten gewonnen wird? Wälder sind nicht nur unsere Sauerstoff-Lieferanten Nummer eins, sie reinigen auch unser Trinkwasser und sind der größte Süßwasserspeicher der Welt. Und nicht nur das: Was die Kombination aus Wald und Wasser so besonders macht und was Bäume mit unserem Grundwasser zu tun haben: Gleich lesen!

Der Wald: Wasserspeicher der Welt

Über 40 % der deutschen Wasserschutzgebietsfläche liegt in Wäldern. Dort hat die Wassergewinnung Vorrang vor der weiteren Bewirtschaftung der Fläche. Denn die Qualität des gesammelten Trinkwassers steht und fällt mit der Art und Weise, wie ein Wald bewirtschaftet wird – und ob er gesund ist. Lichten sich die Baumkronen, verdorren Bäume und Sträucher, wird zu viel Waldfläche gerodet oder durch Stürme beschädigt, wirkt sich dies direkt auf das Grundwasser aus.
Aber wo speichert der Wald das Wasser?

  • Im Wald befindet sich das Wasser nicht nur in Seen, Bächen, Tümpeln oder Flüssen, sondern vor allem unter der Erde – bis zu 200 Liter Wasser können sich bereits unter einem Quadratmeter Waldboden verstecken. Bei einem Hektar Waldboden sind das bis zu drei Millionen Liter.
  • Das Wasser bahnt sich bei Regen seinen Weg durch Baumkronen, Sträucher und die Bodenschichten.
  • Der Waldboden gibt das Wasser nach und nach ins Grundwasser ab. Es ist dann besonders sauber und eignet sich zur Trinkwassergewinnung.
  • Zudem speichert der Waldboden Wasser viel besser als Felder, Wiesen oder andere Flächen. So senken Wälder auch das Risiko von Überschwemmungen deutlich, da große Wassermassen im Waldboden versickern und dort gespeichert werden.

Wie reinigt der Wald das Wasser?

  • Der Waldboden saugt das Wasser auf wie ein Schwamm und gibt es erst nach und nach ins Grundwasser ab – das sorgt für eine bessere Reinigung.
  • Der Humus in den ersten zehn Zentimetern des Bodens sowie der Mineralboden im Wald sind durchzogen von kleinen Gängen, Tunneln, Poren und Hohlräumen. Darin sammelt sich das Wasser aus der Umgebung.**
  • Bäume, Pilze sowie Mikroorganismen reinigen das Wasser ganz natürlich.
  • Erst nach diesen Vorgängen gelangt das Sickerwasser ins Grundwasser.
  • Eine weitere Reinigung ist meist nicht nötig, da im Wald keine Dünger oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.
  • Im Gegensatz dazu: Grundwasser, das sich beispielsweise unter Feldern sammelt. Wenn dort wachsendes Gemüse oder Getreide chemisch behandelt wird, dringen diese Substanzen auch ins Grundwasser ein – das Wasser muss dann zunächst aufwendig gereinigt werden, bevor wir es trinken können.
  • Wasserwerke nutzen daher das Wasser aus Wäldern, um stärker belastetes Wasser zu verdünnen.

Kleiner See mit Boot in einem Wald in Brandenburg.

Baumarten im Wald: Wasserfilter aus der Natur

Sogar die Zusammensetzung der Baumarten ist im Wald fürs Wasser, seine Speicherung und Reinigung wichtig. Der Grund: Wälder mit Laubbäumen bilden mehr Grundwasser als solche mit Nadelbäumen, denn:

  • Laubbäume tragen rund fünf Monate im Jahr keine Blätter und verdunsten darauf kein Wasser. So wird mehr Grundwasser gespeichert als in einem Nadelbaumwald.*
  • Außerdem sorgen sie für eine bessere Filterung des Wassers, da ihr Boden sehr humusreich ist und mehr Stickstoff aufnimmt.
  • Zu guter Letzt leiten Laubbäume aufgrund ihrer trichterförmigen Aststruktur besonders viel Regenwasser am Stamm hinab – so gelangt das Wasser noch besser in den Boden.*

Schon gewusst? Auch aus diesen wichtigen Gründen setzt die Fairy FAIR-Initiative auf die Neupflanzung von Ulmen und Schwarzpappeln. Die stehen nicht nur auf der Roten Liste der bedrohten Arten, sondern sind eben auch Laubbäume. 15.000 neue Bäume sollen im Rahmen des Projekts in Deutschland gepflanzt werden – super für unser Trinkwasser! Du kannst mithelfen: Kaufe im Zeitraum vom 1. September bis 30. November Fairy Geschirrspülmittel – für jede verkaufte Flasche unterstützt Fairy die Arbor Day Foundation mit 1 Cent beziehungsweise 0,01 CHF. Rund 80.000 Euro sollen so für Baumneupflanzungen zusammenkommen.

* „Literaturstudie zum Thema Wasserhaushalt und Forstwirtschaft“ vom Öko-Institut für den NABU, https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/200915-nabu-wasserhaushalt_wald.pdf, zuletzt abgerufen am 17.08.2021, 11:43 Uhr.
** Naturwald Akademie gGmbH, https://naturwald-akademie.org/waldwissen/wissenschaft-und-politik-fuer-den-wald/unser-trinkwasserspeicher-der-wald/, zuletzt abgerufen am 17.08.2021, 12:08.