Welcher Weichspüler-Ersatz ist der beste? Wir testen für Sie!

Welcher Weichspüler-Ersatz ist der beste? Wir testen für Sie!

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Alternativen zu Weichspüler gibt es einige. Unsere fleißige Redaktion hat sie alle ausprobiert – das sind die Erkenntnisse.
 
Drei Redakteurinnen, eine Mission. Wir wollen Weichspüler-Alternativen, die wir bislang nur aus Blogs und Foren kennen, einfach mal selbst testen. Mit einem Handschlag ist es besiegelt: Jede stellt ihren Lieblings-Weichspüler zur Seite und probiert ein Hausmittel drei Waschgänge lang aus. Dazwischen gibt's zum Vergleich jeweils eine Runde ganz ohne Weichspüler oder Ersatz.

Was ersetzt Weichspüler?

Gute Frage. Nach dem Test werden wir es wissen. Die Kandidaten sind jedenfalls Essig, Zitronensäure und Natron. Häufig wird auch Soda als Alternative zu Weichspüler genannt, aber es ist Natron so ähnlich, dass wir auf einen separaten Test verzichtet haben.

Miriam testet: Essig als Weichspüler-Ersatz

So läuft's:

"Weichspüler selber machen – das klingt toll. Essig habe ich zwar immer da, allerdings nur Balsamico für den Salat (kann die Kleidung verfärben) und Essig-Essenz zum Entkalken (soll man nicht für die Wäsche verwenden). Also gehe ich erstmal los und kaufe ganz normalen weißen Essig. Wie ich ihn so ins Weichspüler-Fach schütte, habe ich schon ein bisschen Angst, dass der Geruch beim Waschen bleibt und ich nächste Woche als wandelnde Essiggurke zur Arbeit muss."

Wie viel Essig als Weichspüler?

"Im Internet habe ich eine etwas vage Angabe gefunden: 30 bis 60 Milliliter pro Waschgang. Aus dem Bauch heraus entscheide ich mich für die goldene Mitte und nehme 45 Milliliter. Besser wäre es wohl, die Wasserhärte in meinem Wohnort zu kennen und die Menge danach auszurichten."

Das Waschergebnis:

"Die positive Überraschung erlebe ich beim Öffnen der Maschine: Gott sei Dank, die Nummer mit der Essiggurke bleibt mir erspart. Stattdessen riecht meine Wäsche beinahe nach nichts. Das ist logisch und geht in Ordnung, aber irgendwie stellt sich bei mir kein richtiges Sauberkeitsgefühl ein. Ganz ehrlich: Mir fehlt der tolle Duft. Mir fehlt mein Lenor Sommerbrise Weichspüler. Wenn ich meine Wäsche anfasse, ist sie auch längst nicht so weich wie ich es gewohnt bin – aber immerhin weicher als ohne Zusatz. Aber ich glaube, Weichspüler selber machen fällt für mich eher flach."

Mein Extra-Tipp:

"Waschmaschinen-Hersteller warnen immer wieder davor, dass Essig als Weichspüler-Ersatz Gummiteile in der Maschine angreift. Nach drei Wäschen kann ich dazu natürlich keine Aussage machen, aber ganz wohl wäre mir dabei auf die Dauer nicht. Außerdem soll man Essig auf keinen Fall zusammen mit Bleiche benutzen, weil sonst ein gefährliches Gas entstehen kann. Netter Versuch, aber ich werde wohl zu meinem sicheren, bewährten Weichspüler zurückkehren."
weichspueler-ersatz

Kim testet: Zitronensäure als Weichspüler-Ersatz

So läuft's:

"Wo bekomme ich Zitronensäure überhaupt her? Nach einer schnellen Internet-Recherche und der ergebnislosen Suche rund um die Backzutaten im Supermarkt habe ich in der Drogerie Erfolg: 375 Gramm für knapp über zwei Euro, da kann man nicht meckern. Weichspüler Selbermachen habe ich mir außerdem komplizierter vorgestellt. Ich gebe einfach einen Teelöffel des Pulvers ins Weichspüler-Fach und stelle die Wäsche ganz normal an."

Das Waschergebnis:

"Ich bin wirklich enttäuscht. Zwischen den Wäschen ohne Zusatz und denen mit Zitronensäure kann ich ehrlich gesagt keinen Unterschied feststellen. Meine Kleidung ist in beiden Fällen ziemlich starr und geruchsneutral. In unserer Region ist das Wasser leider ziemlich hart. Vielleicht wird die Zitronensäure in der Maschine einfach zu stark verdünnt. Außerdem haben sich im Weichspüler-Fach Klümpchen gebildet. Man kann das Pulver wohl auch vorab mit Wasser mischen, damit das nicht passiert. Zitronensäure ist bei mir als Weichspüler-Alternative klar durchgefallen."

Mein Extra-Tipp:

"Wer Zitronensäure trotzdem als Ersatz für Weichspüler ausprobieren möchte, sollte sie nur für helle Wäsche verwenden, weil sie einen bleichenden Effekt hat."

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Sabine testet: Natron als Weichspüler-Ersatz

So läuft's:
"Bye-bye, Lenor Sensitiv! Hallo, Natron! Ich habe eine Weile gebraucht, um einen Weichspüler zu finden, den meine Haut gut verträgt, aber Natron sollte auch gehen. Schließlich ist es ohnehin im Waschmittel enthalten. Manche halten das Natriumsalz geradezu für eine Allzweckwaffe in sämtlichen Bereichen des Lebens. Ich bin jetzt einfach gespannt, was es mit meiner Wäsche macht. Ein Esslöffel davon soll zum Waschmittel gegeben werden. Gesagt, getan."

Das Waschergebnis:

"Die Wäsche fühlt sich etwas weniger starr an als ohne Zusatz, aber von kuschelig weich kann keine Rede sein. Immerhin: Meine Haut zeigt keinerlei allergische Reaktionen. Das tut sie allerdings auch nicht, wenn ich Weichspüler verwende. Was mir allerdings sehr fehlt, ist der gute Geruch, den meine Wäsche auch mit Lenor Sensitiv immer hatte. Natron als Weichspüler-Ersatz erhält von mir in Schulnoten eine 3-."

Mein Extra-Tipp:

"Lenor Sensitiv ist und bleibt für mich die ideale Lösung. Da kann keine Weichspüler-Alternative mithalten. Die Wäsche ist superweich, kratzt nicht und duftet toll. Weichspüler Selbermachen war ein tolles Experiment, aber ich nehme dann doch wieder meinen gewohnten Zusatz."

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Warum Weichspüler-Ersatz?

Hier stellt sich zunächst die Frage: Warum Weichspüler? Die Vorteile sind so zahlreich, dass die wenigsten komplett auf sie verzichten wollen:
  • weiche Wäsche, weniger Reibung auf der Haut,
  • toller Duft,
  • weniger Aufwand beim Bügeln,
  • verkürzte Trockner-Zeit und
  • längere Haltbarkeit der Lieblingskleidung, insbesondere wenn der Weichspüler zusammen mit einem modernen Flüssigwaschmittel oder PODS bei niedrigen Waschtemperaturen verwendet wird.
Trotzdem diskutieren wir immer wieder über Weichspüler-Alternativen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
  • Angst vor allergischen Reaktionen auf Waschmittel- oder Weichspüler-Inhaltsstoffe. Diese sind jedoch äußerst selten, sodass diese Sorge in der Regel unbegründet ist.
  • Veganismus. Die meisten konventionellen Produkte sind nicht vegan, weil sie Tenside enthalten, die aus gereinigten tierischen Fetten gewonnen werden. Darüber wurde kürzlich heiß diskutiert. Mehr dazu erfahren Sie hier. Wer sichergehen möchte, einen Weichspüler ohne tierische Fette zu verwenden, findet in den oben genannten Alternativen eine passable Lösung. Doch Vorsicht: Auch Essig ist meist nicht vegan.
  • Abfallvermeidung. Auch wenn Hersteller heute vielfach recyceltes Plastik einsetzen und Weichspülerflaschen wiederverwertet werden können, einen Weichspüler ohne Verpackung gibt es noch nicht. Auf der anderen Seite spart der Wäschezusatz Energie beim Trocknen und Bügeln.
Für Menschen ist Weichspüler selbstverständlich unbedenklich, wenn er korrekt angewendet wird. Wie für die meisten Reinigungsmittel und Waschsubstanzen gilt auch beim Weichspüler: Bewahren Sie ihn für Kinder unzugänglich auf und spülen Sie ihn bei Augenkontakt sofort mit lauwarmem Wasser aus.
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