#GemeinsamStärker – Antworten auf Eure Fragen​

Gesundheit & Wellness
10/06/2020
Hier findet Ihr alle Antworten auf Eure Fragen – Zusammengestellt von unserem Experten-Team.



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FAQs - Hilfreiche Telefonnummern & Websites

Wir hoffen, dass wir Euch auf unserer Website sehr viele Fragen zum neuen Alltag in der Corona-Krise beantworten können. Allerdings können wir leider nicht jede individuelle Fragestellung klären oder gar konkrete medizinische Auskunft geben.

Hierfür wollen wir Euch folgende hilfreiche Informationsquellen empfehlen.

Allgemeine Informationen zur Corona-Krise findet Ihr auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums www.zusammengegencorona.de. Für Einzelfall-Gesundheitsfragen ruft bitte die 116117 an oder Euren Hausarzt an.

Die wichtigsten Telefonnummern im Überblick
Beim Verdacht auf eine Corona-Infektion
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
  • Hausarzt/ärztin
  • Das zuständige Gesundheitsamt
Bei Fragen zum Coronavirus
  • Bürgertelefon des Gesundheitsministeriums: 030 346 465 100
Telefonische Hilfen (alle kostenlos)
  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111
  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 011 6016
  • Info-Telefon Depression: 0800 334 4533
  • Kinder- und Jugendtelefon: 116 111
Gesundheit Informationen für Arbeitnehmer Finanzielles Beschäftigung

FAQs - Schutz vor dem Virus

Sollte ich auch beim Joggen eine Atemmaske tragen?
Aus sportlicher Sicht ist das Tragen der Maske wahrscheinlich eher schwierig, aus medizinischer Sicht ist es allerdings zu empfehlen, da man selbst ja bereits infiziert sein könnte, ohne es zu wissen. So schützt man andere. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Muss ich gebrauchte Masken wegwerfen oder kann man sie noch einmal verwenden?
Einwegmasken würde man im Normalfall auch nur einmal benutzen. Da aber im Moment nichts der Normalfall ist, ist es sogar in medizinischen Einrichtungen so, dass sie mehrfach verwendet werden. Auch die aktuelle Empfehlung für Privatpersonen sieht eine mehrfache Verwendung vor. Für eine einmalige Benutzung sind momentan gar nicht genug Masken. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Aus welchem Material bestehen die Einwegmasken?
Anders als die Textil-Masken haben Einwegmasken keine Webstruktur, sondern bestehen aus einer Art Vlies. Sie ähnelt der Struktur von Papier und ist teilweise textilverstärkt. Man muss sich vorstellen, dass diese Masken einen deutlich präziseren Abstand zwischen den Fasern besitzen. Dadurch kann sie kleinere Partikel abwehren als grob gewebter Baumwollstoff. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie kann ich eine Maske reinigen und wiederverwenden?
  • 1. Mikrowelle
    In der Mikrowelle werden die Viren durch die Hitze abgetötet. Man sollte ein kleines Glas Wasser mit dazu stellen. Was in der Mikrowelle heiß wird ist Wasser. Das heißt, eine trockene Maske kann ohne den Wasserdampf nicht heiß genug werden. Die allgemeine Empfehlung liegt bei 30 Sekunden und 750 Watt. Vorsicht, wenn die Maske mit einem Metallbügel ausgestattet ist.
  • 2. Waschmaschine
    Gerade selbstgenähte Textil-Masken kann und sollte man in die Waschmaschine stecken. Empfehlenswert ist eine Wäsche bei 60 Grad, mit bleichhaltigem Vollwaschmittel, in Pulverform. Das sollte alle Viren beseitigen. Vliesmasken auf keinen Fall in die Waschmaschine tun, die werden das nicht überleben.
  • 3. Backofen
    Da muss man natürlich ein bisschen aufpassen, um die Maske nicht zu schädigen. 10 bis 15 Minuten zwischen 70 und 80 Grad sollten ausreichen, um die Viren zu töten.
  • 4. Desinfektionsspray
    In der Regel ist das Desinfektionsspray aufgrund seines Alkoholanteils nicht unbedingt für die Reinigung von Mundschutzmasken geeignet. Vor allem die Plastikteile könnten darunter sehr leiden. Desinfektionsspray ist besser geeignet füür harte Oberflächen und für die Hände.
  • 5. Bügeleisen
    Auch hier muss man darauf achten, dass man nicht nur einmal mit dem Bügeleisen drüberfährt, sondern die Maske richtig heiß werden lässt. Vliesmasken werden einen solchen Prozess wahrscheinlich nicht überstehen. Doch bei Stoffmasken kann das durchaus helfen, vor allem wenn man mit Dampf arbeitet. – Prof. Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Kann ich bei eigenen genähten Masken noch etwas dazwischen legen, um die Wirkung der Maske zu erhöhen?
Ja, man kann etwas dazwischen legen – alles, was die Barriere erhöht, ist sinnvoll. Natürlich muss man immer wieder ausprobieren, ob man damit noch gut atmen kann. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

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Stimmt es, dass man die Maske nur an der Außenseite berühren darf?
Es ist wichtig, keine Mikroorganismen auf das Innere der Maske zu bringen. Man muss sich allerdings keine Sorgen machen, wenn man mit den Fingern den Drahtbügel am Nasenrücken modelliert. Vermeiden sollte man hauptsächlich den Kontakt der Hände mit der Innenseite der Maske. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Ist es sinnvoll, dass die Schüler im Unterricht Masken tragen?
Auch in der Schule können Masken helfen. Ich würde es empfehlen, die Masken immer dann zu tragen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Wie beispielsweise in der Pause. Sollten die Kinder auch im Unterricht die Masken tragen, kann es passieren, dass diese nach dem langem Tragen nicht mehr funktionsfähig sind. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Kann das Coronavirus über mein Smartphone-Display übertragen werden?
Das Smartphone ist relativ risikoarm, da man es ja nur selbst benutzt. Natürlich sollte man darauf achten, den Bildschirm zu desinfizieren, wenn man draußen war. Aber solange kein Kontakt zu möglichen Viren über die Hände besteht, ist das Smartphone eine relativ unproblematische Oberfläche. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Sollte ich Gummihandschuhe tragen, wenn ich das Haus verlasse?
Ich bevorzuge das bewusste Händewaschen dem Tragen von Gummihandschuhen. Man muss wissen, wie man die Handschuhe richtig auszieht. Außerdem kühlt das lange Tragen die Haut aus und kann zu Hautschäden führen. Das aktive Händewaschen ist und bleibt der beste Schutz gegen Viren. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

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Wieviel bringt es wirklich, wenn Einkaufswagen im Supermarkt desinfiziert werden?
Der Einkaufswagen-Griff ist ja eine der Oberflächen, die aktiv von jedem Kunden berührt werden. Dadurch besitzt er ein hohes Risiko als Übertragungsfläche. Dass der Handel hier Desinfektionsmittel einsetzt, ist also durchaus begründet. Das erspart uns aber auch an dieser Stelle nicht das Hände waschen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Muss ich zu Hause überhaupt mehr putzen als sonst? Zu Hause sind ja ohnehin nur die Menschen, die auch mit mir zusammen im Haushalt leben.
Das ist ein völlig richtiger Gedanke. Was man beachten muss, sind Viren, die man eventuell von außen hereinträgt. Aber zu Hause selbst muss kein extra Aufwand betrieben werden. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wenn wir die Mundschutzmasken aus China bekommen, können dann auf den Mundschutzmasken Viren drauf sein?
Das ist extrem unwahrscheinlich. Die Masken werden in China maschinell gefertigt, das heißt, das kein direkter Kontakt mit dem Produkt besteht. Hinzu kommt, dass die möglichen Viren auf der Oberfläche den Transport nicht überleben können. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Muss ich meine Gesichtskosmetik wegwerfen?
Kosmetik ist konserviert, das heißt sie ist für den normalen Gebrauch „sicher“ gemacht. Wenn man nun mit dem Finger Mikroorganismen an die Produkte bringt, kann das Konservierungsmittel diese bekämpfen. Wegschmeißen muss man die Kosmetik jedenfalls nicht. Was man, insbesondere nach einer Infektion, auswechseln sollte, ist die Zahnbürste. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Kann das Virus über Geldscheine übertragen werden?
Die Anzahl der möglichen Viren, die man über einen Geldschein auf die Hände bringt, ist wahrscheinlich deutlich geringer als am Griff des Einkaufswagens. Bei regelmäßigem Händewaschen sollte man sich aber auch hier keine Gedanken machen müssen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie gefährlich ist das Bezahlen mit Karte, wenn ich die PIN-Nummer eingebe oder unterschreibe?
Das Eingabefeld bei der Kartenzahlung und auch der Stift, mit dem ich unterschreibe, das sind natürlich Oberflächen, die sehr viele Menschen nutzen. Theoretisch besteht dort also eine Übertragungsgefahr. Man sollte nach dem Kontakt darauf achten, nicht das Gesicht anzufassen und sich gründlich die Hände zu waschen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Ist die Dosis der Viren entscheidend für eine Infektion?
Ein Virus-Partikel reicht in der Regel nicht, um krank zu werden. Denn wir alle haben ein Immunsystem, und das schützt uns nicht nur gegen Viren, sondern gegen alle Organismen, die uns schaden könnten. Das gilt natürlich auch für das Coronavirus. Deshalb braucht es eine gewisse Menge an Viren. Wie groß diese Menge ist, ist aktuell noch unklar. Sie scheint allerdings vergleichsweise sehr gering zu sein, sodass man eben jeden möglichen Kontakt mit dem Virus vermeiden sollte. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wo sind die infektionsquellen im Alltag?
Der direkte Kontakt zu anderen Menschen ist im Moment das Gefährlichste. Das Schwierige an dieser Pandemie ist, dass man Menschen nicht ansehen kann, ob sie infektiös sind oder nicht. Die erste und wichtigste Maßnahme ist daher: Abstand halten und Kontakte vermeiden. Dadurch wird schon mindestens 80-90% dessen getan, was man tun kann. Bei Kontaktflächen muss man sich fragen: Wer hat die vorher angefasst? Da bekomme ich häufig die Frage, ob man das Handy desinfizieren sollte. Das Handy nutzt man ja im Normalfall nur selbst, das heißt, dass die Keime identisch zu denen auf den Händen sind. Gefährlicher sind Kontaktflächen, die von vielen Menschen angefasst und geteilt werden. Also Einkaufswagen, der Briefkasten, Türklinken. Theoretische besteht hier eine Gefahr. Allerdings gibt es noch keine Daten dazu, dass es wirklich eine Infektion über diese Flächen gegeben hat. Panik ist also nicht angebracht. Wichtig ist es, weiterhin regelmäßig die Hände zu waschen. Da es viel einfacher ist, die eigenen Hände sauber zu halten als jede Oberfläche. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie lange halten sich Viren in der Luft?
Husten und Niesen ist in der Tat ein Problem, da möglich infizierte Tröpfchen sehr schnell und weit verbreitet werden könnten. Ein direkter Kontakt kann damit zu einem Problem werden. Allerdings sinken die Viren in der Luft schnell ab. Ein von Spaziergängern oder Joggern hinterlassener „Schleier“ von Viren in der Luft ist nicht zu befürchten. Bei einer möglichen Infektion ist die Zeit, in der man wirklichen Kontakt mit einer Person hatte, von Bedeutung. Bei einem Jogger dürfte dies sehr kurz sein. Hält man den gebotenen Abstand, dann hat sich das Problem sowieso erledigt. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Ist eine Maskenpflicht sinnvoll?
Die Viren brauchen eine „Landebahn“, um ansteckend zu sein. Diese sind unsere Schleimhäute, im Wesentlichen die Augen, die Nase und der Mund. Durch eine Maske werden bereits Mund und Nase bedeckt. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Viren andocken können. Eine Garantie gibt es aber nicht. Die Maske sollte also keine andere Hygienemaßnahmen – wie etwa das Händewaschen – ersetzen. Hinzu kommt, dass die Maske vordergründig nicht den Träger vor einer Ansteckung, sondern die Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung durch den Träger schützt. Atemmasken schützen vor allem dann vor Infektionen, wenn alle sie tragen. Da werden wir vielleicht auch demnächst hinkommen. Insofern kann man vielleicht schon anfangen zu nähen und dann müssen wir alle ein bisschen diszipliniert sein und alle tragen. Dann macht das durchaus Sinn. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

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Kann ich meine Maske auch selber basteln?
Das medizinische Personal braucht dringend alle professionellen Masken, die es gibt. Als Teil der Allgemeinbevölkerung kann man sich die Masken auch selber machen. Im Grundprinzip würde schon ein Schal helfen die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu senken. Die Tröpfchen werden überwiegend abgehalten, doch gelangt die Flüssigkeit durch den Stoff, kann es theoretisch sein, dass die Viren im Nachhinein trotzdem noch eingeatmet werden. Wichtig bei einem Mundschutz ist das Abdecken der Schleimhäute, das Verhindern von Feuchtigkeit und das regelmäßige Austauschen oder Reinigen. Der Nachteil an Wollmaterial ist, dass man es nicht so heiß waschen kann. Masken aus bei 60 Grad mit dem Vollwaschmittel waschbarem Material – Tipp: ein Kissenbezug, den man mehrlagig näht – können leicht desinfiziert werden. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie empfindlich sind Coronaviren gegenüber UV-Licht?
Man muss sich klar machen, dass sich Mikroorganismen, gerade Viren, nicht ewig in der Umgebung halten können. Sie haben auch Feinde in Form von beispielsweise UV-Licht. Da die Lichtintensität im Sommer steigt, könnte dies möglicherweise gegen Mikroorganismen helfen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

WEITERE FRAGEN STELLEN

Wenn man mit dem Corona-Virus infiziert war und wieder geheilt ist, kann man sich ein zweites Mal wieder anstecken?
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt dazu: „Die Frage kann im Moment noch nicht sicher beantwortet werden. Bei anderen Virusinfektionen entsteht aber nach der Heilung eine Immunität, die einige Jahre anhält und somit vor einer erneuten Erkrankung schützt. Es spricht im Moment alles dafür, dass das auch beim Coronavirus der Fall ist.“ Weitere Informationen finden Sie unter Infektionsschutz.de

Kann ich noch einen Fahrradausflug machen in den Wald?
Das Bundesgesundheitsministerium erklärt dazu auf der Seite zusammengegencorona.de: „Viele Menschen haben keine Symptome und verbreiten das Virus unbemerkt. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, gestattet. Menschen sind angehalten, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und mindestens 1,5m Abstand zueinander zu halten. Regional oder lokal kann es darüber hinaus zusätzliche Regelungen geben.“
Das bedeutet, dass Sie zur Verbreitung des Virus beitragen können, ohne es zu merken, auch wenn Sie sich gesund fühlen – das gilt wahrscheinlich auch für unvorhergesehene Begegnungen mit anderen Menschen oder für die Berührung von Oberflächen in Geschäften oder an Tankstellen oder Raststätten, wenn Sie eine Pause machen. Nimmt man alle Faktoren zusammen, ist es wohl sinnvoll, sich gegen den Ausflug zu entscheiden und zu Hause zu bleiben. Weitere Informationen bietet die Seite infektionsschutz.de, eine Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Ich bin Bartträger. Ein Mundschutz sitzt natürlich da nicht so perfekt. Gehe ich damit ein Risiko ein?
Das ist abhängig vom Bart! Wenn der Bart als Ganzes vom Mundschutz bedeckt wird, dann ist das Risiko relativ gering. Bei einem Rauschebart macht ein Mundschutz nicht viel Sinn. Dadurch entsteht durchaus ein Risiko. Da würde ich empfehlen, den Bart in diesen Zeiten etwas zu stutzen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

FAQs - Immunsystem & Allergien

Wie kann man feststellen, ob man Antikörper gebildet hat, wenn man vorher keinen Test machen sollte? Wäre gut zu wissen, ob man es gehabt hat.
Dafür gibt es spezielle Antikörpertests; das Bundesgesundheitsministerium erläutert dazu auf seiner Seite zusammengegencorona.de: „Antikörper-Testungen können Infektionen im Nachhinein nachweisen und Hinweise zu einer bestehenden Immunität geben. Inwieweit der Nachweis von Antikörpern mit einer Immunität einhergeht, muss in Studien untersucht werden. Vom Einsatz sogenannter Antikörper-Schnelltests in der Arztpraxis wird derzeit abgeraten.“ Ob ein solcher Test für Sie sinnvoll sein kann, können Ihnen die Expertinnen und Experten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes sagen. Sie erreichen ihn kostenlos rund um die Uhr unter der Nummer 116 117 oder online auf 116117.de.

Was können wir jetzt am besten tun, um unser Immunsystem zu stärken?
Definitiv ist Sport eine Empfehlung, aber man sollte nicht mit etwas anfangen, was einem schon vorher nicht gelegen hat – jetzt mit Yoga oder mit Dauerlauf anzufangen, weil man meint, das hilft einem aus der Krise, das hat wenig Sinn. Vor allem sollte man sich etwas suchen, das einem Spaß macht und das man über lange Zeiträume machen möchte: Man muss sich immer wieder motivieren können und dabei auch mal auf andere Gedanken kommen. Viele Anbieter von Apps haben ihre Produkte ja jetzt auch gratis freigeschaltet, da findet man gerade eine große Auswahl. – Dr. Patricia Ogilvie

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Gibt es allergische Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie Corona haben können?
Allergisches Asthma ist eine Allergie, die nicht nur die Augen und die Nase und die oberen Atemwege, sondern den gesamten Atemwegstrakt betrifft. Das Problem ist, dass durch die beginnende Pollensaison jetzt diejenigen, die allergisches Asthma haben, jetzt Symptome entwickeln. Da ist es ganz wichtig, dass man da mit der Behandlung dran bleibt, weil wir wissen, dass die Corona-Erkrankung bei einer vorgeschädigten Lunge einen etwas schwereren Verlauf nehmen kann. Bleiben Sie mit Ihren Ärzten in einem engen Austausch. Im Augenblick wird nach den Leitlinien der Fachgesellschaften nicht empfohlen, eine bestehende Therapie gegen Asthma, z. B. mit Cortison, auszusetzen: Man sollte eine entzündliche Erkrankung besser kontrollieren, als dass man sie aufflammen lässt und damit vielleicht den ganzen Atemwegstrakt anfällig macht für eine Virusinfektion.
Wichtig ist zu verstehen, dass das klassische allergische Asthma sich anders äußert als COVID-19, und Asthmatiker kennen das auch: Asthma ist vor allem ein Problem des Ausatmens, während bei COVID-19 vor allem Husten, Atemnot und Fieber die größten Probleme sind. Wer bei seinen Symptomen aber den geringsten Zweifel hat, sollte unbedingt seinen Facharzt kontaktieren oder die Nummern, die vom Bundesgesundheitsministerium angegeben werden. – Dr. Patricia Ogilvie

Was ist mit Küssen? Ist das jetzt gefährlicher?
Tatsächlich ist das Küssen der Hauptübertragungsweg in den Schleimhäuten des oberen Atemwegstraktes, hier kann ein Virus direkt und unbemerkt von einem Menschen zum anderen wandern. Wer also im Verdacht steht, mit einer kranken oder infizierten Person in Kontakt gewesen zu sein, der sollte sich da zurückhalten. Schleimhäute der Genitalien sind eher kein Übertragungsweg, doch wir wissen aus chinesischen Untersuchungen, dass das Virus sich im Blut verteilen und an den Genitalschleimhäuten festsetzen kann. Aber wenn man in diesem Stadium der Erkankung ist, dann ist man eh nicht mehr in einer Verfassung, in dem man noch nach intimem Kontakt sucht. – Dr. Patricia Ogilvie

Was ist mit Schnupfen oder Heuschnupfen? Kann man die auch ganz deutlich von Corona unterscheiden?
Wenn man die ganzen Daten aus den verschiedenen Ländern wie China und Italien anschaut, die ja beide sehr große Zahlen an Erkrankten haben, dann sieht man: Weder der klassische Schnupfen mit der laufenden Nase noch der Fließschnupfen und die Nies-Salven des Heuschnupfens sind typische Anzeichen von Corona. Aber auchhier ist es ganz wichtig: Wer den geringsten Zweifel hat, sollte mit seinem Haus- oder Facharzt sprechen. – Dr. Patricia Ogilvie

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Hilft Ingwer den Schleimhäuten?
Dazu gibt es im Augenblick überhaupt keine belastbaren wissenschaftlichen Studien, überhaupt ist dieses Feld der Nahrungsergänzungsmittel und auf Mikronährstoffen sehr weit – es gibt auch immer Leute, die versuchen, ein Geschäft draus zu machen und da besondere Dinge zu verkaufen. Wenn es um eine ganz konkrete Empfehlung für Ingwer in diesem Zusammenhang gehen soll, muss ich das mit nein beantworten. – Dr. Patricia Ogilvie

FAQs - Hygiene im Haushalt

Was sind die größten Hygienefallen im Haushalt?
1. Türgriffe
Türklinken stellen vor allem in der jetzigen Zeit eine Gefahr da. Es ist eine kleine Fläche, die potentiell von vielen Menschen genutzt wird. Da hilft nur eins: Hände waschen!
2. Küchenbretter
Das Schneidebrettchen – wie alle Flächen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen – sollten natürlich auch in Zeiten von Corona nicht vergessen werden. Das größte Risiko unserer Zeit neben dem Coronavirus sind sicherlich tierische Lebensmittel. Über Holzschneidebretter werden oft Krankheiten übertragen. Man sollte daher auf Plastik umsteigen. Alles, was mit tierischen Lebensmitteln in Verbindung kommt, gehört hinterher unbedingt in die Spülmaschine.
3. Waschmaschinen
Waschmaschinen haben das Problem, dass sich in ihnen Biofilme bilden. Vor allem in der Einspülkammer, aber auch in den Dichtungen. Deshalb nach dem Waschen immer die Einspülkammer und die Tür offen lassen und ab und die Maschine ab und zu säubern. Und mindestens einmal im Monat bei sehr hohen Temperaturen waschen.
4. Kaffeemaschine
Dadurch dass der Wassertank viele Bakterien beherbergt, finden sich diese leider auch im Kaffee wieder. Es gilt die Devise: Täglich das Wasser wechseln! Das gilt auch für alle anderen Geräte, die einen Wassertank haben.
5. Toilette
Ihr Ruf ist schlechter als die Realität. Das liegt vor allem daran, dass in der Toilette zwar Krankheitserreger sind (Stichwort Magen-Darm-Infektionen), das Badezimmer ist aber kein guter Ort für Darmkeime, wenn es kühl und gut durchlüftet ist. Dazu kommt noch, dass es eigentlich keinen Infektionsweg in der Toilette gibt, wenn ich die Hände wasche und nicht aus der Klo-Schüssel trinke. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie lange hält sich der Virus auf Oberflächen im Haushalt?
Es gibt Studien, die sagen, dass Coronaviren sich einige Stunden auf Oberflächen halten. Andere Studien gehen davon aus, dass sie einige Tage überleben können. Beide sind richtig. Denn es kommt auf die Umgebungsbedingungen an, also Faktoren wie Temperatur oder UV-Licht. Im Labor sind die Werte allerdings anders als in unserem Alltag. Hinzu kommt, dass die Virenanzahl auf Oberflächen schnell abnimmt und unter die für eine Ansteckung nötige Virenzahl sinkt. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie groß ist die Gefahr einer Übertragung durch Lebensmittel?
Es sind keine Fälle bekannt, bei dem es einen Hinweis auf eine Übertragung durch Lebensmittel gab. Hinzu kommt, dass durch das Erhitzen/Kochen von Lebensmitteln der Virus unschädlich gemacht wird. Auf Lebensmitteln wie Brot oder Ähnlichem hält der Virus vielleicht ein paar Stunden. Andere Produkte, die man waschen kann, wie Obst und Gemüse, sollten sowieso immer gründlich gewaschen werden. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Sollte man die Brille regelmäßig desinfizieren?
Das Desinfizieren der Brille ist nicht falsch, aber auch nicht dringend notwendig. Der Infektionsweg zu den Schleimhäuten fehlt, da es normalerweise zu keinem direkten Kontakt mit dem Auge kommt. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie gefährlich sind Türklinken in Mehrfamilienhäusern?
In Mehrfamilienhäusern werden die Klinken natürlich von vielen Personen genutzt und stellen somit ein höheres Risiko da. Da man sie nicht ständig desinfizieren kann, ist auch hier das direkte Händewaschen nach dem Kontakt das Beste. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

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Sollte man lieber seine Schuhe vor der Tür ausziehen, um keine Viren in die Wohnung zu bringen?
Auch bei Schuhen muss man sich keine Sorgen machen, da der Infektionsweg fehlt. Man hustet normalerweise nicht direkt auf die Schuhe. Und dann wäre ja noch die Frage, wie die Viren von den Schuhen auf meine Schleimhäute kommen. Also: Auch an dieser Stelle wieder das Wichtigste: Wenn man nach Hause kommt, die Hände waschen! – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Kann ich bedenkenlos Leitungswasser trinken?
Ja. In Deutschland ist das Leitungswasser das bestuntersuchte Lebensmittel. Es gab auch in der Vergangenheit noch nie Probleme mit Viruserkrankungen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Kann ich Fleisch bedenkenlos einfrieren?
Es gibt durch das Bundesinstitut für Risikobewertung eine ganz aktuelle Bewertung zu diesem Thema: So gibt es zwar bisher keine Hinweise zu Infektionsketten des Coronavirus über den Verzehr von Lebensmitteln, inklusive tiefgekühlter Lebensmittel. Dennoch wird das Coronavirus als kälteunempfindlich eingeschätzt, demnach kann es bei -20 Grad Celcius bis zu 2 Jahre im gefrorenen Status infektiös bleiben. Daher ist durch das Einfrieren allein das Virus noch nicht zerstört, sondern erst mit dem Durcherhitzen der Lebensmittel. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wie wasche ich richtig?
Die Coronaviren gehören zu einer Gruppe von Viren, die eine Umhüllung von Lipiden haben. Diese kann glücklicherweise durch alle gängigen Waschmittel oder Seifen zerstört werden. Dabei sollte man bei 40 Grad, besser 60 Grad, Vollwaschmittel mit Sauerstoffbleiche nutzen. Für farbige Wäsche, die man nicht mit Bleiche bearbeiten will, sollte man eine möglichst hohe Temperatur wählen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Wird das Virus im Trockner getötet?
Die Temperaturen im Trockner sind hoch genug, dass sie die Viren inaktivieren und vor allem austrocknen. Coronaviren benötigen eine gewisse Feuchtigkeit, um zu überleben. Die Wäsche in Kombination mit dem Trockner sollten reichen, um alle Viren zu beseitigen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Können sich Viren in der Waschmaschine festsetzen?
Bei den Viren handelt es sich um Partikel, die sich außerhalb von Zellen nicht vermehren können. Anders als Bakterien brauchen sie einen Wirt, um sich zu vermehren. Somit sollte die Waschmaschine ein sicherer Ort sein. Bei anderen Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen dagegen ist die Waschmaschine natürlich eher ein Thema. Da können sogenannten Biofilme entstehen, in denen sich viele Bakterien finden. Diese können theoretisch über die Wäsche übertragen werden, wobei die Gefahr nicht so groß ist, dass wir davon krank werden. Ein größeres Problem ist, dass die Biofilme anfangen, zu riechen. Tipp: Die Einspülkammer und die Wäschetrommel nach dem Waschen auslüften lassen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

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Darf man noch Spülschwämme benutzen?
Das darf man, so wie vorher auch. Aber man muss natürlich wissen, dass ein feuchter Spülschwamm ein idealer Ort für Mikroorganismen ist. Das heißt, man sollte sie regelmäßig wechseln. Das gilt aber nicht erst seit Corona. Einmal die Woche austauschen ist sicherlich ausreichend. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Sollte man spezielle Reinigungsmittel benutzen?
Das Coronavirus besitzt eine Art Lipidhülle, und diese Hülle wird durch normale Tenside zerstört. Das heißt Seife oder eben auch alle waschaktiven Substanzen in normalen Reinigern sind für das Putzen völlig ausreichend. Küchenreiniger, Badreiniger, Allzweckreiniger und natürlich Waschmittel – mehr braucht man eigentlich nicht. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

Hilft Essig gegen das Virus?
Essig ist tatsächlich antibakteriell und antiviral wirksam. Allerdings muss auf die Konzentration geachtet werden. Ein Schuss Essig in den Putzeimer reicht nicht. Es gibt Essigessenz, die man zur Hälfte mit Wasser verdünnt, wenn man damit saubermacht, sollte es reichen. – Prof. Dr. Dirk Bockmühl

FAQs - Mundhygiene

Ist es gefährlich, in diesen Zeiten zum Zahnarzt zu gehen? Da könnte ich mich ja infizieren!
Grundsätzlich sind zahnärztliche Praxen auf einem sehr, sehr hohen Hygieneniveau. Da der Beruf generell stark infektionsgefährdet ist, sind die gesetzlichen Maßnahmen und Rahmenbedingungen extrem hoch. Der Patient ist also sozusagen durch den Gesetzgeber geschützt. Geräte und Räumlichkeiten werden sehr gründlich desinfiziert, nach jedem Patienten. Hinzu kommt, dass man jetzt auch vermeidet, dem Patienten die Hand zu geben. Nachdem sich der Patient in den Stuhl gesetzt hat, werden die Hände desinfiziert und Handschuhe angelegt. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Viele Zahnarztpraxen haben geschlossen. Was kann ich tun, wenn ich Zahnschmerzen habe?
Es besteht eine Versorgungspflicht. Das heißt, es müssen immer genügend Praxen geöffnet sein, sodass Patienten behandelt werden können. Auf der anderen Seite gibt es die Empfehlung der Institutionen, dass keine Standardbehandlung mehr durchgeführt werden. Zum Beispiel Prophylaktische Maßnahmen oder normale Untersuchungen. Das Programm soll auf dringend notwendige Maßnahmen reduziert werden. Das führt zwangsläufig zu Leerläufen. Um diese zu vermeiden, sollten sich die Zahnärzte im kollegialen Umfeld absprechen, um immer mindestens eine Praxis geöffnet zu haben. – Prof. Dr. Ralf Rößler

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Was ist denn mit Krankenkassen? Man sollte ja eigentlich einmal im Jahr zum Zahnarzt, Kinder sollen es sogar zweimal. Bekommen wir da jetzt Probleme?
Das ist korrekt, man sollte einmal im Jahr, beziehungsweise Kinder zweimal im Jahr, einen Arzt aufzusuchen. Aber das muss ja nicht zwangsweise exakt innerhalb von 12 Monaten sein. Also jetzt im April und Mai muss man nicht unbedingt für Vorsorgeuntersuchungen zum Arzt. Sollte diese Extremsituation länger anhalten, müssen die Krankenkassen eine Lösung dafür finden. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Wenn jemand mit dem Coronavirus infiziert ist und Zahnschmerzen hat, kann sich der Arzt weigern, ihn zu behandeln?
Weigern kann sich der Zahnarzt nicht. Es herrscht eine Versorgungspflicht. Allerdings besteht momentan die Empfehlung, positiv getestete Patienten in speziellen Zentren zu behandeln, in denen unter besonderen Hygienemaßnahmen, beziehungsweise Eigenschutzmaßnahmen gearbeitet wird. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Wie sollte ich mich im Wartezimmer verhalten? Dürfen da überhaupt noch mehrere Leute sitzen?
Wir gehen davon aus, dass im Wartezimmer keine bekannt positiven Patienten sitzen. Darüberhinaus halten die Praxen die konventionellen Regeln ein: 1,5 bis 2 Meter Abstand. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Kann mich eine gute Mundhygiene schützen?
Unser Hauptproblem in der Mundhöhle sind nicht die Viren. Der Organismus ist eigentlich immunologisch sehr gut ausgestattet, um sich gegen Viren zu wehren. Die eigentlichen Probleme sind die Bakterien, und da spielt die Mundhygiene eine deutliche Rolle. Zahnpasten zum Beispiel enthalten eine antivirale Wirkung. Ähnlich wie bei der Hygiene der Hände ist auch hier eine systematisch und konsequente Mundhygiene immer nützlich. – Prof. Dr. Ralf Rößler

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Soll ich die Zahnbürste mit Desinfektionsmittel behandeln?
Das ist nicht nötig. Die Zahnbürste sollte man nach der Benutzung gut auswaschen und in einen eigenen Becher stellen, damit sie nicht in Kontakt mit einer anderen kommt. Die Zahnbürste sollte unbedingt gut trocknen können. Damit wird der höchste antibakterielle-Schutz geleistet. In Coronazeiten benutzen Sie vielleicht sogar eine für morgens und eine für abends. Damit garantiert man, dass die Zahnbürste ausreichend austrocknet. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Wie oft sollte ein Zahnputzglas in die Geschirrspülmaschine?
Das Zahnputzglas kann man ruhig alle 2-3 Tage in die Spülmaschine tun. Am Wichtigsten ist, dass die Zahnbürste mit dem Bürstenkopf nach oben steht und das Glas nicht mit der Familie geteilt wird. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Was ist besser: Ein weicher oder harter Bürstenkopf?
Definitiv der weiche Bürstenkopf. Das Zahnfleisch wird nicht verletzt und die Zähne werden völlig ausreichend sauber. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Was kann eine Zahnpasta und sollte sie antibakteriell ist?
Die meisten Zahnpasten sind als antibakteriell vermerkt. Es gibt sehr gute antibakterielle Wirkstoffe, die in Zahnpasten drin sind. Zum Teil sind sie patentrechtlich geschützt, wodurch sich die Firmen voneinander unterscheiden. Grundsätzlich ist Hauptforderung an eine Zahnpaste, dass sie fluoriert ist. – Prof. Dr. Ralf Rößler

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Darf man dieselbe Zahnpastatube benutzen?
Unter der Voraussetzung, dass die Zahnbürste völlig ausgetrocknet und damit sauber ist, scheint mir dies nicht problematisch zu sein. Man sollte zusätzlich darauf achten, beim Auftragen der Zahnpaste den Zahnbürstenkopf nicht zu berühren. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Welche Produkte sollte man jetzt neben Zahnbürste und Zahnpasta verwenden, um sich vor dem Coronavirus zu schützen?
Ein Großteil der Keim-Mikroorganismen liegen auf der Zunge, trotzdem haben wir eigentlich keine Tradition in unserer Mundhygiene, die dieser gewidmet ist. Der Zungenschaber macht an dieser Stelle definitiv Sinn. Optimaler Weise reinigt man die Zunge weinigstes einmal am Tag, am besten abends. Sollte man keinen Zungenschaber zu Hand haben, kann man auch einen Kaffeelöffel umgekehrt an der Zunge ansetzen und entlang streifen. Nimmt man hierfür eine Zahnbürste, dann sollte es aufgrund der starken bakteriellen Beläge unbedingt eine separate Zahnbürste sein. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Was ist besser, Mundwasser oder Mundspüllösung?
Mundwässer sind rein kosmetische Artikel, die ein frischen Atem verleihen. Ihre Wirkstoffe arbeiten nicht mit der Konzentration einer Mundspüllösung. Diese sind eine ideale Ergänzung der täglichen Mundhygiene. Ersetzen tun sie diese aber nicht. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Hilft Ölziehen, um sich vor dem Virus zu schützen?
Öle haben ja in der ayurvedischen Medizin eine sehr große Bedeutung. Interessanterweise gibt es gerade im zahnmedizinischen Bereich gute Studien, die durchaus eine antibakterielle Wirkung von Ölen zeigen. Es gibt beispielsweise Mundspüllösungen mit ätherischen Ölen, von denen man weiß, dass sie sehr gut funktionieren. Die Datenlage ist zwar nicht sehr groß, allerdings gibt es sehr sicher keine Nebenwirkungen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Können Viren durch Zahnseide ans Zahnfleisch gelangen?
Die Konzentration der Viren ist viel zu gering, um sich durch Zahnseide zu infizieren. Generell ist die Zahnzwischenraum-Reinigung sehr gut und wichtig, wird aber leider zu wenig angewandt. Der Durchschnittsverbrauch eines Menschen sollte bei um die 180 Meter Zahnseide pro Jahr sein. In Deutschland liegt er bei unter 10 Metern. Zur Reinigung der schmalen Zwischenräume ist die Zahnseide ideal. Für größere Zahnzwischenräume ist eine Interdental-Bürste zu empfehlen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Ist es egal, ob man Zahnseide vor oder nach dem Zähneputzen benutzt?
Es macht Sinn, die Zahnseide vor dem Zähneputzen zu benutzen, um die Speisereste zu entfernen. Damit wirkt die Zahnpaste auf einer sauberen Fläche. Zusätzlich kann man es natürlich auch noch einmal nach dem Zähneputzen machen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

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Ist eine elektrische Zahnbürste besser als eine Handzahnbürste?
Beide Arten sind gleich effektiv, wenn es um das Thema Viren-Infektion geht. Aber elektrische Zahnbürsten sind meistens empfehlenswerter. Denn bei der manuellen Zahnreinigung wird häufig zu kurz geputzt. Die meisten Menschen putzen unter einer Minute, es sollten allerdings mindestens zwei sein. Auch der angewandte Druck bei einer manuellen Zahnbürste ist oft zu hoch. Vorteil der elektrischen Zahnbürste, ist die Systemassistenz, die den Druck wie auch die Zeit kontrolliert. Deswegen empfehlen wir elektrische Zahnbürsten zu nutzen. Beim Thema der Virusinfektion, liegt die Wahl der Zahnbürste beim Individuum. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Zahnspangen, Zahnschienen und Gebiss – sollte man die jetzt anders reinigen?
Zahnschienen, Zahnspangen oder ein Gebiss haben grundsätzlich eine hohe Anforderung an die Reinigung. Es ist nicht nötig, diese aufgrund der Coronaviren jetzt noch umfangreicher zu gestalten. Es gibt hervorragende Pflegemittel, inklusive spezieller Bürsten, um diese Produkte sauber zu halten. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Sind Menschen mit Implantaten mehr gefährdet?
Auch hier gilt: Das höchste Risiko liegt nicht in der Virusinfektion, sondern in einer bakteriellen Infektion. Mit einer regelmäßigen Prophylaxe und einer guten eigenen Mundhygiene kann man diese „Schwachpunkte“ aber zu 100 Prozent kompensieren. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Sind Karies und schlechte Zähne vererbbar?
Definitiv nicht! Es gibt kein Karies- oder Parodontitis-Gen, dass man vererbt bekommen könnte. Beides sind Infektionserkrankungen, die vermeidbar sind. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Wenn das Zahnfleisch blutet, lässt man es dann am besten in Ruhe?
Die Ursachen für Zahnfleischbluten sind Keime und Mikroorganismen, die auch als Plaque bezeichnet werden. Um das Zahnfleisch zu schützen, muss der Anteil der Keime reduziert werden, sonst setzt ein Teufelskreis ein, der zu einer Zahnfleischentzündung und Parodontitis führen kann. Die Devise ist also: Weiterhin gut putzen und bei einer Verschlechterung einen Zahnarzt aufsuchen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

Stimmt es, dass einen Apfel zu essen das Zähneputzen ersetzen kann?
Ein Apfel kann keine Mundhygiene ersetzen. Im Gegenteil kann er die Zähne durch viele saure Bestandteile reizen. Es kann auch zu Verletzungen des Zahnfleischs kommen. Die mechanische Mundhygiene ist durch nichts zu ersetzen. – Prof. Dr. Ralf Rößler

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Stimmt es, dass die Ursache von Mundgeruch nicht im Mund liegt, sondern im Magen?
Die Ursache für Mundgeruch kann im Magen liegen. 98 Prozent des Mundgeruchs entsteht allerdings aus der Mundhöhle. Vor allem durch die Zunge. Aber auch alte prothetische Versorgungen oder ineffiziente Füllungen können der Auslöser sein. – Prof. Dr. Ralf Rößler

FAQs - Hautpflege

Warum ist Seife so wichtig und warum tut es nicht Desinfektionsmittel allein?
Die Coronaviren haben eine Außenhülle, die unserer Haut ähnelt. Das Virus und unsere Hautoberfläche verbinden sich über Fettmoleküle. Wir wissen alle, wenn wir z. B. eine Pfanne mit einer Fettschicht haben, dann reinigen wir die mit Spülmittel, weil es dieses Fett viel besser löst als Alkohol. Entscheidend ist also nicht, das Virus abzutöten, sondern es von der Haut abzulösen und mit Wasser abzuspülen. Schon Kinder lernen heute: Man soll so lange seine Hände waschen, wie man braucht, um zweimal den ganzen Text von „Happy Birthday“ zu singen, dann kommt man auf etwa 30 Sekunden, so lange sollte das Händewaschen dauern. – Dr. Patricia Ogilvie

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Was ist eigentlich eine empfindliche Haut – und wie pflege ich sie in dieser Zeit, in der man sich ständig die Hände waschen soll?
Es gibt da ein Spektrum von leichter Irritation bis hin zu wirklich schweren Handekzemen oder Neurodermitis. Durch das Waschen werden Fette aus der der natürlichen Schutzbarriere der Haut gelöst, und wenn man von Natur aus empfindliche oder trockene Haut hat, dann reagiert die leichter mit Rötungen und Schuppungen. Aber man muss ganz klar sagen: Jetzt ist einfach das vorrangige Ziel, an der Oberfläche möglichst keine Viren haften zu lassen, also hat das Waschen oberste Wichtigkeit – man muss dann eben später mehr Feuchtigkeit zuführen. – Dr. Patricia Ogilvie

Wie kann ich denn meine Hände jetzt am besten pflegen, wo ich sie doch dauernd waschen muss?
Ganz klar: Cremen, cremen, cremen – mit dem, was einem sonst am besten hilft, also den Produkten, die man immer verwendet. Wenn man merkt, es reicht jetzt nicht mehr, dann eine Stufe fetter, es kann auch ruhig Vaseline über Nacht sein. Diese dann mit Baumwollhandschuhen gut einwirken lassen. Es sollte nur möglichst kein Glycerin in dem Pflegeprodukt sein, weil es Feuchtigkeit eher bindet als zuführt. – Dr. Patricia Ogilvie

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Gibt es für die Coronakrankheit auch Erkennungszeichen an der Haut, wie bei vielen anderen Viruserkrankungen?
Die meisten klassischen „Kinderkrankheiten“ von den Windpocken über die Masern bis zu den Röteln sind alle Viruserkrankungen, die ganz typische und einzigartige Erscheinungsbilder an der Haut haben. Normalerweise kann man hier die Diagnose über die Hauterscheinungen stellen, und das ist bei COVID-19 nicht so: Alle beschriebenen Fälle haben überhaupt keinerlei typische Anzeichen an der Haut. Diese Viruserkrankung scheint die äußere Haut nicht mit einzubeziehen. – Dr. Patricia Ogilvie

Ich habe ein Handekzem – soll ich jetzt beim Putzen Handschuhe tragen oder machen die das Ekzem noch schlimmer?
Wir empfehlen grundsätzlich Handschuhe zum Putzen, gerade wenn man solche empfindliche Hände hat, weil das Eintauchen in Spülmittel und Seife wieder Fette aus der Haut löst. Was ich solchen Menschen sowieso empfehle: Unter diesen Gummihandschuhen noch mal weiße Baumwollhandschuhe zu tragen, dann entsteht nicht so eine feuchte Kammer und man hat auch nicht direkten Kontakt mit der Gummierung des Handschuhs. Die Baumwollhandschuhe bekommt man in der Apotheke. – Dr. Patricia Ogilvie

Wenn ich einen Kratzer an der Haut habe, muss ich den sofort desinfizieren?
Wir wissen, dass das Virus eher nicht über die Haut in den Körper eindringt, sondern über die Schleimhäute von Mund und Nase. Das heißt, ein Kratzer an der Haut ist grundsätzlich keine Eintrittspforte – wir reden ja jetzt nicht von größeren offenen Wunden, sondern von kleineren Kratzern. Ich würde ihn in Ruhe abheilen lassen und nur bei größeren Verletzungen oder Wunden den Arzt fragen. – Dr. Patricia Ogilvie

Ich bade gern zur Entspannung, aber davon quillt meine Haut manchmal so auf. Muss ich auf mein Bad verzichten?
Grundsätzlich rate ich: Nicht zu heiß und nicht zu lange baden, denn wenn man schon so schrumpelige Fingerkuppen und Handflächen bekommt, dann sind die Oberflächen rauher und es bilden sich Nischen, in denen sich durchaus Erreger festsetzen können. Auf zu lange Bäder sollte man jetzt also eher verzichten. – Dr. Patricia Ogilvie

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Wie sieht es denn mit den Nägeln aus? Muss ich die auf besondere Art reinigen?
Nagelbürsten, Zahnbürsten, Handtücher: Das sind alles persönliche Gegenstände, und die sollte man auch nur selbst benutzen und nicht mit anderen teilen. Unter den Fingernägeln ist tatsächlich eine Nische, in der Viren und Bakterien sich gut ansiedeln können – nicht umsonst haben alle, die im medizinischen Bereich tätig sind, so kurze Nägel, denn die sind einfach leichter zu reinigen. Sie sollten also ihre Nägel kurz und sauber halten und sie bei jedem Händewaschen gründlich mitreinigen. – Dr. Patricia Ogilvie

Wenn ich mir die Hände zu oft eincreme, können sie dann süchtig werden nach Feuchtigkeitscreme?
Das ist ein Lieblingsthema von mir, denn es gehört zu den „Beauty-Mythen“. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht. Es gibt einfach Bereiche, die von Natur aus weniger Fett produzieren, dazu gehören auch die Hände und die Lippen, über die Lippen verlieren wir durch Verdunstung sogar am meisten Feuchtigkeit. Diese Regionen brauchen mehr Pflege, es ist aber nicht so, dass sie die Fettproduktion einstellen, wenn man ihnen Fette zuführt. Im Gegenteil: Wenn wir sie durch Pflegeprodukte unterstützen, dann stärken wir ihre Schutzfunktionen und verhindern, dass sie ständig austrocknen. – Dr. Patricia Ogilvie

Ich habe ganz empfindliche Haut und ich hab jetzt gerade meine Pflegeprodukte, die ich sonst immer für meine empfindliche Haut nutze, nicht zur Hand. Ich würde aber gerne testen, ob einfach andere funktionieren, wie kann ich das machen?
Das ist super wichtig und eine sehr lebenspraktische Frage, das erleben wir immer wieder. Die Lösung: Drei Tage lang in der Ellenbeuge ausprobieren – wenn in diesem Arial keine Rötung und kein Juckreiz auftreten, dann kann man davon ausgehen, dass man das Produkt gut verträgt und kann es am ganzen Körper einschließlich Gesicht anwenden kann. – Dr. Patricia Ogilvie

Mein Kind hat Neurodermitis. Wenn wir alle zusammen sind, kratzt es sich noch mehr. Wie können wir das in den Griff bekommen?
Die Erkrankung heißt deswegen NEURO-dermitis, weil sie speziell bei Kindern oft durch Stress ausgelöst oder verschlechtert wird. Jetzt, wo alle zu Hause sind, kann der Stress für Eltern wie für Kinder zunehmen, und das kann die Krankheit tatsächlich verstärken. Bei kleineren Kindern haben uns in der Klinik oft verhaltenstherapeutische Maßnahmen geholfen: Wir haben ihnen einen „Kratzbären“ gegeben, ein Stofftier, das sie kratzen konnten, um sich selbst nicht zu verletzen. Kurze Nägel sind auch wichtig, denn die beschädigen die Haut nicht so. Die Wärme im Bett kann den Juckreiz verstärken, da hilft es oft, einen etwas größeren Schlafanzug anzuziehen und ihn vorn mit einem Knoten zuzubinden, damit sie ihn im Schlaf nicht so leicht öffnen können. Das sind Maßnahmen, die häufig sehr hilfreich sind, aber keine zusätzlichen Anschaffungen erfordern. – Dr. Patricia Ogilvie

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Gibt es wissenschaftliche Studien über den Effekt von Akupunktur und Homöopathie auf COVID-19?
Die Weltgesundheitsorganisation hat jetzt einige Regeln von klinischen Studien zum Test von verschiedenen therapeutischen Ansätzen einfacher gemacht und damit den Kliniken eine sehr einfache Dokumentationsmöglichkeit geschaffen – und bei den wirksamen Methoden sind keinerlei Ansätze von Homöopathie und Akupunktur dabei. Auch die Meta-Analysen zur Akupunktur zeigen keinen Effekt, der über einen Placebo-Effekt hinaus geht. Das Risiko würde man jetzt bei schwer kranken Patienten nicht eingehen. – Dr. Patricia Ogilvie

Ich bekomme Pickel unter der Atemmaske. Was kann ich tun?
Masken sollten unbedingt regelmäßig gewaschen werden. Auch Vliesmasken und Alltagsmasken am besten im Waschbecken ausgiebig mit Seife auswaschen und trocknen lassen. Selbstgenähte Masken aus Baumwolle kann man bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. – Dr. Patricia Ogilvie
Vom vielen Händewaschen werden meine Nägel jetzt noch brüchiger als sie sowieso schon sind und reißen ständig ein. Helfen Nagelfestiger?
Nagelfestiger helfen da leider nicht. Der Nagel besitzt kleine Röhren, die durch den Nagel Wasser ziehen. Wenn der Nagel seine Elastizität verliert, dann wird durch den Wassereintritt der Nagel aufquellen und brüchig. Um dies zu vermeiden, sollte man den Nagel nicht schneiden oder knipsen, sondern vorsichtig feilen. Dadurch werden die Kanälchen verschlossen und der Wassereintritt verringert. Nach dem Feilen ist Olivenöl zu empfehlen. Es ist wasserabweisend und unterstützt die Verschließung der Röhren. Dazu einfach die Fingerkuppen in einer kleinen Schüssel Olivenöl baden und dann das Öl einmassieren. Diese Pflege der Nägel kann man täglich anwenden. – Dr. Patricia Ogilvie

Wie pflege ich meine Nagelhaut am Besten?
Mit der Nagelhaut muss man vorsichtig sein. Unter ihr liegt die Nagelbildungsstelle, die bei rabiatem Umgang verletzt werden kann. Dadurch kann eine Nagelwachstumsstörung oder eine Nagelbettentzündung entstehen. Man sollte das Häutchen nur vorsichtig zurückschieben und nur das abschneiden, was wirklich von alleine absteht. Ganz wichtig ist es, die Haut nicht abzuzupfen. Dabei reißt man meistens zu tief ein und fügt sich dann kleine Verletzungen zu, durch die dann Bakterien eindringen können. – Dr. Patricia Ogilvie

Muss ich mir die Hände desinfizieren, bevor ich Creme aus einem Tiegel entnehme?
Tiegel sind sowieso nicht wirklich hygienisch. Viele Hersteller legen einen kleinen Spatel mit in die Verpackung rein, den sollte man verwenden. Man kann auch das Ende eines Teelöffels verwenden. Direkt mit den Fingern sollte man lieber nicht in den Tiegel gehen. – Dr. Patricia Ogilvie

Ist es in Ordnung, wenn ich mir mit meinem Mann einen Creme-Tiegel teile?
Persönliche Pflege und Hygieneartikel sollte man tatsächlich auch nur persönlich benutzen. Das gilt für Haarbürsten, Zahnbürsten und auch für solche Dinge, die man mit seinen Fingern nutzt. Wenn man regelmäßig und konsequent einen Spatel oder Löffel verwendet, dann ist die gemeinsame Nutzung kein Problem sein. – Dr. Patricia Ogilvie

Worauf sollte ich beim Make-up für eine Videokonferenz achten?
Wichtig ist, dass die Haut nicht glänzt. Dafür muss nicht unbedingt viel Make-up benutzt werden. Wichtig ist es, ein hochwertiges Make-up zu verwenden, das die Haut abmattiert und Unregelmäßigkeiten wie Hautrötungen kaschiert. Noch wichtiger als das Make-up ist bei einer Videokonferenz aber das Licht! Da einen passenden Platz im Haus zu finden, kann schon Wunder vollbringen. – Dr. Patricia Ogilvie

Während meiner Zeit im Home-Office habe ich das Gefühl, meine Haut wird trockener, am ganzen Körper. Soll ich mehr Wasser als sonst trinken?
Grundsätzlich trinken die meisten weniger als die Menge, die wir tatsächlich zu uns nehmen sollten. Das sich die Haut momentan so trocken anfühlt, liegt allerdings eher an der Umgebungs-Umluft-Feuchtigkeit, die zu Hause geringer ist. Man kann diese veränderten Umstände nicht vollständig durch Trinken ersetzen, man sollte von außen durch Creme nachhelfen. Regelmäßiges und intensives Eincremen kann in Kombination mit ausreichendem Trinken der Haut schnell helfen. – Dr. Patricia Ogilvie

Sind stark ölhaltige Cremes besser für trockene Haut?
In der Regel braucht man nicht besonders viel Fett. Wenn die Fettfilmschicht intakt ist, hat sie hauteigene Lipide, die für eine natürliche Feuchtigkeit sorgen. Inhaltsstoffe, wie sie in den meisten Körperpflegeprodukten und auch Gesichtscremes vorhanden sind, helfen, die Haut in die Lage zu versetzen, die Feuchtigkeit gebunden zu halten. Allerdings ist die Wahl einer Creme immer abhängig vom persönlichen Hauttyp. – Dr. Patricia Ogilvie

Hat das zu Hause sein einen negativen Einfluss auf meine Gesichtshaut? Und was kann ich tun, um sie zu pflegen?
Ich denke, das ist vor allem die Gesamtsituation, die sich bei vielen auswirkt. Das Stress-Level liegt in der aktuellen ungewissen Situation einfach höher. Dass Stress schlecht für die Haut ist, ist bekannt. Das körpereigene Stresshormon Cortisol kann bei entsprechender Neigung tatsächlich unreine Haut verursachen. Natürlich kommt hinzu, dass frische Luft und ausreichendes UV-Licht fehlt. Auch dadurch kann es zu Unreinheiten kommen. Um das Stress-Level zu senken, sollte man sich unbedingt neue Routinen aufbauen. Dazu gehört dann auch vielleicht eine neue und intensivere Pflege-Routine zu entwickeln. – Dr. Patricia Ogilvie

Welche Gesichtsmasken sollte ich benutzen? Was ist von Mix-it-yourself-Masken zu halten?
Gesichtsmasken sind stark von den Hauttypen abhängig. Feuchtigkeitsspendende Masken sind im Regelfall für die meisten Hauttypen verträglich und fördernd. Heilerde-Masken sind vor allem für unreine Haut zu empfehlen. Sie beruhigen die Haut und regulieren eine übermäßige Talgproduktion. Ein ganz alter Haushaltstrick ist Quark. Der hilft übrigens auch besonders gut bei Sonnenbrand. Er entzieht der Haut das Hitzegefühl und beruhigt damit. Nach der Verwendung von Quark aber unbedingt Creme verwenden, da Quark Feuchtigkeit zieht. – Dr. Patricia Ogilvie

Ich habe jetzt noch mehr Rötungen und Pusteln als sonst. Vielleicht weil ich mich nicht so viel bewege und nicht mehr viel rauskomme. Kann ich meine alte Cortison-Creme verwenden?
Cortison-Creme ist in der Regel etwas, das vom Hautarzt für eine bestimmte Problematik verschrieben worden ist. Die sollte man nicht danach in die Hausapotheke legen und auf das nächste Problem warten. Die beschriebene Problematik ist eher eine Überlastungsreaktion der Haut, die von Cortison-Creme sogar schlechter werden kann. Man kann an dieser Stelle Hausmittel wie Schwarztee-Umschläge benutzen. Dafür taucht man Wattepads in schwarzen Tee und legt diese dann auf die geröteten Stellen. Durch die Gerbstoffe im Tee wird die Haut beruhigt, sodass das Irritationsgefühl und der Juckreiz abflachen. – Dr. Patricia Ogilvie

Wie gefährlich sind Tester in Drogeriemärkten?
Tester im Drogeriemarkt werden natürlich wahnsinnig oft und von verschiedenen Personen verwendet. Da ist natürlich ganz besonders in Coronazeiten keine Hygiene gegeben. - Sacha Schütte

Macht zu viel Pflege die Haut abhängig?
Nein. Die Haut hört nicht auf, ihre körpereigenen Mechanismen selber zu bewerkstelligen. Die Pflege von außen ist ein Zusatz, der der Haut hilft. Man kann nicht zu viel pflegen. – Dr. Patricia Ogilvie

Bekomme ich von Süßigkeiten wirklich schlechte Haut?
Das haben wohl alle Jugendlichen gesagt bekommen – Eltern haben da eine eigene Agenda. Aber es stimmt nicht. Zumindest nicht allgemeingültig für Jeden. Es gibt im Einzelfall Menschen, die bestimmte Sachen nicht vertragen und davon unreine Haut kriegen. Aber generell trifft es nicht zu, dass Süßigkeiten schlechte Haut verursachen. – Dr. Patricia Ogilvie

Stimmt es, dass man an Muttermalen nicht kratzen darf, weil sie dann gefährlich werden?
Tatsächlich ist man früher davon ausgegangen, aber das stimmt zum Glück nicht. Man sollte sie trotzdem nicht so aufkratzen, dass der Hautarzt sie hinterher nicht mehr beurteilen kann, weil eine Blutkruste drauf ist.
Man sollte sie trotzdem nicht so aufkratzen, dass der Hautarzt sie hinterher nicht mehr beurteilen kann, weil eine Blutkruste drauf ist. Es ist aber tatsächlich nicht so, dass man harmlose Muttermale gefährlich macht, indem man daran kratzt. – Dr. Patricia Ogilvie

FAQs - Kinder & Homeschooling

Wie kann ich den Alltag mit meinem sieben Jahre alten Kind spielerisch verbringen und Hausaufgaben konzentrierter mit ihm machen?
Eine wichtige Frage ist: Was braucht eigentlich dieses Kind? Ihm fehlen die Kinder in der Schule, die Freunde, der Lehrer – darum ist es wichtig, erst einmal auf die Gefühle des Kindes einzugehen und ihm zu sagen: Ja, ich spüre, dass all diese Menschen dir jetzt fehlen. Dann kann man gemeinsam nach Lösungen suchen: Kann das Kind ein Videotelefonat mit der Lehrerin führen, kann es einen Freund zum Lernpartner machen und an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit gemeinsam mit ihm lernen? Wenn die Bedürfnisse des Kindes befriedigt sind, dann ist es geistig auch in der Lage, neue Inhalte aufzunehmen. – Dr. Martina Stotz

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Mit treibt die Umsetzung der Home School an den Rand der Möglichkeiten: Es ist ein wildes Durcheinander an Arbeitsblättern über verschiedene WhatsApp Gruppen und E-Mails … Meine Kinder sind mit den Ansprüchen überfordert und ich bin es auch!
Dieses Problem haben viele Eltern gerade, sie fühlen sich allein gelassen von der Schule und den Lehrern, und ich glaube, so ist ein ganz großes Kommunikationsproblem entstanden. Schreiben Sie dem Lehrer und der Schulleitung eine E-Mail und fordern Sie, dass man Ihnen klare Strukturen und Kommunikationswege anbietet. Die Lehrer meinen es gut, wenn sie den Eltern so viele Unterrichtsmaterialien schicken, aber sie wissen oft gar nicht, dass sie die Eltern damit überfordern. Und: Haben Sie Mut zur Lücke! In unseren Klassenzimmern ist es auch so, dass wir nicht immer alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Legen Sie schon morgens eine Struktur für den Tag fest, das macht die Arbeit leichter. Manchmal helfen auch Tricks: Wenn die Arbeitsblätter nichts bringen, kann man auch mit Gegenständen aus dem Haushalt zählen oder mit Zeitungen und Magazinen lesen üben. Aber wenn das Kind nachmittags erschöpft ist und nichts mehr aufnehmen kann, dann ist es eben so. Machen Sie sich da nicht zur viel Druck. – Dr. Martina Stotz

Unsere Wohnung ist eigentlich zu klein dafür, das wir alle ständig zu Hause sind. Wo kann unsere Tochter in Ruhe lernen?
Es wäre natürlich schön, wenn es einen Raum gäbe, in dem das Kind in Ruhe lernen kann, aber das bietet nicht jede Wohnung. Oft kann man sich behelfen, indem man von einem Raum einen Bereich abteilt, mit einem Vorhang oder einem Regal. Für viele Kinder ist es auch beruhigend, wenn Mama oder Papa in der Nähe ist, und sie können sich dann leichter fokussieren. Vielleicht können Sie mit Ihren Arbeitgebern absprechen, dass Sie Videokonferenzen in den späten Nachmittag legen, wenn die Kinder fertig sind mit dem Lernen. – Dr. Martina Stotz

Mein Sohn, fünf Jahre, Einzelkind, will immer nur fernsehen. Das erlauben wir natürlich nicht. Obwohl wir ihm viel anbieten und viel mit ihm machen, sagt er, wir würden nicht mit ihm spielen. Alleine zu spielen schafft er nur kurz. Mein Mann macht Homeoffice und ich bin Kinderkrankenschwester, somit sind wir beide oft arbeiten. Vor der Krise war die Situation entspannt.
Zwei Dinge sind entscheidend: Zeigen Sie dem Kind, dass Sie es in seinen Bedürfnissen wahrnehmen, und binden Sie es ein, wenn Sie neue Regeln aufstellen. Fragen Sie das Kind, was es jetzt will oder was ihm fehlt, und nehmen Sie wirklich zu ihm Verbindung auf: Knien Sie sich hin, gehen Sie auf seine Augenhöhe, blicken Sie ihm in die Augen und halten Sie es an den Schultern – dadurch fühlt das Kind sich wahrgenommen und geborgen, allein dadurch schüttet das Gehirn schon Bindungshormone aus und das Kind kann sich beruhigen. Bieten Sie ihm dann eine Regel an: Gut, wir spielen jetzt eine halbe Stunde zusammen das, was du spielen möchtest, aber danach muss ich wieder arbeiten und du spielst dann ein ein bisschen allein. Erklären Sie ihm, dass die Situation jetzt für sie alle neu ist, und dass sie verstehen, dass das für Ihr Kind nicht leicht ist. Natürlich bieten Filme und Serien eine einfache Methode der Beschäftigung: Legen Sie aber genau fest, wie lange es eine Sendung schauen darf, und lassen Sie das Kind so gut wie möglich selbst entscheiden, was es sich anguckt. – Dr. Martina Stotz

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Wenn mein Kind einen Wutanfall bekommt, dann macht mich das auch wütend, und manchmal werde ich so aggressiv, dass ich mein Kind fast schlage, aber das will ich auf keinen Fall. Wie kann ich das verhindern?
Wenn Sie merken, dass Sie wütend werden, dann unterbrechen Sie sofort die Situation: Gehen Sie kurz in den Garten oder auf den Balkon und atmen Sie langsam einige Male ein und aus. Ein anderer Trick: Gehen Sie ins Bad und lassen Sie kaltes Wasser über Hände und Unterarme laufen und benetzen Sie auch ruhig ein paarmal das Gesicht damit – die Nerven melden den Reiz an das Gehirn und die Spirale der Verärgerung wird unterbrochen, Sie „kühlen“ sich tatsächlich ab. Danach ist man oft wieder in der Lage, vernünftig mit seinem Kind zu reden, und auch das Kind selbst ist in der Zwischenzeit ruhiger geworden. Denken Sie immer daran: Das Kind löst die Gefühle in Ihnen nur aus, es ist aber nicht für Ihre Gefühle verantwortlich.
Wichtig: Wenn Sie Ihr Kind tatsächlich einmal schlagen, sollten Sie sich sofort bei ihm entschuldigen, ihm sagen, dass Sie sich selbst erschrocken haben und dass es Ihnen wirklich leid tut, und ihm erklären, warum sie es getan haben und warum die Situation gerade so schwierig für Sie ist. So vermeiden Sie, dass die Kränkung des Kindes und Ihre eigenen Schuldgefühle Ihre Beziehung zu dem Kind belasten. – Dr. Martina Stotz

Wie kann ich meinem 18 Monate alten Sohn die Situation erklären?
Ein Kind in dem Alter hat noch keinen großen Wortschatz und kann die Situation nur schwer verstehen. Es versteht aber sehr gut Ihre Gefühle, und die können Sie ihm erklären: Sagen Sie, dass Sie wollen, dass Ihr Kind gesund bleibt und dass viele andere Menschen gesund bleiben, und dass es dafür sehr wichtig ist, dass Sie jetzt zu Hause bleiben. Wenn es seine Freunde vermisst und auf den Spielplatz will, können Sie ihm anbieten, die Freunde per Videochat zu „besuchen“. Grundsätzlich gilt: Je klarer die Eltern in Ihren Gedanken und Gefühlen sind und je klarer sie sich ihren Kindern mitteilen, desto besser gelingt die Kommunikation. – DDr. Martina Stotz

Was macht man, wenn das Kind ADHS hat und die Wohnung zu klein ist, um sich auszutoben?
Ein Kind mit ADHS ist schnell reizüberflutet – um so wichtiger ist für dieses Kind eine ganz klare Reihenfolge am Tag. Ich empfehle einen Wochenplan: Welches Elternteil ist für mich zuständig, ist heute Mama dran oder ist heute Papa dran? Man kann sich auch die Schichten aufteilen, z. B. morgens ist die Mama zuständig, am Nachmittag der Papa. Das kann das Kind dann schon morgens auf dem Zettel an der Pinnwand sehen. Außerdem braucht ein Kind mit ADHS von den Eltern ganz klare Aussagen darüber, was es darf und was nicht, und entlastend ist natürlich viel Bewegung an der frischen Luft. Körperkontakt wirkt häufig beruhigend, und es ist hilfreich, den Medienkonsum einzuschränken, um das Gehirn nicht noch mehr zu reizen. Was auch hilft: Geben Sie dem Kind ein „Amt“ – das Amt, zum Bäcker zu gehen oder die Wäsche aufzuhängen oder die Einkäufe in den Kühlschrank zu räumen. Das gibt ihm das Gefühl, gebraucht zu werden, und es stärkt seine Selbstwirksamkeit. – Dr. Martina Stotz

Homeschooling überfordert mich und meine Kinder. Wie bekomme ich das besser hin?
Ein Tagesplan hilft den Kindern, diese neue Routine anzunehmen. Strukturen ermöglichen dem Menschen, sich anzupassen. Der Start in den Tag sollte leicht sein, vielleicht mit einem Video, mit dem die Kinder dann arbeiten. Auch Pausen sollten ganz bewusst reingeschrieben werden. Eine Pause kann entweder vom Kind selbst gestaltet oder für kleine Sportübungen genutzt werden. Bewegung hilft dem Konzentrationsprozess. Des Weiteren sollte man darauf achten, verschieden Schwierigkeitsstufen einzubauen. Mathe-Übungen zum Beispiel sollte man am Anfang sehr leicht und dann wieder etwas schwerer gestalten. Zum Ende hin wird das Niveau dann wieder etwas gesenkt. In der mittleren Phase kann man am besten mit dem Kind arbeiten und auch schwierigere Aufgaben angehen. – Dr. Martina Stotz

Sollen Kinder auch in den Ferien Hausaufgaben machen?
Es sollte Zeiten geben, in denen das Kind einfach mal frei sein darf. Da kann man natürlich Anregungen zum Spielen oder Basteln geben. Doch die Ferienzeit sollte, wenn nicht gerade Prüfungen anstehen, wirklich frei sein. Genauso wie wir im Urlaub nicht arbeiten sollten. – Dr. Martina Stotz

Wie kann ich meine Kinder mehr motivieren?
Kinder müssen sich gebraucht fühlen. Sie sollen ein ganz wichtiger und besonderer Bestandteil der Familie sein. Das heißt, dass man sie mit ins tägliche Leben involviert. Ihnen das Gefühl gibt, dass ohne sie diese Familie nicht so laufen könnte, wie sie es tut. Dafür kann man beispielsweise Ämter vergeben und dem Kind dadurch ermöglichen, dass es jeden Tag ein Erfolgserlebnis hat. Ist das Kind für die Blumen zuständig, so würden ohne dieses Kind die Blumen sterben. Das Kind braucht das Gefühl, das es etwas Sinnvolles tut. – Dr. Martina Stotz

Wie kann ich gegenüber meinen Kindern souveräner auftreten?
Die Entschiedenheit zählt. Wenn das Kind an einer befahrenen Straße steht und es will über die Straße rennen. Dann sind die Mutter und der Papa entschieden genug, dass das Kind da nicht rüber läuft. Sie sind sich selber klar, dass das Kind nicht loslaufen darf, und diese Klarheit brauchen wir an allen Punkten, in denen es um Werte geht. Es gibt ein paar Dinge, bei denen man klar werden darf. Zu empfehlen ist, dass sich Eltern gemeinsam hinsetzen und sich überlegen, welche Werte sie mit ihrem Kind besprechen wollen. – Dr. Martina Stotz

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Welche Wörter sollte ich gegenüber meinem Kind nicht benutzen?
Kinder verstehen einen viel besser, wenn man klar beschreibt, was man erwartet. Also nicht einfach „Nein!“ sagen. Das würde ich sehr dosiert verwenden, einfacher ist es, Alternativen aufzuzeigen. Anstatt zu sagen „Nicht schlagen!“ lieber deutlich machen, was das Kind stattdessen machen soll, etwa: „Die Hände bleiben bei dir.“ Dann weiß das Kind genau, was zu tun ist. Es gibt viel Worte, die man nicht benutzen sollte. Zum Beispiel das Wort „gleich“. Mit „Ich komm gleich“ kann das Kind gar nichts anfangen. „Ich komme, nachdem ich die Spülmaschine ausgeräumt habe“ – das gibt dem Kind eine Aussage, die es greifen kann. Auch das Wort „aber“, was einen aggressiven Charakter hat, kann man durch das Wort „gleichzeitig“ ersetzen. – Dr. Martina Stotz

Mein Sohn hängt ständig an seiner Spielkonsole rum. Ich kann machen, was ich will, ich kriege ihn da nicht weg. Ich bin total verzweifelt. Was kann ich machen?
Es ist wichtig mit dem Kind zu sprechen. Am besten in einem verbundenen Moment zwischen dem Elternteil und dem Kind. Wenn man sich sowieso gerade gestritten hat, wird das Kind nicht aufnahmefähig sein. Auch hier ist es wieder wichtig, seine Gefühle auf ehrliche Weise darzustellen. Dem Kind klar machen, warum es einen stört, dass es den ganzen Tag vor der Konsole sitzt. Konkret könnte man sagen: „Ich bin echt verzweifelt. Ich mach mir große Sorgen, weil mir deine Gesundheit so wichtig ist. Und dieses ständige Spielen am Computer ist nachweislich schädlich für dich und für deine Seele. Ich will mit dir zusammen Ideen finden, wie wir da rauskommen.“ Ansonsten würde ich empfehlen, sich gerne an die Onlineberatung von www.elternleben.de zu wenden, um die Frage nochmal ganz genau zu schildern. Es muss nämlich vor allem auf die Hintergründe eingegangen werden. Warum möchte dieses Kind den ganzen Tag vor der Konsole sitzen? Das hängt häufig damit zusammen, dass die Kinder sich im Alltag nicht mehr selbstwirksam fühlen. Der Sozialkontakt fehlt, es sind vielleicht zu wenig andere Sachen da, die auch Spaß machen und auch die Schule fällt weg. Auf www.elternleben.de kann man in der Onlineberatung ein Formular ausfüllen und bekommt innerhalb von 24 Stunden, am Wochenende innerhalb von 48 Stunden, eine Antwort von einem unserer Experten. Wir haben Experten für alle Bereiche der Familie. Diese sind dann im Email-Austausch mit den Eltern, um ein genaues Bild zu bekommen und alle Fragen beantworten zu können. – Dr. Martina Stotz

Meine Tochter flippt regelmäßig total aus, wenn ich ihr etwas wegnehme, zum Beispiel Spielzeug, das einem anderem Kind gehört. Muss ich das aushalten, weil sie erst drei ist? Kann ich mein Kind da irgendwie rausholen?
Mit drei Jahren kann das Kind noch nicht ganz unterscheiden, was ist meins und was ist deins. Das heißt, dass man dem Kind das Spielzeug nicht aus der Hand reißen sollte. Besser ist es zu warten, bis es soweit ist, es her zu geben. An dieser Stelle kann man auch gemeinsam das Spielzeug wieder zurückzugeben. Also auch da wieder durch Gestik zeigen, was man in solch einer Situation tut. Auch wichtig ist es, wenn das Kind ausflippt, dabei zu bleiben. Das Gefühl zu spiegeln und das Kind nicht zu verurteilen für sein Verhalten. – Dr. Martina Stotz

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Bei jeder Kleinigkeit weint mein vierjähriger Sohn los. Er ist ständig frustriert. Muss er nicht lernen, mit Frust umzugehen? Kann ich ihm das beibringen?
Das können Sie dem Kind beibringen. Dadurch, dass Sie immer wieder Ihrem Kind dabei helfen, sich zu beruhigen. Wenn es weint, gehen sie auf Augenhöhe, nehmen sie Ihr Kind bei den Schultern und bauen Blickkontakt auf. Mit Verständnis und Spiegelung der Emotionen stärken sie die Bindung zu ihrem Kind. Auf der anderen Seite müssen sie auf verständnisvolle Weise auch ihre Position einbringen. Es geht auch nicht immer nur darum, dass alle Bedürfnisse der Kinder sofort befriedigt werden, sondern darum, einen Kompromiss zu finden. Doch im ersten Moment sollte der Fokus auf dem Kind liegen, je häufiger man dabei hilft, sich zu beruhigen, umso mehr wird das Kind lernen sich selbst zu beruhigen. – Dr. Martina Stotz

Wie kriegt man Kinder aus einem „Tunnel“ der Rage?
Kinder haben das Recht darauf, ihre Gefühle rauszulassen und auszudrücken. Das heißt, wenn ein Kind diesen Wutausbruch haben möchte und diese Wut raus muss, ist es wichtig dabei zu bleiben. Außerdem sollte man diese Wut nicht auf sich beziehen. Der nonverbale Teil des Gehirns ist bei Kindern noch stark ausgeprägt. Das führt dazu, dass das Kind seine Gefühle ausdrücken möchte. Und dafür braucht es eine liebevolle Begleitung. – Dr. Martina Stotz

Ich fühle mich von meinen Söhnen (4 und 6 Jahre alt) geradezu terrorisiert. Muss ich denn immer nur darauf schauen, dass sie glücklich sind? Es schaut doch auch keiner, ob ich glücklich bin.
Die Kinder sind nicht dafür verantwortlich, sich um die Mutter zu kümmern. Elternschaft bedeutet, dass das Kind abhängig von mir ist. Nur man selbst ist verantwortlich für sich und seine Gefühle. Das heißt, das Kind terrorisiert nicht mit Absicht, sondern: dem Kind fehlt etwas. Hinter solchen Handlungen steht immer etwas Größeres. Deswegen sollte man sich fragen, was das Kind in dem Moment braucht. Vielleicht ist es ein Rückzugsort, körperliche Nähe oder auch klarere Grenzen. Außerdem sollte man als Mama auch in sich selbst hinein hören. Und bei Bedarf auch Unterstützung suchen, zum Beispiel bei www.elternleben.de. Es ist oft nicht so leicht, sich um sich zu kümmern. – Dr. Martina Stotz

FAQs - Familie & Partnerschaft

Wir sind alle zu Hause und mein Mann funkt mir ständig in den Haushalt rein – wie kriege ich ihn dazu, sich rauszuhalten?
Es ist ja auch der Haushalt Ihres Mannes, und damit hat er durchaus das Recht mitzumachen. Sie können es sich aber beide einfacher machen, indem Sie die Zuständigkeiten klären: Wer kauft ein, wer putzt was, wer lernt mit den Kindern? Legen Sie das klar fest und schaffen Sie möglichst Räume dafür: Wenn Papa ins Home Office geht, veranschiedet er sich von den Kindern, und wenn nach ihm Mama ins Arbeitszimmer geht, tut sie das auch – damit haben alle eine klare Markierung für die veränderte Situation. Vereinbaren Sie am besten klare „Schichten“ und teilen Sie das auch den Kindern mit, dann kann sich jeder daran halten. – Dr. Martina Stotz

Mein Mann zieht sich total auf sich selbst zurück, dabei könnten wir doch wenigstens jetzt mal ein bisschen mehr Nähe finden. Wie ie kriege ich den da raus?
Hier ist der Zeitpunkt wichtig: Sprechen Sie das Thema an, aber nicht, wenn die Situation sowieso gerade stressig ist. Warten Sie auf einen Moment, in dem Sie gerade in einer guten Verbindung zu einander stehen, vielleicht abends auf dem Sofa oder im Bett. Sagen Sie ihm, dass Sie das Gefühl haben, er sei so bei sich, aber gar nicht so sehr bei Ihnen, und sagen Sie ihm auch, dass Sie sich wünschen, dass Sie das gemeinsam hinbekommen. Es fällt nicht jedem leicht, über seine Gefühle zu sprechen, aber wenn Sie ihm eine Brücke bauen und etwas Geduld haben, dann wird er bestimmt hinübergehen. – Dr. Martina Stotz

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Ich würde gern mit meiner Familie etwas gemeinsam machen, aber niemand hat Lust. Jeder hängt nur allein für sich rum.
Haben Sie schon mal eine Familienkonferenz gemacht? Dabei sitzen alle am Tisch, jeder kann sagen, was ihm fehlt, und jeder andere kann darauf eingehen. So kann man gemeinsam Lösungen entwickeln, und das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch alle dran halten. Wichtig dabei: Jeder aus der Familie muss gehört werden, niemand darf sich übergangen fühlen – nur so sind alle motiviert, Entscheidungen gemeinsam zu tragen. Wenn Sie bei so einer Konferenz den Wunsch äußern, dass Sie mal mehr zusammen machen, dann finden sich bestimmt auch Dinge, auf die jeder Lust hat. Vielleicht fallen Ihnen ja im Vorfeld schon einige Ideen ein, die Sie dann vorschlagen können. – Dr. Martina Stotz

Meine Partnerin und Ich sind derzeit beide im Home Office, haben jedoch nur ein Arbeitszimmer. Wie kann man das optimal lösen?
Wahrscheinlich müssen Sie beide dasselbe Zimmer nutzen, weil dort die Schreibtische stehen und die Computer und der Drucker. Versuchen Sie, das Zimmer im Schichtbetrieb zu nutzen, vor allem dann, wenn Sie Videokonferenzen machen müssen: Wenn der eine im Arbeitszimmer ist, kann der andere ja vielleicht im Wohnzimmer arbeiten oder einkaufen gehen oder einen Spaziergang machen. Wenn Sie nicht konferieren oder telefonieren müssen, dann können Sie ja auch beide dort arbeiten, aber dann sollten Sie aufpassen, dass Sie einander nicht verlieren. Achten Sie darauf, zwischendurch immer etwas aufmerksam für einander zu sein, schenken Sie sich mal ein Lächeln oder eine Berührung oder machen Sie gemeinsam eine Kaffeepause. Auch eine kurze Umarmung wirkt Wunder: Schon gute 20 Sekunden umarmen am Tag können ausreichen, um Bindungshormone auszuschütten und auch das Sexleben in Gang zu halten. Die Wohnung ist ja nicht nur zum Arbeiten da. – Dr. Martina Stotz

Was hilft bei starken Stimmungsschwankungen?
Eine Stimmungsschwankung ist häufig eher ein Gefühlsausbruch: Oft kontrollieren wir unsere Gefühle, der stressige Alltag macht das ja oft auch relativ leicht, und wir stammen ja aus einer Generation, die es noch nicht so gelernt hat, Gefühle anzuerkennen und auszuleben. Aber wenn wir alle ständig zusammen sind, können wir diese Kontrolle nicht mehr aufrecht erhalten, und dann bricht es aus uns heraus – ob als Wut, Traurigkeit oder als eines von vielen anderen Gefühlen. Erlauben Sie sich diese Gefühle und schaffen Sie eine Möglichkeit, sie auszuleben: Oft hilft ein Kissen, in das man schlagen oder weinen kann. Vielleicht haben Sie Platz für einen Boxsack? Daran kann man sehr gut Aggressionen ablassen, das wirkt oft erleichternd. – Dr. Martina Stotz

Mein Partner behandelt mich einfach nur schlecht und ruppig. Er sieht nicht, was ich den ganzen Tag leiste. Kann ich irgendetwas tun, damit er mich liebevoll behandelt?
Auf jeden Fall! Das Allerwichtigste ist tatsächlich, dass man sich erstmal selbst liebevoll behandelt. Häufig ist es so, dass wir vom Partner erwarten, dass er das stillt, was wir selber nicht können. Deshalb ist es wichtig, gut mit sich selbst umzugehen und das dem Partner vorzuleben. Wenn der Partner dann ruppig ist, kann man nachfragen und in die Kommunikation gehen: Was ist denn gerade los? Wärst du bereit, freundlich mit mir zu reden? Entscheidend ist, wie man kommuniziert. Häufig formuliert man diese Dinge als Vorwürfe, was das Gegenüber automatisch in Abwehr setzt. – Dr. Martina Stotz

Wie kann ich weniger vorwurfsvoll kommunizieren?
Es geht um das Wie. Es ist wichtig, dem Partner klar zu machen, dass es kein Vorwurf ist, sondern der Versuch, die Harmonie wiederherzustellen. Etwas wie „Sag mal, bist du gerade erschöpft? Ich glaub, dir würde auch mal eine Pause gut tun.“ Häufig ist so eine pampige Reaktion des Partners ein Zeichen für eine Überforderung. Der Partner weiß vielleicht gar nicht, dass er überfordert ist. Wenn ich ihm Verständnis zeige und ihm vielleicht sogar sage, was er brauchen könnte, zeige ich, dass ich ihn dabei unterstützen werde, dass es ihm besser geht. – Dr. Martina Stotz

Ich fühle mich in meiner Beziehung allein gelassen. Ich kümmere mich um alles. Er bringt sich überhaupt nicht ein, macht nur sein Ding. Wenn ich um Hilfe bettele, blockt er, und ich werde richtig sauer. Wie kriege ich ihn dazu, partnerschaftlich zu handeln und die Aufgaben zuhause zu teilen?
Wenn man Unterstützung braucht, ist es ist ganz wichtig, nach Hilfe zu fragen. Wenn der Partner gerade nicht dazu in der Lage ist, muss man versuchen, sich diese Unterstützung von woanders her zu holen. Es ist wichtig, erstmal für sich selber zu sorgen. Dabei kann man nicht vom Partner erwarten, dass er das sofort macht. Vielleicht muss er erst etwas für sich selbst tun, um helfen zu können. Im Gespräch sollte man immer über sein Gefühl reden. Etwas wie: „Hey, ich bin irgendwie allein gelassen und ich bin einsam und brauche echt Unterstützung.“ Es ist ein Unterschied, ob man jetzt sag „Bitte hilf mir sofort“ oder „Wärst du bereit, mir das und das abzunehmen?“ Gerade bei Männern hilft es, wenn man konkret Aufgaben nennt, die er übernehmen könnte. Auf eine gewaltfreie Art, ohne Vorwürfe. Es ist sicher auch mal so, dass man wirklich sauer ist und nicht mehr kann. Dann muss es auch nicht immer in diesem weichgespülten, sanften Ton passieren, sondern dann kann man das Gegenüber auch mal merken lassen: Ich bin sauer. Nur ist es ein Riesenunterschied, ob man dem Partner dafür die Schuld gibt, dass man so viel zu tun hat, oder ob man bei sich selbst bleibt. – Dr. Martina Stotz

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Meine Frau hat manchmal Panikattacken wegen der Situation in den Supermärkten und ihrer Sozialphobie. Wie kann ich sie unterstützen? Ich möchte ihr die Angst nehmen.
Es wäre sinnvoll, sich an eine Onlineberatung wie www.elternleben.de zu wenden. Denn gerade mit Angst und Panik umzugehen, ist sehr komplex. Wichtig ist, dass man viel Verständnis zeigt. Es gibt nichts Schlimmeres, als Angst zu haben und in dieser vom Partner nicht ernst genommen zu werden. – Dr. Martina Stotz

Wie kann ich im stressigen Alltag meinem Partner genügen Aufmerksamkeit schenken?
Hier empfehle ich 5 Rituale, um in einer Beziehung die Sprache der Liebe (neu) zu lernen:
  1. 21 Sekunden der Nähe
    Es gibt ein Studie, die Paare 3 Wochen lang beobachtet und hinterher befragt hat – Ergebnis war, dass eine tägliche, 21 Sekunden lange Umarmung unfassbar fördernd für das Nähegefühl ist. Es werden darüber Bindungs- und Glückshormone ausgeschüttet, die uns glücklicher machen. In der Länge ist diesem Ritual natürlich keine Grenzen gesetzt.
  2. Worte der Liebe
    Der Alltag, gerade mit Kindern, kann stressig sein und einem die Zeit füreinander nehmen. Um sich trotzdem die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, empfehle ich kleine Liebesbotschaften. Versteckt in der Jackentasche, im Auto oder mit einem Post-it am Kühlschrank. Dies kann eine unglaubliche Wärme in der Partnerschaft erzeugen.
  3. Verabredungen
    Natürlich hat man im Alltag nicht immer Zeit, sich zu verabreden. Deswegen ist es sinnvoll, klein anzufangen. Eine Verabredung kann schon 5 Minuten am Tag sein, die man sich füreinander nimmt und bewusst darüber redet: Was war heute schön, was war heute blöd. Damit kann man im Gespräch zueinander finden. Auch gemeinsame Leidenschaften fördern die Beziehungen. Zusammen kochen, leidenschaftliche Unterhaltungen über ein Thema, für das man brennt. Und diese Leidenschaften auch wirklich in den Alltag einplanen.
  4. Termine für Massage
    Die körperliche Zuwendung im Alltag darf auch nicht zu kurz kommen. Auch hier kann man sich für verabreden. Ob eine Schultermassage, Kopfmassage oder eine Fußmassage, wichtig ist, sich in irgendeiner Form diese körperliche Nähe und Zuwendung zu schenken.
  5. Liebevolle Gesten im Alltag
    Vor allem für Eltern ist es schwer, Zeit für den Partner zu finden. Durch die Kinder hat man ständig viel zu tun und ist abgelenkt. Deswegen ist ein kleines Lächeln, eine Berührung, ein Schulterstreicheln oder intensiver Blickkontakt ein idealer Weg, um sich näher zu kommen. Es sind diese Kleinigkeiten, die den Alltag verändern können. – Dr. Martina Stotz

FAQs - Haustiere

Was mache ich mit meinem Hund? Muss ich die Pfoten desinfizieren, nachdem ich mit ihm draußen war?
Die Weltgesundheitsorganisation schildert Fälle in China, wo ganze Familien erkrankt waren und mit ihren Haustieren gemeinsam getestet wurden: Dort ist dann ein Abstrich von Katzen und Hunden gemacht worden, und aus dem konnte man schließen, dass Hunde und Katzen nicht als Überträger der Erkrankung von Mensch auf Tier zu Mensch wahrscheinlich sind. Da brauchen wir also keine Angst zu haben, dass der Hund es von einem zum anderen trägt. An den Pfoten gilt das gleiche wie an unseren Händen: Auch das ist ja im Prinzip hautartiges Material, und auch da wird die Bindung von Keimen durch Seife gelöst. Wir haben einen kleinen Hund, den stelle ich manchmal kurz ins Waschbecken und wasche ihm mit etwas Shampoo die Füße ab. – Dr. Patricia Ogilvie

FAQs - Mentale Stärke

Was kann ich allgemein für mentale Stärke tun?
Hierfür möchte ich sechs positive Anregungen geben:
  • 1. Stärke deine Kraftquellen
    Die eigenen Kraftquellen kann man durch Dinge stärken, die einem Freude bereiten. Das kann das Spazierengehen im Wald sein, Bilder zu malen oder das Kaffeetrinken am Morgen. Wichtig ist, sich bewusst die Zeit für sich zu nehmen und zur Ruhe zu kommen.
  • 2. Baue Stressresistenz auf
    Stress ist in unserem Alltag: Momentan wird er auch ungemein gefördert durch all die Ungewissheiten. Eine Stressresistenz kann man zum Beispiel durch Meditation oder Atemübungen aufbauen. Jeder kann da für sich selbst seinen eigenen Weg finden. Wichtig ist es, einen gewissen Körperruhezustand zu etablieren.
  • 3. Sorge für soziale Kontakte
    Menschen brauchen ein gewisses Gefühl von Zugehörigkeit und sozialer Interaktion. Heutzutage gibt es so viele Kommunikationsmedien, mit denen man soziale Kontakte bewusst in seinen Alltag einbauen kann. Ein soziales Miteinander kann extrem helfen, auch mit Angstzuständen oder dem Gefühl umzugehen, einsam zu sein.
  • 4. Schränke deinen Medienkonsum ein
    Ein großes Problem zurzeit ist, dass es zu viele Quellen mit unterschiedlichen Informationen gibt. Dadurch beschäftigt man sich mehr und mehr mit der Thematik, wodurch Ängste gefördert werden. Schnell gerät man dadurch in eine Spirale, in der die Ängste überhandnehmen. Ein ganz großer Tipp an dieser Stelle: Nicht vorm Schlafengehen noch auf zehn verschiedene News-Seiten gehen. Lieber einen bestimmten Slot am Tag einrichten, in dem man sich neuen Nachrichten widmet. Der ständige Informations-Input wird sonst schnell belastend.
  • 5. Stärke Körper und Geist durch Sport
    Bewegung ist essentiell für Körper und Geist. Das bedeutet nicht, dass jeder zum Marathonläufer werden sollte. Eine gewisse Bewegung in den Alltag einzubringen –einmal um den Block durch die Sonne zu laufen zum Beispiel – das kann schon einen Unterschied machen. Vielleicht kann man auch was Neues lernen: Es gibt momentan online viele Tai-Chi-Kurse oder Yoga-Kurse.
  • 6. Strukturiere deinen Alltag
    Ein Tipp, den ich allen ans Herz legen möchte, ist: Tagesstrukturen beibehalten. Das bedeutet, vor 10 Uhr aufstehen und eine gewisse Routine am Tag zu schaffen. Also die Stunde am Morgen, die ich mir ganz bewusst für mich nehme. Die Mittagspause, in der ich vielleicht eine halbe Stunde um den Block gehe. Und die Abendroutine, wenn ich etwas Leckeres koche und dann vielleicht bewusst eine halbe Stunde Nachrichten anschauen. Im Bett kann man dann durch eine Muskelrelaxation oder Meditation runterfahren und den Tag beenden. – Farina Schurzfeld

Eigentlich liebe ich es, alleine zu Hause zu sein, Bücher zu lesen und Filme zu schauen. Die letzten Tage waren jedoch furchtbar. Ich konnte nichts anderes machen als zu schlafen oder mich zu langweilen. Ich mach mir zu viele Sorgen.
Es ist ganz normal in der jetzigen Zeit, dass die Psyche belastet ist und dass man dann Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder ein erhöhtes Stresslevel spürt. Der allerwichtigste Schritt ist hier erstmal, das Ganze auch so zu akzeptieren. Dann kann man für sich Mechanismen erarbeiten, die diese Gefühle begleiten, anstatt entgegenzusteuern. – Farina Schurzfeld

Wie schaffe ich es, mich jeden Morgen aufs Neue wieder zu motivieren? Ziele und kleine Belohnungen, wie ein Urlaub oder ein Treffen mit Freunden, fallen momentan weg.
Genau deshalb ist es besonders wichtig, sich selbst einen Zeitraum zu schaffen, in dem man sich selbst belohnt. Der Morgen eignet sich hierfür besonders gut. Vielleicht ein Kaffee und ein Buch und zusätzlich etwas Bewegung für den Körper. Das hilft, um dem Körper das Signal zu geben: Hey, es ist Zeit den Tag zu beginnen! – Farina Schurzfeld

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Ich finde es so schrecklich, immer allein hier in der Wohnung zu sein, mir schnürt es richtig die Kehle zu. Manchmal denke ich, wenn es noch schlimmer wird, dann dreh ich echt durch.
Man muss Wege finden, diese Gedanken anzunehmen, um sich nicht in einer negativen Gedankenspirale zu verlieren. Dabei sollte man selbst steuern, wie man sich fühlt und in welcher Haltung man lebt. Dafür muss man seine Gefühle erst einmal für sich selbst wahrnehmen, um dann zu ergründen, wo die Quelle dieser Gefühle liegt. – Farina Schurzfeld

Gibt es eine Einsamkeitsbelastung auch bei Paaren oder innerhalb von Familien?
Dafür ist es wichtig, den Unterschied zwischen „allein“ und „einsam“ zu definieren. „Allein“ ist ein ganz neutraler Begriff, ein Zustand. Wenn ich allein bin, bedeutet das, dass niemand um mich herum ist. Einsamkeit wiederum ist ein Gefühl, das heißt einsam kann man auch sein, wenn der Partner oder die Familie um einen herum ist. Offene Kommunikation spielt dann eine wichtige Rolle. Sich bewusst zu werden: Ich habe ein Bedürfnis nach Schutz, Emotionalität und Bindung. – Farina Schurzfeld

Wir haben in der Coronakrise eigentlich keine Sorgen. Trotzdem bin ich gestern Nacht gegen 2 Uhr aufgewacht und konnte einfach nicht mehr einschlafen. Meine Gedanken haben sich nur um Banalitäten gedreht, aber so machtvoll, dass ich nicht zur Ruhe kam. Was kann ich tun?
Es ist wichtig, negative Gedankenspiralen, die man nachts teilweise hat, zu unterbrechen. Der Erholungsort, also das Schlafzimmer, kann zu einem Ort werden, in dem man in Grübelschleifen gerät. Deswegen ist es hilfreich, eine klare Abgrenzung zu erzeugen. Das heißt: Kurz das Licht anmachen, eventuell ins Wohnzimmer gehen und sich aufs Sofa setzen, entspannte Musik hören und sich nicht dazu zwingen, weiterzuschlafen. Dann kommt die Müdigkeit von ganz alleine und wenn man sich dann wieder hinlegt, schläft man auch ein. – Farina Schurzfeld

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Wenn ich einkaufe, bin ich immer ganz verkrampft und mag an niemandem vorbei gehen. Habt ihr einen Tipp?
In dieser Situation eine Art soziale Phobie zu entwickeln ist nichts Ungewöhnliches. Man sollte dann seine Angst einmal durchdenken und sich selbst fragen: Was passiert, wenn ich einer anderen Person begegne? Wie hoch sind die Chancen wirklich, dass ich mich anstecke? Wenn ich mich anstecke, was passiert dann? Und auch bewusst, bevor man in so eine Situation reingeht, sagen: Ich weiß schon, wenn ich in den Supermarkt gehe, kommt diese Angst wieder. Und das ist auch vollkommen okay. Man begleitet die Angst in diesen Situationen und beherrscht sie damit auch. Wichtig ist es auch, sich zu belohnen, wenn man genau das geschafft hat. – Farina Schurzfeld

Wie kann man mit übermäßigen Sorgen umgehen?
Hier habe ich drei Tipps:
  • 1. Der Sorgenstuhl
    Der Sorgenstuhl ist ein Ort, an dem ich mir die Zeit des Sorgens ganz bewusst nehme. Das können 30 Minuten am Tag sein, in denen ich also auf diesem Stuhl sitze und mich ganz klar auf meine Sorgen fokussiere. Wenn ich aufstehe, bleiben die Sorgen aber da. Dadurch werden die Sorgen entmachtet, man bindet sie an einen Ort und schleppt sie nicht den ganzen Tag mit sich herum.
  • 2. Expressives schreiben
    Hierfür nehme ich mir 15-20 Minuten Zeit und schreibe mir bewusst meine negativen Gedanken von der Seele. Man schreibt sozusagen einen Brief an seine Sorgen. Wir haben oft Puzzleteile von Gefühlen und Gedanken im Kopf, und wenn man anfängt, sie aufzuschreiben, dann fügen sie sich in einen Ablauf, in eine Geschichte. Man bringt also seine Sorgen in eine Ordnung.
  • 3. Atemübungen
    Atemübungen können maßgeblich dazu beitragen, den Körper und Geist zu entspannen. Außerdem kann man sie einfach und schnell in die tägliche Routine einbauen. Auch spontane Atemübungen, etwa bei auftretendem Angstgefühl, können eine große Wirkung haben. Auf Selfapy gibt es eine Menge Videos mit einfachen Anleitungen zu verschiedenen Atemübungen. – Farina Schurzfeld

Zu Beginn der Corona-Krise war meine Stimmung gut und ich fühlte mich für jeden Tag dankbar. Doch jetzt, wenn plötzlich von der „neuen Normalität“ die Rede ist, wird mir ganz mulmig. Wie finde ich wieder zurück zu meiner positiven Einstellung?
Hier besteht zum einen eine Unsicherheit vor der Unsicherheit, aber auch das Gefühl, die Stabilität nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Vorher hat man es über Dankbarkeit geschafft. Nun wird durch geänderte Gegebenheiten die innere Harmonie gestört. Wenn man sich darüber bewusst wird, wodurch das Gefühl von Stabilität und Ordnung entsteht, lässt sich die Angst dämpfen. – Katrin Seifarth

Mein Mann sitzt nur noch vor dem Fernseher und schaut sich alte Fußballspiele an – mit Bier natürlich. Er kapselt sich ab und ich verachte ihn. Können wir wieder zusammenfinden?
Im Motivkompass entsteht Verachtung durch das Verletzen des Themenfeldes „Durchsetzung und Einfluss“. Einerseits möchte man sich durchsetzen, andererseits fühlt man sich der Situation zu Hause ausgeliefert. Es gibt zwei Optionen: Sie leiden still oder sie suchen das Gespräch. Da hilft es, die Verachtung vorher herunterzufahren. Dazu ist es wichtig, erst einmal zu erkennen, woher die Verachtung kommt. Dann könnten Sie sich sagen, dass die Verachtung für sich allein genommen gut ist, weil Sie Ihnen zeigt, dass Sie etwas verändern möchten. Wichtig ist es dann, ein Bedürfnis klar zu äußern, sodass sich eine andere Regelung finden lässt. – Katrin Seifarth

Wie kann ich einer Person, die an Depressionen und zusätzlich unter der momentanen Situation leidet, helfen?
Die Depression ist eine Krankheit. Bitte raten Sie der Person, sich ärztliche und psychologische Hilfe zu holen. Bei Depressionen können Personen aus dem nahen Umfeld zwar unterstützen, letztendlich gehört die Unterstützung aber in professionelle Hände. Möglich wäre es, die Person durch Gespräche oder einen Film abzulenken. – Katrin Seifarth

Was können wir tun, wenn unsere Kinder, die während des Corona-Lockdowns von ihren Großeltern betreut wurden, jetzt verschlossen sind und ihre Großeltern so vermissen?
Das Wichtigste ist, die Trauer der Kinder zu akzeptieren. Im zweiten Schritt könnten Sie überlegen, worauf Sie ihren Fokus richten und welches Motiv verletzt wurde. Sie könnten sich fragen, wie Sie die Harmonie und Geborgenheit wiederherstellen können. Eine mögliche Lösung wäre eine Verabredung mit den Großeltern online. – Katrin Seifarth

Ich arbeite in einer Kinderarztpraxis. Die Eltern sind besorgt und haben Angst, ihre Kinder könnten sich mit dem Corona-Virus anstecken. Wie kann ich die Eltern am besten mental unterstützen?
Wir haben letzte Woche gesehen, dass die Arztpraxen ein Ort mit hohen Hygienestandards sind. Das muss man den Eltern bewusst machen. Außerdem ist es wichtig, diese Angst nicht zu seiner eigenen zu machen. Indem Sie sich bewusst zu machen, was Sie als Arztpraxis zu bieten haben, können Sie sich darauf fokussieren, als Person Vertrauen auszustrahlen. Mit dieser Einstellung vermitteln Sie das Vertrauensgefühl auch an die Eltern. – Katrin Seifarth

Ich soll einen super Job aus dem Homeoffice abliefern, meinen Kindern Schulaufgaben erklären und gleichzeitig den Haushalt stemmen. Ich habe Angst, etwas zu übersehen und meinen Kindern mit der Hektik zu schaden. Was soll ich tun?
Im Coaching würden wir sehr genau versuchen herauszufinden, was die Zufriedenheitsbremse ist. Jeder kann sich selbst fragen, wo die eigenen Zufriedenheitsbremsen liegen. Das kann mit einem ungestillten Bedürfnis wie beispielsweise „Ich würde ja gerne zu Hause entspannter sein, aber…“ beginnen. Das, was nach dem „aber“ steht, hält mich von diesem Bedürfnis zurück. Und bremst dadurch meine Zufriedenheit. – Katrin Seifarth

Ich muss auf der Arbeit mindestens acht Stunden einen Mundschutz tragen. Es ist anstrengend und ich bin froh, wenn ich ihn absetzen kann. Gibt es Tipps, was ich tun kann, um mich von den Kopfschmerzen, die ich durch das Tragen bekomme, abzulenken?
Bei Schmerzen verkrampft sich der Körper. Um sich von dem Schmerz abzulenken, sollte Sie sich bewusst Momente für sich selbst nehmen. Auch wenn es nur wenige Minuten sind. Wenn Sie dazu die Möglichkeit haben, könnten Sie ein paar tiefe Atemzüge ohne die Maske nehmen und Entspannung suchen. Häufig hilft es auch, den Fokus von der Maske als negative Komponente wegzunehmen, indem sie darüber lachen oder die Maske innerlich verändern. – Katrin Seifarth

Ich bin sehr um Harmonie bemüht, aber ich kann diese Stimmung zu Hause und in meinem Umfeld einfach nicht mehr abfangen. Was kann ich tun?
Das ist definitiv die Bremse, sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass zu Hause alles harmonisch zu sein hat. Auch hier kann man die drei obigen Schritte anwenden, um die Bremse zu lösen. Wenn man an dieser Stelle an die eigene Familie denkt, besonders die eigene Mutter. Häufig ist diese Bremse ein Frauenthema. Entweder war sie genauso und hat sich für alles verantwortlich gefühlt. Oder hat sich komplett gegenteilig verhalten. Man eignet sich schnell Glaubenssätze an, ohne es zu merken. Wichtig ist es, herauszufinden, wo der Ursprung liegt und den neuen Glaubenssatz in seine Sinneskanäle einzuführen. – Katrin Seifarth

Mein Chef ist ein Macho. Er sagte neulich zu uns in einer Telefonkonferenz: „Homeoffice ist kein Urlaub: Ich erwarte die volle Leistung. Nicht, dass sich jemand hinter dem Thema „Homeschooling“ versteckt.“ Ich bin alleinerziehend. Wie stellt der sich das vor?
Mein Vorschlag in solchen Fällen ist, für sich Glaubenssätze zu finden wie „Ich darf mal Pause machen“ oder „Ich darf mich ausruhen“. wieder schauen, wie man diesen neuen Glaubenssatz in alle Sinneskanäle übersetzt. – Katrin Seifarth

Als wären Homeoffice und Homeschooling nicht schon genug, kommt auch noch die Nachbarin und will reden, weil sie sich einsam fühlt. Meinen Eltern muss ich ständig Skype erklären und meine Kinder nörgeln. Am liebsten möchte ich abhauen, aber nicht mal das geht. Und nun?
Das ist die typische „Ich kann nicht nein sagen“-Bremse. Sie betrifft häufig Menschen mit viel Empathie. Für Betroffene ist es wichtig, sich erlauben, nein zu sagen. Und ehrlich zu sich selbst zu sein. „Nein, ich habe leider gerade keine Zeit“ und „Nein, ich muss mich gerade um mich selbst kümmern.“ Als Verbildlichung des Prozesses nein sagen zu können, kann man das Wort „nein“ in bunten Buchstaben an die Wand malen. Es darf leicht sein und voller Farbe, damit das Wort in seiner Ernsthaftigkeit die Macht verliert. – Katrin Seifarth

Versteht eigentlich irgendjemand, wie es Alleinerziehenden und Alleinstehenden geht?
Deutlich werden hier eine Verzweiflung, eine Ohnmacht und das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden. Dahinter kann vieles stehen. Es hat aber auch viel mit der Frage zu tun, ob ich mir selbst vertraue. – Katrin Seifarth

Ich habe in einer Gaststätte gearbeitet und nun ist mein Job weg. Außerdem hat meine Freundin mich an Silvester verlassen. Wie komme aus diesem Loch raus?
Es ist schon einmal super, wenn jemand aus dem Loch heraus möchte. Das ist der erste Schritt. Man sollte aber auch sein Urvertrauen stärken. Das Vertrauen, das einem sagt, dass „alles schon irgendwie gut wird, selbst wenn es im Moment nicht danach aussieht.“ Man muss darauf vertrauen, dass sich die Dinge zum Guten wenden. Durch den Jobverlust gibt es Platz für einen neuen, vielleicht sogar besseren Job. Das Gleiche gilt für die Freundin. Natürlich ist es richtig, die Trauer zuzulassen und sie zu akzeptieren. Allerdings sollte man stets im Jetzt bleiben und neue Möglichkeiten im Leben willkommen heißen. – Katrin Seifarth

Haarpflege

Macht es Sinn, mir selber die Haare zu schneiden oder soll ich lieber warten?
Mit Sicherheit schneidet der Friseur des Vertrauens besser die Haare als man selbst Zuhause. Aber natürlich kann man auch selbst Hand anlegen. Wichtig ist es, mit kleinen „Schnitten“ zu arbeiten und nicht direkt einen geraden Scherenschnitt anzusetzen. Auch die Scherenwahl ist wichtig. Finger weg von Küchen- und Papierscheren. Ihnen fehlt die Schärfe, sodass sie durch die Benutzung Spliss erzeugen können. – Sacha Schütte

Müssen die Haare feucht sein, damit ich schneiden kann?
Ich empfehle, die Haare trocken zu schneiden, da man besser erkennen kann, wie die Haare fallen. Bei feuchten Haaren werden Volumen und Wirbel oft nicht beachtet. Als unerfahrener Haarschneider kann das schnell in die Hose gehen. – Sacha Schütte

Wenn ich vom Friseur komme, glänzen meine Haare immer wunderbar. Zu Hause tun sie das nicht, auch nicht, wenn ich Glanzspülung verwende. IWas kann ich tun?
Der Glanz des Haars entsteht häufig durch das Föhnen. Der Friseur föhnt meist länger als man das zu Hause tut. Dabei wird auch das Haar gebürstet (idealerweise mit einer Rundbürste) und dabei wird die Schuppenschicht geschlossen – das sorgt dafür, dass das Haar mehr glänzt. Also drei bis vier Minuten Föhnen und Bürsten sollten diesen tollen Glanz erzeugen. Natürlich ist auch die Haarpflege von großer Bedeutung. Nach jedem Waschen sollte eine Spülung verwendet werden. Und auch eine Haarkur alle sieben bis zehn Tage – das stärkt das Haar und verleiht extra Glanz. – Sacha Schütte

Was muss ich beachten, wenn ich mir selber die Haare färbe?
Man kann ein paar Sachen selber machen, in vielen Fällen sollte aber lieber ein Friseur ans Werk. Das Färben mit einer einheitlichen Haarfarbe kann man in Absprache der Farbwahl mit dem Friseur auch zu Hause machen. Es gibt auch Angebote von einzelnen Friseuren, die Farbe anzurühren oder zusammenzustellen und sich diese direkt nach Hause liefern zu lassen. – Sacha Schütte

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Ich will meine Haare selbst blondieren. Welche Produkte sollte ich am besten verwenden?
Wer noch nie im Drogeriemarkt war und keinerlei Erfahrung mit dem Färben hat, sollte vorsichtig sein. Eine Farbe auf der Verpackung bedeutet noch nicht, dass das Endergebnis auch so aussehen wird. Es gibt viele Faktoren – wie die Ursprungsfarbe, die Struktur der Haare oder auch konkret der Anwendungsprozess – die die Färbung beeinträchtigen. Wer noch warten kann, bis die Friseure wieder öffnen, sollte dies in jedem Fall tun. Wer das nicht kann, sollte mit milden Blondierungen arbeiten, die einen geringen Prozentanteil besitzen (3%-6%). – Sacha Schütte

Was kann aus medizinischer Sicht passieren, wenn man sich selbst die Haare färbt?

Man muss sich bewusst sein, dass die Färbung Chemie ist, die auf die Kopfhaut kommt. Wenn man sowieso gefärbtes Haar hat, ist es in der Regel Profi-Chemie. Färbt man jetzt zu Hause nach, trifft diese dann auf Laien-Chemie. Das kann dann echte Überraschungen farblicher Art hervorrufen. Man darf aber auch nicht unterschätzen, dass die Kopfhaut natürlich leidet. Färbungen, die zu lange am Haaransatz aufgetragten sind, können gerade bei einem hohem Prozentsatz von Wasserstoffperoxid die Haut reizen. – Sacha Schütte

Wie entfette ich meine Haare langfristig? Wie schaffe ich es, dass ich sie nur noch zweimal pro Woche waschen muss?
Solange anschließend eine Spülung verwendet wird, ist es überhaupt kein Problem, die Haare auch täglich zu waschen. Die Shampoos heutzutage sind so mild, da gibt es keine Gefahr. Das Fett am Haar wird in der Kopfhaut in den Talgdrüsen gebildet. Wenn man eine übermäßige Talgproduktion hat, kann das zu fettigen Haare führen. Das gute alte Trockenshampoo hilft hier kurzfristig aus. Besser ist Anti-Schuppen-Shampoo, das Wirkstoffe beinhaltet, die die übermäßige Aktivität der Talgdrüsen regulieren. – Sacha Schütte

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An den Seiten sind meine Haare sehr lang und ich möchte sie gerne mit meiner verstellbaren Bartschneidemaschine trimmen. Worauf muss ich achten?
Man sollte in jedem Fall mit der längsten Aufsatz-Stufe anfangen und unbedingt gerade nach oben entlangfahren und möglichst weit weg vom Kopf bleiben. Wenn man sich unsicher ist, sollte man sich auf die Konturen an den Ohren und im Nacken beschränken. Das kann schon einen enormen Unterschied erzeugen! – Sacha Schütte

Kann Spliss mit den richtigen Pflegeprodukten repariert werden?
Leider nicht. Spliss ist nichts anderes als ein gespaltenes Haar. Es gibt Produkte, die zumindest vorübergehend das Haar wieder zusammenkleben. Allerdings ist der Spliss an sich irreversibel und kann nur durch das Abschneiden der Haare beseitigt werden. – Sacha Schütte

Kann Stress zu Haarausfall führen?
Ähnlich wie bei der Haut können die Stresshormone den Haarzyklus beeinflussen und auch für Haarausfall sorgen. Allerdings äußert sich das mit einer großen zeitlichen Verzögerung – ungefähr drei Monate. – Sacha Schütte

Stimmt es, dass dunkles Haar schneller wächst als blondes?
Das ist falsch. Egal ob blond oder brünett, die Haare wachsen immer im Schnitt ein bis zwei Zentimeter im Monat. Blondes Haar ist in vielen Fällen einfach etwas feiner und bricht dadurch schneller. – Sacha Schütte

Yoga & Fitness

Ich fühle mich unwohl in meinem Körper und suche gerade online nach einem Workout-Kurs. Wobei kann mir Yoga helfen?
Yoga macht glücklich! Egal, ob online oder mit dem Lehrer vor Ort. Nach dem Yoga fühlt man sich wie neu geboren und einfach besser. Das ist der Hauptgrund, warum ich jeden Tag Yoga mache. Hinzu kommt, dass es viele verschiedene Yoga-Arten gibt. Manche sind körperlich orientiert, andere geistig. Beliebt für die sportliche Betätigung ist das Vinyasa-Yoga, bei dem man ins Schwitzen kommt. Man kann sich selbst entschieden, welche Yoga-Art am besten zu einem passt. – Stephan Suh

Eine Freundin macht Yoga und erzählt immer von der guten Entspannung. Wie passen Entspannung und körperliches Training zusammen?
Das passt ganz wunderbar zusammen. Zum Beispiel beim Vinyasa-Yoga. Man kommt richtig ins Schwitzen. Die Poren weiten sich und man spürt seine Muskulatur. Danach will der Körper sich ausruhen und das passt zum Yoga. Ohne das eine existiert das andere nicht. – Stephan Suh

Ich habe gehört, dass man beim Yoga ganz anders atmen muss. Stimmt das?
Weil Yoga deine Achtsamkeit fördert, atmest du einfach viel bewusster. In dem Moment, wenn du deine Augen schließt, kannst du in deinen Körper hineinspüren und den Atem begleiten. Wie eine Wellenbewegung verlässt der Atem den Körper und kehrt wieder zurück. Es ist wichtig, sich diesem Rhythmus bewusst hinzugeben und seinen Körper und Atem wahrzunehmen. – Stephan Suh

Ich finde manche Übungen beim Yoga gut, aber ist das Ganze nicht auch Hokuspokus?
Nein, überhaupt nicht. Yoga lehrt Bescheidenheit und Bodenhaftigkeit. Man sagt, jeder Yogalehrer werde von seinem Schüler gefunden. Das heißt, wie ein Yoga-Lehrer unterrichtet, ist auch Charaktersache. Der eine lehrt vielleicht ein bisschen expressiver, der andere ein bisschen zurückhaltender. – Stephan Suh

Ich habe stärkere Rückenschmerzen morgens, wenn ich aufstehe und wenn ich mich bücke. Kann Yoga helfen?
Das kann es! Yoga aktiviert die Heilkräfte. Es gibt sehr viele Yogalehrer, die spezialisiert sind und auch orthopädisches Yoga anbieten. Wenn man die Bewegungen ganz bewusst und achtsam durchführt, versucht man, nicht in den Schmerz zu fallen, sondern aus dem Schmerz herauszukommen. Zusätzlich stärkt Yoga den Rücken und löst Verspannungen. – Stephan Suh

Ich bin weder sehr beweglich, noch gut darin, ruhig zu sitzen. Daher mache ich eher ein Power-High-Intensive Training. Wäre Yoga trotzdem etwas für mich?
Da kann ich nur ans Herz legen, einmal einen Kurs auszuprobieren. Durch die Bewegung und Atmung kann man seine innerliche Unruhe ausleben und sich danach total gut entspannen. Das Vinyasa, eine sportliche Ausrichtung des Yogas, eignet sich dafür am besten. – Stephan Suh

Ich sitze momentan in vielen Zoom-Meetings und habe Schmerzen im unteren Rücken. Welche Übungen könnte ich dagegen machen?
Es ist sehr wichtig, sich immer wieder zu bewegen und auch einmal aufzustehen. Das kann man sich an den Tieren sehr schön abschauen. Die strecken und recken sich, nachdem sie aufgestanden sind. Man sagt, dass man sich alle 30 Minuten bewegen soll, um die Blockaden zu lösen. Konkrete Übungen mit einer Anleitung, gibt es bei uns im Portal. – Stephan Suh

Früher war ich sehr gut im Yoga. Momentan habe ich Verspannungen wegen seelischer Belastungen. Sollte ich deshalb lieber auf Yoga verzichten?
Der Körper hat eine Memory-Funktion, sodass er sich schnell wieder an Bewegungen erinnern kann. Deswegen kann man jederzeit wieder mit Yoga anfangen. Um sanft zu starten, beginnt man am besten mit Atemübungen. Sie tun der Seele gut und führen zurück in die Achtsamkeit für den eigenen Körper. – Stephan Suh

Viele Übungen im Yoga sind nach Tieren benannt. Woher kommt das eigentlich?
Die Tier-Bezeichnungen vieler Übungen stammen von Beobachtungen der typischen Verhaltensweisen von Tieren. Zum Beispiel die Kuh, die sehr gemütlich ist. Oder die Schildkröte, die man selten gestresst sieht. Auch bei der Beobachtung von Katzen oder Hunden, kann man Elemente des Streckens und Dehnens erkennen. Viele dieser Elemente wurden im Yoga übernommen und sind deswegen auch in den Bezeichnungen wiederzufinden. – Stephan Suh

Mein Mann und ich sitzen viel vor den Bildschirmen. Gibt es Empfehlungen für das richtige Sitzen?
Zuerst einmal hilft es, achtsam zu sitzen. Denn dadurch spürt man, welche natürliche Sitzhaltung der Körper bevorzugt. Dadurch merkt man, wenn man wieder gekrümmt sitzt oder das Becken falsch steht. Darauf aufbauend sollte man jede halbe Stunde aufstehen und sich bewegen. Natürlich ist der Stuhl, auf dem man sitzt, auch nicht unwichtig. – Stephan Suh

Ich habe keine gute Haltung, meine Schultern hängen immer etwas nach vorn. Welche Yoga-Übungen gibt es für mich?
Bei einem krummen Rücken sind vor allem Rotationsbewegungen wirkungsvoll. Man kann sie wunderbar in den Arbeitsalltag einbauen. Die richtige Anleitung und Durchführung der Übungen gibt es auf unserem Portal https://www.stephan-suh.de/ – Stephan Suh

Gehört zum Yoga auch Massage – und wenn ja, gibt es eine, die ich auch an mir selbst anwenden könnte?
Offiziell gehört die Massage nicht zum Yoga. Viele Yogalehrer nutzen allerdings kleine Massagen zur „Belohnung“ nach einer Yoga-Stunde. Selbstmassagen gibt es auch. Vor allem der Nacken bietet sich für eine Selbstmassage an. Dafür kann man mit den Fingerkuppen den Nacken abwandern und reinkneten, bis hoch zum Schädel und dem Schädelknochen. Man findet automatisch die Stellen, die mehr Druck benötigen, sodass man diese intensiver bearbeiten kann. – Stephan Suh

Wie ernährst du dich als Yoga-Lehrer?
Ich ernähre mich seit längerer Zeit vegetarisch und zurzeit auch vegan. Im vergangenen Jahr inspirierte mich der Film „Game Changer“ auf Netflix dazu, meine Ernährung zu überdenken. Seitdem bin ich sehr zufrieden und kraftvoller. – Stephan Suh

Baby & Schwangerschaft

Sollte ich meine Vorsorgetermine beim Arzt während der Schwangerschaft lieber reduzieren, um kein unnötiges Risiko einzugehen?
Auf keinen Fall. Die Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien sind wichtig, um die Entwicklung des Kindes zu kontrollieren und um schwangerschaftsbedingte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die Schwangerschaft sollte in jedem Fall begleitet werden. Diese Untersuchungen kann aber auch eine Hebamme übernehmen. – Christiane Hammerl

Muss ich während der Geburt eine Maske tragen?
Momentan ist es tatsächlich so, dass die Mutter und ihre Begleitperson eine Maske tragen müssen. Natürlich kommt es während der Geburt zu Momenten, in denen die Mutter intensiver Luft holen muss. In solchen Fällen ist es ihr auch erlaubt, die Maske kurzeitig abzunehmen. Da aber nicht immer der Sicherheitsabstand zur Mutter eingehalten werden kann, müssen die Hygienefortschriften beachtet werden. – Christiane Hammerl

Darf mein Mann mich zu den Arztterminen begleiten?
Ich kann hier nicht für alle Ärzte sprechen. Aber die Frauen, die ich begleite, dürfen ihren Mann nicht mitnehmen. Das ist in vielen Fällen schade, denn die Ultraschalluntersuchungen sind für die Männer wichtig, um das Kind auf dem Computerbildschirm zu visualisieren. Ich empfehle den Frauen, den Mann mit Videos und Fotos zu versorgen oder während der Untersuchung zu Facetimen. – Christiane Hammerl

Wir hätten gern ein Baby, aber in der aktuellen Corona-Lage scheint uns das Risiko zu hoch. Sollen wir mit dem Baby lieber noch warten, bis es einen Impfstoff gibt?
Das ist eine schwierige Frage. Ich kann dem Pärchen die Entscheidung natürlich nicht abnehmen. In den meisten Fällen wird man nicht sofort schwanger. Auf den Impfstoff zu warten impliziert Ungewissheit, da wir nicht einschätzen können, wann es ihn gibt. Wenn man jung und gesund ist und einen Kinderwunsch hat, dann sollte man es einfach ausprobieren. – Christiane Hammerl

Mein Geburtsvorbereitungskurs wurde unterbrochen und ich fühle mich nicht ausreichend auf die Geburt vorbereitet. Was kann ich tun?
Am besten ist es, sich an seine Hebamme zu wenden, die auch während der Schwangerschaft betreut. Ansonsten gibt es online Geburtsvorbereitungskurse. Unser Hebammenverband hat dazu schnell mit den gesetzlichen Krankenkassen verhandelt, sodass wir Müttern und Vätern kostenlos Kurse anbieten können. – Christiane Hammerl

Wie gefährlich wäre es für ein Embryo bzw. für ein Neugeborenes, falls ich mich anstecke?
Das Virus kann nicht über die Nabelschnur oder über das Fruchtwasser übertragen werden. Ein gesund geborenes Baby hat in den meisten Fällen ein gut ausgeprägtes Immunsystem. Besteht eine Gefahr der Ansteckung, sollte man auch sein Baby mit Mund- und Nasenschutz schützen. – Christiane Hammerl

Können Schwangere medikamentös behandelt werden, wenn sie sich mit dem Corona-Virus infiziert haben? In dieser Zeit sollte man ja möglichst keine Medikamente einnehmen…
Tatsächlich sollten Schwangere nur medizinisch notwendige Medikamente zu sich zu nehmen. Wenn in bestimmten Situationen doch ein Medikament nötig ist, empfehle ich auf embryotox.de nachzuschauen. Auf dieser Homepage finden Schwangere Informationen zum Gebrauch von Medikamenten, je nachdem in welcher Schwangerschaftswoche sie gerade sind. Aber in jedem Fall sollte man mit seinem Apotheker oder dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. – Christiane Hammerl

Darf ich zur Schwangerenvorsorge meine Hebamme in ihrer Praxis aufsuchen?
Bietet Ihre Hebamme eine Schwangerenvorsorge an, dürfen Sie auch in die Praxis kommen. Manche Hebammen bieten private Untersuchungen an, sodass man zu Hause bleiben kann. Das erspart den Kontakt zu Drittpersonen. – Christiane Hammerl

Darf ich als Vater nach der Geburt im Krankenhaus bleiben?
Im Klinikum am Friedrichshain in Berlin dürfen die Väter nach der Geburt für einige Stunden bleiben, allerdings nicht über Nacht. Die Besuchszeiten sind leider auch auf unserer Station noch sehr eingeschränkt. – Christiane Hammerl

Wir haben uns noch nicht für ein Krankenhaus entschieden. Wie können wir uns im Moment über die Kliniken informieren, wenn es keine Info-Abende gibt?
Die Kliniken haben sich teilweise darauf geeinigt, Info-Abende online abzuhalten. So kann man sich auf der Homepage die Kreißsäle und andere Räumlichkeiten anschauen. Ihr Leitbild veranschaulichen viele Kliniken dort auch. Wer früh weiß, worauf er bei der Geburt Wert legt, kann sich die Informationen online besorgen. – Christiane Hammerl

Wie werden die Abstandsregeln während der Geburt gewahrt?
Die Abstandsregeln können nicht eingehalten werden. Allerdings wird darauf geachtet, Nähe zu vermeiden, so es denn möglich ist. Als zusätzlichen Schutz tragen alle Beteiligten Mund- Nasenschutz Masken. – Christiane Hammerl

Dürfen mein Mann oder meine Freundin mich zur Geburt ins Krankenhaus begleiten?
Bei uns in der Klinik ist eine Begleitperson erlaubt! Das können die Freundin, die Schwester oder auch der Mann sein. Allerdings darf die Begleitperson den Kreißsaal zwischendurch nicht verlassen. Man sollte sich deshalb Snacks und etwas zu trinken mitbringen, um während der Geburt nicht an Stärke zu verlieren. Auch für die Begleitperson kann diese Zeit sehr anspruchsvoll sein. – Christiane Hammerl

Gibt es im Krankenhaus standardmäßig Corona-Tests für mich und meine Begleitperson?
In unserem Klinikum wird bei jedem, der als Patient*in aufgenommen wird, ein Corona-Test durchgeführt. Für die Begleitpersonen gilt das nicht. – Christiane Hammerl

Darf ich auf der Wöchnerinnenstation Besuch empfangen?
Aktuelle darf kein Besuch auf der Wochenbettstation empfangen werden. In anderen Kliniken gibt es schon wieder Besuchsstunden. Diese beschränken sich allerdings auf maximal eine Stunde. – Christiane Hammerl

Ist das Stillen in Corona-Zeiten noch wichtiger als zuvor, um das Baby mit Antikörpern zu versorgen?
Das Beste für das Kind ist die Muttermilch. Das Stillen stärkt auch das Immunsystem. Ob das Kind dadurch auch mit Antikörpern versorgen wird, kann ich nicht sagen. In jedem Fall kann das Virus nicht über die Muttermilch übertragen werden. – Christiane Hammerl

Darf ich mein Baby begleiten, wenn es nach der Geburt in die Kinderklinik muss?
In solchen Fällen sollte man Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt halten. Grundsätzlich versuchen die Ärzte eine Begleitperson, häufig die Mutter, in der Nähe des Kindes zu halten. – Christiane Hammerl

Darf mich meine Mutter in der ersten Zeit unterstützen, wenn mein Mann tagsüber arbeitet? Oder ist das in diesen Zeiten nicht möglich?
Momentan ist es so, dass man sich mit einer zweiten Familie aus einem anderen Haushalt treffen darf. Daher kann die Mutter von der gesetzlichen Seite aus betrachtet gerne unterstützen. Dennoch sollte auf die eigene Gesundheit geachtet werden, um niemanden zu gefährden. – Christiane Hammerl

Ich fühle mich mit meinem Baby zu Hause sehr alleine. Die Babykurse, zu denen ich mich angemeldet hatte, finden nicht statt. Was kann ich machen?
Mittlerweile werden wirklich tolle Onlinekurse angeboten. Natürlich ersetzt es nicht den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Aber es ist eine schöne Ergänzung, um sich mit anderen Müttern auszutauschen. – Christiane Hammerl

Mein Rückbildungskurs ist ausgefallen und ich finde keine Alternative. Was kann ich jetzt tun?
Ein Rückblickkurs muss in jedem Fall wahrgenommen werden. Wichtig für alle Mütter ist die Rückbildungsgymnastik, die man durch entsprechende Anleitung auch zu Hause durchführen kann. Auch diese Kurse werden von Hebammen online angeboten. Sie lassen sich über die Krankenkasse abrechnen. – Christiane Hammerl

Die nächste Vorsorgeuntersuchung steht an, aber ich möchte mit dem Baby nicht in die Kinderarztpraxis. Gibt es andere Möglichkeiten?
Hebammen dürfen nach der Geburt die U 1, also diese erste Vorsorgeuntersuchung, machen. Alle weiteren Vorsorgeuntersuchungen führt der Kinderarzt oder die Kinderärztin durch. Die Termine werden zurzeit so vergeben, dass Mutter und Baby die Praxis schnell wieder verlassen können. Ansonsten ist es ratsam, den Kinderarzt anzurufen und zu fragen, wie dieser sich organisiert. – Christiane Hammerl



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