Sauber, keimfrei, anschmiegsam: Unterwäsche waschen – und zwar richtig

Haus & Garten
3/12/2021

Angenehm zu tragen und hygienisch rein – so sollte frische Unterwäsche sein. Wie Unterwäsche-Waschen am besten funktioniert, welches Waschmittel du brauchst und wie du deinen allerliebsten BH richtig waschen kannst, verraten wir dir hier!

Unsere Unterwäsche tragen wir täglich mehrere Stunden direkt auf der Haut. Deshalb steht die Hygiene an erster Stelle – ob bei Slips, Unterhosen, Unterhemden, BHs oder Socken. Doch je nach Textilart solltest du einige Besonderheiten beachten. Welche Unterwäsche bei wieviel Grad waschen? Was ist besser, Unterwäsche mit der Hand waschen oder mit der Waschmaschine? Mit unserer Anleitung behandelst du deine Schmuckstücke schonend und wäschst sie hygienisch sauber!

Unterwäsche waschen: Sortieren ist die halbe Miete
Unterwäsche bei wieviel Grad waschen und mit welchem Waschmittel?
Geheimtipp: Energie sparen beim Unterwäschewaschen
BH richtig waschen: So wird er sauber und bleibt in Form

Unterwäsche waschen: Sortieren ist die halbe Miete

Unterwäsche sollte in der Regel täglich gewechselt und anschließend gewaschen werden. Wer vor dem Waschen richtig sortiert, ist auf dem richtigen Weg zu keimfreien Unterhosen und Socken, ohne dass die Textilien Schaden nehmen. Und so geht’s:

  • Weiße Unterwäsche separat waschen – also am besten immer von Buntwäsche trennen.
  • Empfindliche Stoffe und Baumwolle separat behandeln.
  • Einige feine Textilien, wie Dessous und BHs, sind möglicherweise nur mit Handwäsche waschbar. Im Zweifel auf das Pflegeetikett schauen.
  • Profi-Tipp: Socken und feine Unterwäsche vor dem Waschen auf links drehen, damit die Innenseiten besser durchgespült und von Hautschüppchen befreit werden.
     

Unterwäsche bei wieviel Grad waschen und mit welchem Waschmittel?

Welche Textilien du bei welcher Temperatur waschen kannst und welche Waschmittel für Unterwäsche geeignet sind, verrät dir diese Liste:

  • Weiße Baumwollunterwäsche verträgt problemlos eine Kochwäsche (90 oder 95 Grad) mit Vollwaschmittel.
  • Bei farbigen Unterhosen, Slips oder Unterhemden aus Baumwolle sollten 60 Grad nicht überschritten werden. Ein Colorwaschmittel erhält und pflegt die Farben.
  • Bei Unterwäsche aus Mischgewebe oder Spitzenunterwäsche entscheiden die Pflegehinweise auf dem Etikett. Optimal sind meist zwischen 30 und 40 Grad Waschtemperatur.
  • Bei besonders empfindlichen Textilien ist manchmal eine Handwäsche erforderlich.
  • Weichspüler tut fast allen Unterwäschetypen gut und macht sie weich und anschmiegsam. Wer empfindliche Haut hat, setzt auf hypoallergene, dermatologisch getesteten Produkte, wie den Lenor Weichspüler Sensitiv.
  • Und nicht vergessen: Nicht alle Textilien vertragen die Hitze eines Trockners.
     

Geheimtipp: Energie sparen beim Unterwäschewaschen

Auch bei niedrigen Temperaturen wird Wäsche strahlend sauber, du sparst damit Energie und Geld. Doch kann man so auch Unterwäsche hygienisch waschen? Laut der Experten und Expertinnen vom Umweltbundesamt reichen für das Unterwäschereinigen 30 Grad locker aus – das gilt übrigens auch für Socken. Denn bei dieser Temperatur werden bereits eventuelle Keime aus der Kleidung gespült. Zudem stammen die meisten Mikroorganismen von uns selbst und sind nicht krankheitserregend. Es gibt darüber hinaus kaltaktive Waschmittel, die bei niedrigen Temperaturen ergiebig sind, darunter das Ariel Colorwaschmittel Flüssig oder die Ariel All-in-1 PODS Color Farbschutz.

Anders sieht es allerdings bei stark verschmutzter Wäsche, bei der Unterwäsche eines kranken Familienmitgliedes oder bei einem Hausstauballergiker im Haushalt aus. Hier sorgt leider nur die 60-Grad-Wäsche bei Slips, Socken und Co. für hygienische Sauberkeit. Sind die Textilien für diese Temperaturen zu empfindlich, rückt notfalls ein Hygienespüler Keimen und Bakterien in der Unterwäsche zu Leibe.

Unterwäsche = Handwäsche? Dessous und Spitzenunterwäsche richtig behandeln

Besonders feine Dessous oder Feinstrümpfe freuen sich über eine Handwäsche mit Feinwaschmittel. Hat die Waschmaschine ein Handwaschprogramm, darf die feine Unterwäsche – auf links gedreht und/oder im Wäschenetz – auch in der Trommel landen und wird mit einem zusätzlichen Hygienespüler keimfrei. Aber Vorsicht: Nach der Wäsche nicht in den Trockner stecken! Das Gewebe könnte Schaden nehmen und die Form verlieren. Deshalb ist bei Handwäsche-Kandidaten Lufttrocknen angesagt.

BH richtig waschen: So wird er sauber und bleibt in Form

BHs waschen – aber wie? In der Regel reicht es aus, BHs nach zwei- bis viermal Tragen zu reinigen. Doch damit sie in Form bleiben und das Gewebe keinen Schaden nimmt, solltest du diese wichtigen Tipps beachten:

  • BHs werden meist bei einer Waschtemperatur von 30 Grad sauber.
  • Sie dürfen in die Waschmaschine, allerdings solltest du dazu ein Schonwasch- oder Handwaschprogramm auswählen. Im Zweifel helfen die Pflegehinweise auf dem Etikett weiter.
  • Sicher ist sicher: Bei der Wahl des Waschmittels machst du mit Feinwaschmittel in der Regel nichts falsch!
  • Damit BHs mit Cups in der Waschmaschine nicht zerdrückt werden, gib sie einfach in einer BH-Waschkugel in die Trommel. Für den BH mit Bügeln bietet sich in jedem Fall ein Wäschenetz an, um ihn und die Maschine ausreichend zu schützen. Die BH-Verschlüsse solltest du stets schließen und damit verhindern, dass sich andere Wäscheteile verhaken.
  • Auf keinen Fall in den Trockner: Möglichst flach und an der Luft trocknen lassen – so bleibt der BH in Form.
     

Spezialfall: Sport-Unterwäsche und -Socken waschen

Von Fahrradfahren bis Wandern – Profi- und Freizeitsportler kennen das Thema: Wie die verschwitzte Sport- und Funktionsunterwäsche richtig sauber waschen? Die Textilien bestehen aus Kunstfaser, Naturfaser oder einem Mix aus beiden und sorgen für ein angenehmes Klima auf der Haut: Sie halten bei Bedarf die Wärme auf der Haut oder kühlen, transportieren Feuchtigkeit ab und trocknen schnell. Damit diese Funktionen erhalten bleiben und du gleichzeitig in hygienisch reine Unterwäsche schlüpfen kannst, beachte am besten diese Tipps:

  • Die meiste Sportunterwäsche ist synthetisch und bei bis zu 30 oder 40 Grad im Schonwaschgang waschbar (Pflegeetikett beachten!).
  • Funktionsunterhosen, Unterhemden oder Socken mit Merinowolle am besten bei maximal 30 Grad in der Waschmaschine waschen und nur mit wenigen Umdrehungen schleudern. Da Merinowolle im Gegensatz zu anderer Wolle sehr pflegeleicht ist, ist ein Wollwaschgang oder gar Handwäsche meist nicht nötig.
  • Spezial- oder Feinwaschmittel reinigen das funktionale Gewebe von Schweißresten, erhalten die Dampfdurchlässigkeit und die Unterwäsche bleibt atmungsaktiv.
  • Bleichmittel (zum Beispiel in Vollwaschmittel) greifen die Fasern der Funktionsunterwäsche an, deshalb verzichte besser darauf!
  • Auch wenn du es flauschig magst: Bei Sportkleidung und -unterwäsche ausnahmsweise keinen Weichspüler verwenden, da dieser die Atmungsaktivität beeinträchtigen kann. Für einen frischen Duft sorgt dann Wäscheparfüm mit Antigeruchs-Technologie, wie die Lenor Unstoppables Active.
  • Auch Sportunterwäsche tut es in der Regel gut, an der Luft zu trocknen. Je nach Angaben auf dem Pflegeetikett können einige Teile jedoch auch im Trockner getrocknet werden.

Jetzt geht's rund in der Maschine! Da du nun weißt, wie du deine Unterwäsche richtig waschen kannst, mach doch gleich bei deinen Handtüchern weiter. Auch hier wird Hygiene großgeschrieben. Was es dort zu beachten gibt, liest du in unserem Artikel Handtücher waschen: Expert:innentipps für dich. Tipps zum Bettwäschewaschen findest du im Artikel Richtig Bettwäsche waschen: die ultimativen Tipps.