Nie wieder Zahnfleischentzündung: Was Sie dafür tun müssen

Gesundheit & Wellness
4/02/2020
Zahnfleischentzündung kann jeden treffen. Wir erklären die Ursachen und wie Sie sie mit Zahnpflege und Hausmitteln in den Griff bekommen.

Wenn der Biss in den Apfel rote Spuren hinterlässt, ist das ein sicheres Zeichen: Dem Zahnfleisch geht’s nicht gut. Auch wenn Zahnfleischbluten nicht wehtut, sollten wir es nicht ignorieren. Denn meistens steckt eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) dahinter – und die kann zu Zahnfleischrückgang führen. 

In der Regel lässt sich mit einfachen Mitteln gegensteuern. Wir erklären, warum sich Zahnfleisch entzündet, woran Sie eine Zahnfleischentzündung erkennen und geben Tipps zur Mundhygiene, Hausmitteln und Vorbeugung. Außerdem klären wir, worin der Unterschied zur Parodontose liegt.

Warum entzündet sich das Zahnfleisch?
Zahnfleischentzündungen vorbeugen: Mundhygiene & Zahnpflegetipps
Was kann man gegen Zahnfleischentzündung machen?
Zahnfleisch entzündet: Diese Hausmittel helfen
So essen Sie sich gesundes Zahnfleisch
Zahnfleischentzündung und Parodontose: Was ist der Unterschied?

Warum entzündet sich das Zahnfleisch?

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist eine Infektion des Zahnfleischs – dem Teil der Mundschleimhaut, der die Zähne umgibt. Die Ursache sind fast immer Bakterien, die durch mangelnde Mundhygiene oder kleine Verletzungen die Mundhöhle besiedeln können. Seltener sind Viren oder Pilze der Auslöser. Gesundes Zahnfleisch ist rosa, liegt fest am Zahn an und blutet nicht. Typische Anzeichen einer Zahnfleischentzündung sind:
  • Schwellungen
  • Rötungen
  • Mundgeruch
  • Zahnfleischbluten
Bei Rauchern ist entzündetes Zahnfleisch oft schwerer zu erkennen, da eine schlechtere Durchblutung es weniger leicht bluten lassen kann. Anfangs bleiben Zahnfleischentzündungen ohne Schmerzen. Unbehandelte, chronische Zahnfleischentzündungen gehen oft mit Zahnschmerzen und Zahnfleischrückgang einher.

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Zahnfleischentzündungen vorbeugen: Mundhygiene & Zahnpflegetipps

Eine gute Mundhygiene ist die Kampfansage Nummer eins gegen Zahnfleischentzündungen. Durch gründliches Putzen verhindern wir, dass sich Plaque – bakterielle Beläge – auf den Zähnen anlagert, die zu Zahnstein werden kann.

Und so gelingt die effektive Zahnpflege:
  • Putzen Sie die Zähne mindestens zwei Mal täglich jeweils drei Minuten lang – am besten eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten, um den Zahnschmelz nicht anzugreifen. Zahncremes mit Fluorid können den Zahnschmelz zusätzlich stärken.
  • Oft ist das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste, wie der Oral-B GENIUS 10100S, nicht nur effektiver, sondern auch schonender für das Zahnfleisch.
  • Bei empfindlichem Zahnfleisch verhindern Sie mit weichen Zahnbürsten oder Aufsteckbürsten, wie der Oral-B Sensi UltraThin Aufsteckbürste, Verletzungen beim Putzen.
  • Die Zahnzwischenräume sollten ebenfalls täglich gereinigt werden, damit sich dort das Zahnfleisch nicht entzündet – entweder mit Zahnseide, wie der Oral-B Pro-Expert Premium Zahnseide, oder . Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten, was für Ihre Zähne am besten geeignet ist.
  • Oft siedeln sich Bakterien auch auf der Zunge an. Mit einem Zungenschaber können Sie Beläge entfernen.
  • Eine Mundspülung reinigt und desinfiziert die Bereiche in Mund und Rachen, die mit der Zahnbürste nur schwer zugänglich sind.
Auch wenn wir ihn nicht lieben, der regelmäßige Zahnarztbesuch muss sein – und je öfter wir gehen, desto weniger tut es auch weh. Zwei Kontrollen pro Jahr übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen sind ebenfalls eine gute Vorbeugung gegen Zahnfleischentzündungen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob diese einen Zuschuss leistet.

Was kann man gegen Zahnfleischentzündung machen?

Am wichtigsten ist, dass Sie Ihre Zähne weiterhin gewissenhaft pflegen – auch wenn es Sie an einer Stelle schmerzt oder blutet. Schließlich sind meist Bakterien dafür verantwortlich, dass sich das Zahnfleisch entzündet. Beseitigen Sie diese, haben Sie gute Chancen, das Problem in den Griff zu bekommen.

Sollten die Beschwerden nach spätestens einer Woche nicht weg sein, ist ein Zahnarztbesuch allerdings unerlässlich. Ist die Zahnfleischentzündung bereits fortgeschritten, hilft ebenfalls nur der Zahnarzt. Er berät Sie, wie Sie die Entzündung loswerden und was Sie bei Zahnfleischrückgang tun können.

Zahnfleisch entzündet: Diese Hausmittel helfen

Zusätzlich zum gründlichen Putzen können Sie auf einfache Hausmittel bei Zahnfleischentzündungen zurückgreifen: Ingwertee hat eine starke antibakterielle Wirkung und kann als natürliche Mundspüllösung verwendet oder getrunken werden. Ebenfalls zum Gurgeln geeignet sind in Wasser gelöstes Teebaumöl (Vorsicht bei Allergien), Lavendelöl oder Apfelessig. Letzterer sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen gegurgelt werden. Entzündungshemmend sind außerdem Kamillentee und, ganz einfach, Gurgeln mit Salzwasser.

So essen Sie sich gesundes Zahnfleisch

Die richtige Ernährung stärkt die Zähne und kann Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Erfahren Sie, was für gesundes Zahnfleisch sorgt und was kontraproduktiv ist.
  • Sellerie und Äpfel: viele Ballaststoffe, wenig Säure
    Diese Lebensmittel sind wie eine natürliche Zahnreinigung: Das Kauen von Äpfeln oder Sellerie regt die Speichelproduktion an und hat eine reinigende Wirkung, wie bei einer Zahnbürste. Dadurch beugen Sie der Neubildung von Plaque vor – eine prima Voraussetzung für gesundes Zahnfleisch.
  • Grüner Tee
    Tee ist durch die Catechine eine Art von Wunderheilmittel für die Mundhygiene: Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken natürlich antibiotisch sowie antibakteriell und halten somit Zahnfleischentzündungen in Schach. Eine Studie aus Japan fand heraus, dass Menschen, die täglich eine oder mehrere Tassen grünen Tee trinken, später weniger mit Zahnausfall zu kämpfen haben.
  • Cranberry-Saft
    Die Hauptbestandteile dieser Beere verhindern die Neubildung von Säuren und Bakterien. Das bedeutet weniger Plaque, weniger Karies und gesundes Zahnfleisch!
  • Erdbeeren, Kiwis und Zitrusfrüchte
    All diese Früchte enthalten Vitamin C, was sich positiv auf Zähne und Zahnfleisch auswirkt. Zudem geben Sie dem körpereigenen Kollagen einen Schub und verzögern die natürliche Gelbfärbung der Zähne (verursacht durch Kaffee, Wein, Rauchen etc.).
  • Zwiebel
    Zwiebeln haben sehr starke antibakterielle Eigenschaften, vor allem, wenn sie roh gegessen werden. Ihr Geheimnis? Das Gemüse enthält eine Komponente, die schwefelbasierte Bakterien im Mund unschädlich macht. Das Ergebnis: weniger Zahnfleisch-Beschwerden, weniger Karies. Falls Sie rohe Zwiebeln nicht pur essen möchten, probieren Sie das Gemüse doch einmal im Salat. Natürlich können Sie es auch gekocht verzehren, was allerdings weniger effektiv ist als in rohem Zustand.
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Lieber fernhalten: Was Zahnfleischentzündungen begünstigt

  • Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke geben den schädlichen Bakterien „Futter“.
  • Rauchen schwächt die Abwehrkräfte, Entzündungen können weniger wirksam bekämpft werden.
  • Alkohol dehydriert den Mundraum, sodass der Speichel die schädlichen, entzündungsfördernden Bakterien nicht mehr wegspült.
  • Bei Säurehaltigem wie Säften, Limonaden oder Wein ist vor allem dann Vorsicht geboten, wenn der Zahnschmelz empfindlich oder angegriffen ist.
Zusätzlich zu einer gesunden Ernährung helfen ausreichend Schlaf und Bewegung sowie Stressvermeidung dem Immunsystem, auf Zack zu bleiben. Und mit einer funktionierenden Abwehr hat unser Körper natürlich auch bessere Karten gegen Entzündungen.

Zahnfleischentzündung und Parodontose: Was ist der Unterschied?

Was für Zahnärzte zwei verschiedene Erkrankungen sind, ist für Patienten schwer auseinanderzuhalten. Kein Wunder, geht doch die Zahnfleischentzündung der Parodontose (der Fachbegriff lautet „Parodontitis“) meist voraus und hat die gleichen sichtbaren Symptome.

Während die Zahnfleischentzündung allerdings nur das Zahnfleisch betrifft, ist bei der Parodontitis der gesamte Zahnhalteapparat betroffen. Mit fatalen Folgen: Langfristig droht Zahnverlust, außerdem wird Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung gebracht. Die Erkrankung ist dann also nicht mehr nur lokal, sondern schlägt sich auf den gesamten Körper nieder.

Im Stadium der Gingivitis ist die Entzündung vollständig reversibel, daher sollen diese Informationen Ihnen keinesfalls Angst machen. Sie zeigen dennoch, wie wichtig eine sorgfältige Zahnpflege ist.

Übrigens: Mit guter Zahnpflege kann man gar nicht früh genug anfangen – mit dem farbenfrohen Oral-B Zahnputzsortiment für Kinder macht's auch kleinen Zähneputzern Spaß!

Haben Sie Erfahrung mit Zahnfleischentzündungen oder Tipps, was hilft? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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