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Schulterpolster: Da seid ihr ja wieder!

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Die 80er-Jahre lassen grüßen: Diesen Winter haben uns die Designer Schulterpolster in die Blazer, Pullis und Mäntel genäht. „Victoria“-Kolumnistin Cornelia Mangelsdorf schildert, wie sie den Trend in der „Denver-Clan“-Ära erstmalig erlebte. Und warum sie ihn jetzt wieder haben will.

Ich erinnere mich noch genau: Meine Schwester bat mich, ihr einen Blazer zu nähen – ich war im dritten Jahr der Modeschule. Sie hatte sich extra einen teuren englischen Karostoff aus London mitgebracht. Ehrfürchtig schnitt ich Ärmel, Rücken und Vorderteile aus dem edlen Tuch. An den Schultern gab ich drei Extra-Zentimeter Stoff hinzu. Diese waren nötig, um die voluminösen Schulterpolster unterzubringen. Ohne die ging gar nichts! Meine Mutter bewahrte die riesigen Dinger auf Vorrat in einem großen Nähkorb auf – wir hatten reichlich davon. Sie machten selbst aus zarten Oberkörpern athletische Kampffiguren.

Meine Schwester war begeistert – und auch mir kamen diese Formstücke gerade recht: War ich doch damals klein und dünn, weshalb ich als Kind oft gehänselt worden war. Doch mit den Schulterpolstern fühlte ich mich ein bisschen wie die gefährlich dreinblickenden Panzerknacker aus den „Lustigen Taschenbüchern“, die wir als Kinder verschlungen hatten. Die modischen Helferlein wurden Teil meiner „Rüstung“.

Mit Schulterpolstern wirkten wir so stark

Ob die unvergessene Lady Diana, Joan Collins – das Biest aus der Kult-Familiensaga „Denver Clan“ – oder Dagmar Berghoff, die erste weibliche „Tagesschau“-Sprecherin: Keiner kam in den 80er-Jahren an den Schaumstoffteilen vorbei. Sie machten nicht nur Blazer und Mäntel wuchtig, sondern saßen auch unter Pullis, hauchdünnen Seidenblusen und T-Shirts. Ohne Schulterpolster war man völlig out, dafür hatten die französischen Designer Thierry Mugler und Claude Montana mit ihrer futuristischen Mode gesorgt. Meg Ryan trug Schulterpolster im Kultfilm „Harry und Sally“, Popstar Madonna in „Susan ... verzweifelt gesucht“ und Grace Jones im „James-Bond“-Streifen „Im Angesicht des Todes“. Klar, wir wollten genauso schön, mutig und stark sein wie diese Stars – und polsterten unsere Schultern mächtig auf.

1932 wird der Trend geboren

Schulterpolster existierten bereits im 17. Jahrhundert. Damals galten sie als Zeichen von Macht – doch nur das männliche Geschlecht durfte damit an seiner Silhouette tricksen. Viele Jahre später, 1932, benutzte der Kostümbildner Gilbert Adrian die formenden Stücke erstmals in der Frauenmode. Er verstärkte damit die von Natur aus schon sehr breiten Schultern der Schauspielerin Joan Crawford in seinem für sie geschneiderten Kostüm – und schuf damit einen Trend. Später sagte Adrian im Scherz einmal, er habe seine Karriere auf den Schultern von Joan Crawford aufgebaut.
Von da an galten Schulterpolster als Ausdruck starker Frauen, später auch in Wirtschaft und Politik. Und so griffen eiserne Ladys wie Margaret Thatcher, ehemalige Premierministerin des Vereinten Königreichs, nur allzu gern zu diesen textilen Machtmitteln.

Das große Comeback 2017

Und nun – kaum zu glauben – sind sie also zurück. Und mit ihnen andere modische Delikatessen der Achtziger wie Metallic-Look, Bundfaltenhosen, Puffärmel, Hosenanzüge. Die Modemacher bei Balmain, Saint Laurent, Gucci, Jil Sander rücken schon seit Längerem die Power-Schulter in den Blickpunkt. Längst haben die Stars den Trend entdeckt, und so zeigen sich Stil-Ikonen wie Victoria Beckham und auch erneut Madonna mit aufgepolsterten Schulterpartien.

Es lebe die optische Täuschung

Und wahrscheinlich machen sich die Schulterpolster auch bald wieder in meinem Schrank breit. Doch statt Karottenjeans werde ich, mehr als 30 Jahre später, schmale Hosen dazu tragen, denn das ist der angesagte Mode-Trick: Oversize-Jacke über schmaler Silhouette – so wird ein Trendlook daraus.
Doch wenn ich ganz ehrlich sein soll, verlocken mich die Schulterpolster nicht nur aus modischen Gründen. Pullis, Blazer oder Mäntel mit Schulterpolstern haben den unschätzbaren Vorteil, den Blick unserer Betrachter auf die Schultern zu lenken und gleichzeitig unsere Körpermitte schlanker wirken zu lassen. Dieses Mode-Revival kommt mir und meinen Problemzonen sehr entgegen!

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