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Stillen ist zwar gut fürs Kind, aber trotzdem eine persönliche Entscheidung

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Schräge Blicke, kritische Kommentare und das eigene schlechte Gewissen – wer nicht stillt, hat es nicht leicht. Das muss sich ändern!

Nur stillende Mütter sind gute Mütter. Das zumindest suggerieren unzählige Magazine, Onlineportale und sogar Aushänge in Familienzentren und Beratungsstellen. Schließlich hat das Stillen so viele Vorteile:

  • Es senkt das Eierstock- und Brustkrebsrisiko der Frau.
  • Es stärkt das Immunsystem des Kindes.
  • Es führt zu wertvollem Hautkontakt.
  • Es kann das Risiko des plötzlichen Kindstodes senken.
  • Es kostet (vermeintlich) nichts und man hat die Nahrung immer dabei.

Dazu ein paar Bilder von glücklichen, rosigen Babys an der Brust selig lächelnder Mütter – und schon ist er da: der gesellschaftliche Druck für alle, die sich gegen das Stillen entscheiden.

Dass Stillen das Beste für Säuglinge ist, bestreitet kaum jemand. Deshalb versuchen es auch über 90 Prozent der frischgebackenen Mütter*. Sechs Monate ausschließlich Muttermilch – so empfiehlt es die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Realität sieht oft anders aus: Bereits nach zwei Monaten sind nur noch 70 Prozent der Mütter am Ball, nach sechs Monaten die Hälfte.

Von sensiblen Brustwarzen und Milchstau

Was mag wohl in der Zwischenzeit passiert sein? Die Gründe für das frühe Abstillen sind unterschiedlich. Entzündete, schmerzende Brustwarzen, zu wenig Milch oder Milchstau sind nur drei von vielen Unwägbarkeiten.

In diesen Situationen gibt es für Familien in der Regel wenig Unterstützung oder Beratung. Immer mehr Mütter haben nicht einmal mehr eine Hebamme, denn deren Berufsbedingungen haben sich zunehmend verschlechtert, weshalb die Anzahl zurückgeht.

Ein paar Verletzungen der Brustwarzen, unzählige Hungergeschrei-Tiraden und eine teure Milchpumpe aus der Apotheke später (Stillen kostet nichts!) verlässt viele dann der Mut. Hinzu kommt, dass sich Frauen auch im 20. Jahrhundert beim öffentlichen Stillen manchmal schrägen Blicken und tadelnden Kommentaren ausgesetzt sehen.

Ist Milchersatznahrung denn wirklich so schlecht?

Durch Fortschritt und Forschung hat sich die Qualität der Ersatznahrung stetig verbessert. Identisch mit der Muttermilch wird sie vermutlich nie sein, denn es fehlen zum Beispiel wichtige Immunzellen. Fakt ist aber auch: Kinder, die Pre-Nahrung erhalten, können genauso gesund aufwachsen wie die von stillenden Müttern. Vielzitierte Studien behaupten zwar, ein geringerer IQ sei die Folge, wissenschaftlich fundiert können diese aber gar nicht sein. Denn keine Mutter ist wie die andere.

Wichtig ist außerdem zu wissen, dass die Empfehlung der WHO in weniger entwickelten Ländern eine größere Relevanz hat als hierzulande. Wo das Wasser häufig verunreinigt ist und die Hygienebedingungen mit den hiesigen nicht vergleichbar sind, rettet Stillen oft schlichtweg Kinderleben.

Zeit für ein Fazit

Stillen ist nach wie vor das Beste für Babys. Aber Mamas mit Fläschchen als „Rabenmütter“ oder „zu faul zum Stillen“ zu bezeichnen, ist anmaßend und verletzend. Wer Empfehlungen nicht folgt, sollte nicht zum Gesetzesbrecher stigmatisiert werden. Das fängt mit Einschränkungen in der Lebensführung an und geht übers Stillen bis hin zum frühen Wiedereinstieg in den Beruf.

Es ist allen geholfen, wenn den Frauen in dieser Zeit wieder mehr eigene Entscheidungskraft zugestanden wird. Denn letztendlich sind die glücklichsten Babys die von glücklichen Müttern.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Stillen gemacht? Oder waren Sie als nicht-stillende Mutter Kritik ausgesetzt? Wir freuen uns auf einen regen Austausch in den Kommentaren.

Tipp der Redaktion

Nach der Geburt können sich viele Frauen zunächst nicht zu 100 Prozent auf ihre Blase verlassen. Die Always Dailies Extra Protect Slipeinlagen bieten verlässlichen Schutz und Frische für den ganzen Tag.


* Quelle: Nationale Stillkommission

Autor: Sabine Mietzner

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