Dos und Don'ts bei der Intimrasur – der Expertenrat

Beauty
14/08/2020
Ihre Haut benötigt bei der Intimrasur eine besondere Pflege. Hier verraten Ihnen unsere Profis, was Sie dabei unbedingt beachten sollten.

Eine schöne, glatte Haut ist immer mehr Menschen auch im Intimbereich sehr wichtig. Bei der Intimrasur der Frau berücksichtigt man die Haarentfernung am Venushügel, also die der sichtbaren Haare oberhalb des Schambeins. Aber auch im Genitalbereich, direkt an den Schamlippen, verzichten viele Frauen gerne auf Stoppeln. Männer trimmen und rasieren Schambein und/oder Hoden.

Übrigens: Mit dem Begriff Bikinizone ist der von Schamhaaren bewachsene Bereich gemeint, der von der Bikinihose nicht verdeckt wird. Bei der Rasur dieses Parts eignen sich Rasier-, Trimm- und Peeling-Systeme wie der Silk-épil Lady Shaver 5-560 Damenrasierer.

Die Intimrasur ist unbedenklich, solange Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, weiß die dermatologische Expertin Dr. Melanie Hartmann. Wir haben sie im Rahmen des „Conference & Coaching Day“ im Februar 2017 in Berlin interviewt. Denn im Genitalbereich sind Verletzungen nicht ungefährlich. Die Haut ist dort zusätzlich empfindlich, weil viele Nerven zusammenlaufen. Schneidet man sich an dieser Stelle, besteht die Gefahr, dass sie sich entzündet und Keime eindringen. Wenn Sie Ihren Intimbereich rasieren, sollten Sie sich deshalb Zeit nehmen und vor allem vorsichtig sein. Hier kommen alle wichtigen Do’s und Don’ts auf einen Blick:

Do bei der Intimrasur: Ein Rasierer für Beine und Bikinizone

Dr. Melanie Hartmann: „Ich werde oft gefragt, ob es nötig sei, für die verschiedenen Körperstellen einen anderen Rasierer zu verwenden. Aber ich kann alle Frauen beruhigen – einer reicht. Allerdings sollte man ein gutes Produkt, zum Beispiel von Gillette Venus, nehmen und nicht zu Einmalrasierern greifen, weil diese starr und nicht so scharf sind. Bei der Billigvariante drückt man automatisch fester auf und kann sich dadurch leichter verletzen. Es ist auch ein Rasierer empfehlenswert, der rutschfest ist und einen beweglichen Kopf mit mehreren Klingen hat. Somit erreichen Sie auch ohne Pressen jede Stelle ganz leicht. Außerdem sollten die Klingen scharf sein, damit sie das Haar schneiden, anstatt daran zu reißen. Perfekt ist zudem ein Kamm vor den Messern, weil er das Haar vor dem Rasieren aufrichtet. Ein ganz wichtiger Tipp für den Genitalbereich ist außerdem, dass man die Haut mit den Fingern straff hält und vorsichtig darüberstreicht.“

Don’t bei der Intimrasur: Vor dem Duschen oder Baden rasieren

Dr. Melanie Hartmann: „Das warme Wasser macht die Haut weich und die Haare lassen sich schonender rasieren. Deshalb ist mein Tipp, die empfindliche Bikinizone erst nach dem Duschen zu rasieren. Die Haut braucht mindestens zwei Minuten, um schön weich zu werden.“
Frau in Badewanne

Do bei der Intimrasur: Haare in verschiedene Richtungen rasieren

Dr. Melanie Hartmann: „Früher wurde oft empfohlen, die Bikinizone mit der Wuchsrichtung der Haare zu rasieren. Das würde ich heute nicht mehr unterschreiben. Im Intimbereich wachsen die Haare nach innen und unten. Außerdem sind sie grob und rau und es kann schneller zu Hautirritationen kommen. Daher rate ich, selber zu entscheiden, welche Richtung sich persönlich am besten anfühlt. Was angenehm ist, reizt die Haut weniger.“

Don’t bei der Intimrasur: Alkoholhaltige Lotion verwenden

Dr. Melanie Hartmann: „Die Haut freut sich, wenn sie nach der Intimrasur mit kaltem Wasser abgebraust wird. Das sorgt dafür, dass sich die Poren zusammenziehen und kein Rasierausschlag entsteht. Ansonsten ist es besser, abends zu rasieren, damit die Haut Luft zum Atmen hat und nicht in Kleidung eingezwängt wird. Sowieso sollte nach der Rasur keine enganliegende, synthetische Unterwäsche getragen werden. Wer zu trockenen Hautschüppchen neigt, cremt sich den Bereich am besten mit einer parfümfreien und fettfreien Bodylotion ein. Babypuder oder Aloe-Vera-Cremes beruhigen auch. Hände weg von alkoholhaltigen Lösungen – die reizen die empfindliche Haut zu sehr.

Do: Epilieren statt Intimrasur – aber unter einer Bedingung

Dr. Melanie Hartmann: „Epilieren hat den Vorteil, dass die Haut bis zu vier Wochen glatt bleibt. Allerdings sind die Schamhaare – im Gegensatz zu den Beinhaaren – dichter, dicker und robuster. Auch die Haarwurzeln sind größer als an den Beinen. Damit das Epilieren die Haut nicht zu sehr reizt und keine eingewachsenen Haare zurückbleiben, sollte das Schamhaar vorher auf etwa einen halben Zentimeter gekürzt werden.“ 

Ben Wilson, Braun Global Scientific Communication Expert, empfiehlt für die Intimrasur einen Epilierer mit unterschiedlichen Aufsätzen. Zum Beispiel ein hochwertiges Produkt wie der Braun Silk-épil 9-980 SensoSmartTM SkinSpa, dem weltweit ersten intelligenten Epilierer mit Andruckkontrolle.
„Es gibt Geräte mit Trimm- sowie zusätzlichen Peeling- und Massageaufsätzen, um die Haare vor der Epilation zu kürzen, eingewachsenen Haaren vorzubeugen und das Hautbild sichtbar zu straffen. Der Epilierer sollte zudem über eine Wet&Dry-Funktion verfügen. Wie Dr. Hartmann schon gesagt hat, öffnet warmes Wasser die Poren und reduziert somit das Zupfempfinden bei der Epilation. Ein schwenkbarer Kopf ermöglicht zudem eine optimale Anpassung an die Haut – auch an schwer erreichbaren Stellen wie der Bikinizone.“

Wenn Sie mehr über Enthaarungsmethoden erfahren möchten, lesen Sie einfach unseren Artikel Nassrasierer, Epilierer & Co.: Methoden für glatte Beine“.