Intimpflege: Acht effektive Tipps für eine gesunde Mitte

Gesundheit & Wellness
13/08/2020
Weniger ist manchmal mehr – das gilt auch für die Intimpflege. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann Reizungen im Intimbereich vermeiden.

Intimpflege-Tipp #1: Wie wäscht Frau sich am besten im Intimbereich?
Intimpflege-Tipp #2: Keine Seife im Intimbereich
Intimpflege-Tipp #3: Intimrasur und Haarentfernung
Intimpflege-Tipp #4: Trockene Haut richtig behandeln
Intimpflege-Tipp #5: Die richtige Unterwäsche
Intimpflege-Tipp #6: Unterwäsche und Handtücher hygienisch waschen
Intimpflege-Tipp #7: Slipeinlagen & Co. richtig auswählen und regelmäßig wechseln
Intimpflege-Tipp #8: Zusätzliche Intimpflege während und nach den Wechseljahren sowie bei Blasenschwäche


Jucken, Brennen oder unangenehmer Intimgeruch – das muss nicht sein! Doch bei der Intimpflege hilft viel eben oft nicht viel, im Gegenteil: Wer sich zu häufig und mit ungeeigneten Produkten wäscht und pflegt, schadet seinem Intimbereich auf Dauer sogar. Mit den richtigen Tipps umsorgen Sie die empfindliche Körperregion optimal und reduzieren das Risiko unangenehmer Infektionen und Reizungen.

Intimpflege-Tipp #1: Wie wäscht Frau sich am besten im Intimbereich?

Reinigen Sie Ihren Intimbereich behutsam unter der Dusche mit lauwarmem Wasser. Mehr ist gar nicht nötig, denn die Scheide reinigt und schützt sich selbst. Um Krankheitserregern die Stirn zu bieten, wird der pH-Wert niedrig gehalten. Verzichten Sie auch auf Scheidenspülungen oder Sitzbäder, die nicht vom Arzt verordnet sind, das schadet der Scheidenflora.

Für den Fall, dass Sie einen Waschlappen für die Intimpflege verwenden, wechseln Sie diesen täglich oder benutzen Sie Einmal-Waschlappen. Ganz wichtig: Immer von vorne nach hinten reinigen, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen und dort Infektionen hervorrufen. Das gilt übrigens auch für den Toilettengang.

Intimpflege-Tipp #2: Keine Seife im Intimbereich

Wir haben gelernt: Sauber wird’s mit Seife. Doch gerade der Intimbereich reagiert auf normale Duschgels und Seife extrem empfindlich. Denn diese beinhalten Stoffe, die die Schleimhaut und die natürliche Scheidenflora angreifen und den pH-Wert stören. Zur schonenden Reinigung können Sie bei Bedarf auf ein pH-neutrales Intim-Waschgel zurückgreifen, das idealerweise parfümfrei sein und keine Farbstoffe, Alkohol, Mineral- und Silikonöle sowie Parabene enthalten sollte.

Auch der regelmäßige Gebrauch von Intimsprays oder -deos ist nicht zu empfehlen und kann bestehende Unannehmlichkeiten noch verstärken. Ist die Scheidenflora einmal gestört, zum Beispiel nach einer Antibiotikabehandlung oder einer Pilzinfektion, empfehlen Gynäkologen oftmals Präparate mit Milchsäurebakterien, um wieder ein gesundes Milieu herzustellen.

Intimpflege-Tipp #3: Intimrasur und Haarentfernung

Für die meisten ist die Intimrasur alltägliche Routine. Mit glatter Haut und gepflegter Körperbehaarung fühlen wir uns oft sauberer und attraktiver. Enthaarungscreme hat jedoch im Intimbereich nichts zu suchen! Sie kann Allergien und Hautreizungen hervorrufen, genauso wie Epilieren. Und auch wenn Trockenrasierer ihre Vorteile haben, greifen Sie bei der Intimrasur lieber auf eine Nassrasur zurück – sie strapaziert die sensible Haut weniger.

Und so geht’s: Starten Sie die Intimrasur unter der Dusche oder in der Badewanne mit einem Nassrasierer, zum Beispiel dem Gillette Venus Extra Smooth Sensitive. Um Hautreizungen und entzündeten Haarwurzeln vorzubeugen, empfiehlt sich die Verwendung einer milden Waschlotion zum Aufschäumen oder einem geeigneten Rasiergel. Rasieren Sie immer sanft in Wuchsrichtung der Haare – das reduziert das Einwachsen der Härchen – und vermeiden Sie diese sechs Fehler bei der Nassrasur.

Intimpflege-Tipp #4: Trockene Haut richtig behandeln

In gechlortem Wasser geschwommen, den Intimbereich mit übermäßiger Pflege gereizt oder einfach nur gestresst? Das kann die Ursache für unangenehme Trockenheit untenrum sein. Wenn Sie das Gefühl haben, im Intimbereich an trockener Haut zu leiden, sollten Sie zunächst Ihren Frauenarzt um Rat fragen. Falls es sich nicht um eine ernsthafte Infektion handelt, werden oft spezielle Schutzsalben oder natürliche Heilmittel, wie Kokosöl, empfohlen. Auch Befeuchtungsgels oder Zäpfchen mit Hyaluron oder Milchsäurebakterien können der gereizten Haut helfen, sich zu regenerieren und unangenehme Symptome zu lindern.
Lächelnde Frau liegt auf dem Rücken

Intimpflege-Tipp #5: Die richtige Unterwäsche

Spitzenslips und String-Tangas sind sexy – keine Frage! Doch für die Intimhygiene sind sie nicht immer optimal. Gerade String-Tangas reiben oft auf der empfindlichen Haut und können Erreger aus dem Analbereich in die Scheidengegend transportieren. Vor allem synthetische Unterwäsche begünstigt das Schwitzen im Intimbereich und macht ihn damit zum idealen Nährboden für Krankheitserreger wie Pilze.

Tragen Sie deshalb am besten Unterwäsche, die nicht zu eng sowie atmungsaktiv ist und zu 100 Prozent aus Baumwolle besteht. Auf die sexy Dessous müssen Sie natürlich nicht komplett verzichten: Solange Sie sie nicht täglich tragen und beispielsweise bei Strumpfhosen auf einen luftdurchlässigen Zwickel achten.

Intimpflege-Tipp #6: Unterwäsche und Handtücher hygienisch waschen

Doch ob Baumwolle oder Spitze: Dass wir täglich frische Unterwäsche anziehen sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Denn mangelnde Hygiene begünstigt das Entstehen von Infektionen im Intimbereich, da sich körpereigene Bakterien und andere Keime ungehemmt vermehren können.

Ein wichtiger indirekter Baustein der Intimpflege ist deshalb das Waschen: Denn die Unterwäsche soll ja nicht nur sauber, sondern auch hygienisch rein werden. Das gelingt am besten mit einem geeigneten Waschmittel, wie den Ariel All-in-1 PODS, mit der richtigen Temperatur sowie einem ausgiebigen Spülgang – damit keine Rückstände in der Wäsche die Haut reizen können. Wer sich unsere Tipps zum richtigen Unterwäschewaschen und die Waschroutine für hygienisch saubere Handtücher zu Herzen nimmt, tut damit auch seinem Intimbereich etwas Gutes.

Intimpflege-Tipp #7: Slipeinlagen & Co. richtig auswählen und regelmäßig wechseln

Damit Keime und Infektionen erst gar keine Chance bekommen, wechseln Sie Slipeinlagen, Tampons oder Binden, abhängig von der Stärke Ihres Ausflusses, alle drei bis vier Stunden oder bevor sie vollgesogen sind. Damit vermeiden Sie Irritationen, wie Jucken und Unbehagen, sowie das Entstehen von unangenehmen Intimgerüchen.

Atmungsaktive Slipeinlagen aus Bio-Baumwolle und ohne Parfüm oder Farbstoffe, wie die Always Cotton Protection Slipeinlagen Normal, sind besonders sanft zur Haut. Bei trockener Haut im Intimbereich greifen Sie während der Periode lieber zu Binden statt Tampons, um die Schleimhäute nicht noch mehr auszutrocknen. Geeignet sind Damenbinden, die – wie die Always Cotton Protection Binden Long mit Flügeln – besonders hautfreundlich und mit einem Gelkern ausgestattet sind, der Flüssigkeit zuverlässig aufnimmt und einschließt. Dieser neutralisiert Gerüche und gibt Ihnen das Gefühl von Frische im Intimbereich.

Intimpflege-Tipp #8: Zusätzliche Intimpflege während und nach den Wechseljahren sowie bei Blasenschwäche

In den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion bei Frauen ab. Das wirkt sich auch auf den Intimbereich aus: Der Stoffwechsel der Schleimhäute verändert sich, der pH-Wert steigt und die natürliche Schutzfunktion gegen Keime und Krankheiterreger nimmt ab. Doch auch hier gibt es Abhilfe: Setzen Sie auf eine besonders sanfte Intimhygiene, wenn erforderlich, mit speziellen Wasch- und Pflegeprodukten, die zusätzlich Milchsäurebakterien sowie zum Beispiel Panthenol enthalten und den pH-Wert regulieren.

Für Frauen, die während ihrer Wechseljahre noch ihre Periode haben, können sich Tampons aufgrund der Trockenheit wie ein Fremdkörper anfühlen. Um den Intimbereich sauber zu halten, können Sie in diesem Fall auf zuverlässige und feuchtigkeitsabsorbierende Damenbinden umsteigen. Falls Sie unter Blasenschwäche leiden, sind Slipeinlagen und Binden empfehlenswert, die Gerüche und Flüssigkeiten sofort einschließen und neutralisieren – wie die Always Discreet Slipeinlagen bei Blasenschwäche. Regelmäßig gewechselt sorgen die Hygieneartikel für mehr Sicherheit und ein angenehmes Gefühl untenrum.

Wie gehen Sie mit dem Thema Intimpflege um? Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

Quellen:
http://pflegeinfos.blogspot.com/2017/09/intimpflege-im-alter-und-in-den.html
https://www.apotheken-umschau.de/Partnerschaft/die-richtige-Intimpflege-fuer-Sie-und-Ihn-153439.html
https://www.avogel.ch/de/ihre-gesundheit/wechseljahre/intimpflege-wechseljahre.php