Hausstauballergie: Symptome loswerden und Auslöser bekämpfen

Gesundheit & Wellness
26/11/2020

Hausstauballergie-Symptome sind nervig. Doch woher kommt die Stauballergie und was können Sie dagegen tun? Wir haben die Antworten für Sie.

Die Nase läuft, die Augen jucken – vor allem im Herbst und Winter haben nicht nur Erkältungen, sondern auch die Hausstauballergie verstärkt Saison. Und das Schlimmste: Sie trifft uns meist in den eigenen vier Wänden! Denn der Staub, der täglich bei uns zu Hause entsteht, kann Allergene enthalten, auf die einige Menschen sehr empfindlich reagieren. Experten schätzen sogar, dass etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Deutschland ganzjährig an Hausstauballergie-Symptomen leiden.1 Erfahren Sie jetzt, was die Anzeichen für eine Hausstauballergie sind, wodurch sie ausgelöst wird und was Sie selbst tun können, um die Stauballergie-Symptome zu lindern und deren Auftreten vorzubeugen.


Hausstauballergie: Symptome, die Sie kennen sollten
Wann treten Hausstauballergie-Symptome auf?
Die Auslöser für Stauballergie
Was tun bei Verdacht auf Stauballergie?
Behandlung von Hausstauballergie-Symptomen
Hausstauballergie-Symptome lindern: Gründlich wischen und entstauben
Hausstauballergie-Symptome lindern: So reinigen Sie Bettwäsche und Textilien richtig
Hausstauballergie-Symptome lindern: Sagen Sie Milben den Kampf an


Hausstauballergie: Symptome, die Sie kennen sollten

Mögliche Hausstauballergie-Symptome:

  • Die Nasenschleimhäute schwellen an und die Nase läuft oder ist verstopft
  • Niesattacken
  • Trockene, juckende oder gar tränende Augen
  • Husten
  • Erschwertes Atmen bis hin zu akuter Atemnot
  • Seltener: Hautauschlag mit Juckreiz, Rötungen und Quaddeln

Häufig werden die Symptome einer Hausstauballergie mit denen einer Erkältung verwechselt, wie beispielsweise Fließschnupfen oder Husten. Darum ist es oft nicht so einfach, diese Allergie zu erkennen.

 

Wann treten Hausstauballergie-Symptome auf?

Im Gegensatz zu einer Erkältung sind die Beschwerden bei einer Stauballergie jedoch auf den zeitnahen Kontakt mit den auslösenden Allergenen zurückzuführen. Bei Verdacht auf Hausstauballergie sollten Sie deshalb auf Folgendes achten:

  • Sie fühlen sich ständig wie erkältet und matt, besonders nach dem Aufstehen? Dann könnte es sich bei Ihnen um eine Hausstauballergie handeln.
  • Kurz oder während intensiver körperlicher Aktivitäten: Vor allem bei Kindern ist das sogenannte Anstrengungsasthma ein Hinweis auf eine Stauballergie.
  • Beim Bettenmachen, Bodenreinigen und Staubwischen wird der Hausstaub in die Raumluft gewirbelt und kann die unangenehmen Symptome auslösen.
  • Zwar tritt die Hausstauballergie ganzjährig auf, jedoch verstärken sich Beschwerden meist mit dem Start der Heizungssaison.

 

Die Auslöser für Stauballergie

Doch wer oder was ist nun eigentlich für die Stauballergie verantwortlich? Die Antwort lautet: mikroskopisch kleine Krabbeltiere, die Hausstaubmilben. Unappetitlich, aber an sich ungefährlich. Was Hausstaubmilben zu fiesen Gesellen macht, ist jedoch ihr Kot. Er kann allergische Reaktionen verursachen und befindet sich meist im Hausstaub überall in der Wohnung. Besonders leiden Allergiker über Nacht: Denn durch Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen sind unsere Betten ein Paradies für Hausstaubmilben.

 

Was tun bei Verdacht auf Stauballergie?

Wenn Sie bei sich eine Stauballergie vermuten, sollten Sie einen Allergologen, einen Facharzt für Allergien, aufsuchen. Um sicherzugehen, ob Sie tatsächlich der Hausstaub plagt oder vielleicht doch etwas anderes, wie eine Tierhaarallergie, wird der Arzt mit Ihnen die Möglichkeiten einer Diagnose besprechen:

  • Allergietagebuch: Ihr Arzt kann Sie beispielsweise bitten, ein Allergietagebuch zu führen. So lassen sich Symptome besser einordnen und liefern weitere Anhaltspunkte für den Befund.
  • Allergietest: Hat sich der Verdacht erhärtet, macht Ihr Arzt einen Allergietest, meist einen Pricktest. Dabei kommt Ihre Haut mit kleinen Mengen der Allergene in Kontakt. Reagieren Sie mit allergischen Symptomen darauf, dann lässt das auf eine Allergiebereitschaft schließen.
  • Blutuntersuchung: Allergien lassen sich auch anhand einer Blutprobe untersuchen. Haben Sie Antikörper gegen die Hausstauballergene gebildet, spricht auch das für eine erhöhte Sensibilität.
  • Provokationstest: Ob ein Allergen Ihnen tatsächlich Schwierigkeiten im Alltag bereitet, zeigt hingegen der Provokationstest. Der Arzt sprüht Ihnen eine kleine Menge der Allergene in die Nase. Reagieren Sie mit den einschlägigen Hausstauballergie-Symptomen, ist die Sache klar und die Behandlung kann beginnen.

Leiden Sie jahrelang ohne Behandlung an einer Hausstauballergie, können die Beschwerden chronisch werden. Beim sogenannten „Etagenwechsel" dehnt sich die Allergie von den oberen in die unteren Atemwege aus und die Betroffenen entwickeln allergisches Asthma.

Hausstauballergie: Symptome loswerden und Auslöser bekämpfen

 

Behandlung von Hausstauballergie-Symptomen

Damit Sie Ihre Stauballergie in den Griff bekommen, gibt es hilfreiche Medikamente in Form von Tabletten, als Nasenspray oder Augentropfen: Antihistaminika und sogenannte Mastzellstabilisatoren hemmen die Ausschüttung des Histamins. Dieses ist für die Reaktion des Körpers auf das Allergen verantwortlich. Abschwellende und entzündungshemmende Nasensprays und Augentropfen helfen ebenfalls, die Hausstauballergie-Symptome zu lindern. Bei sehr starken Beschwerden werden auch Präparate mit Kortison verschrieben.

Die Hyposensibilisierung, eine Immuntherapie, kommt erst zum Einsatz, wenn alle anderen Gegenmittel auf Dauer keinen Erfolg versprechen. Bei einer Hyposensibilisierung wird der Körper an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt, damit er nicht mehr so heftig reagiert.

Doch die wichtigsten Gegenmaßnahmen haben Sie selbst in der Hand: Vermeiden Sie die Hausstaub-Allergene und verringern Sie die Milbenbelastung in Ihren vier Wänden!

 

Hausstauballergie-Symptome lindern: Gründlich wischen und entstauben

Mit dieser Putzroutine beseitigen Sie Staub, vermindern die Allergene und sorgen für hygienische Sauberkeit in Ihrem Zuhause – damit Sie wieder durchatmen können:

  • Saugen Sie Polstermöbel und Teppiche am besten jeden Tag einmal gründlich ab.
  • Staubsauger mit einem speziellen Feinstaub-Filter (Hepa-Filter) reduzieren die Allergenbelastung durch das Saugen. Als Hausstauballergiker*in sollten Sie das Saugen trotzdem jemandem überlassen, der nicht überempfindlich auf Hausstaubmilben reagiert.
  • Um beim täglichen Staubwischen auf Möbeln den Staub nicht in die Raumluft zu wirbeln, verwenden Sie am besten einen Staubwedel der den Staub gut bindet. Der Swiffer Staubmagnet 360° kommt auch in schwer erreichbare Ecken und fängt Staub und Allergene effizient ein.
  • Beim Wohnungsputz sollten Sie feuchte Staubtücher, wie die Swiffer Bodenwischer Feuchte Bodentücher, verwenden und die Böden ein- bis zweimal wöchentlich feucht wischen. So wird weniger Staub aufgewirbelt.

 

Hausstauballergie-Symptome lindern: So reinigen Sie Bettwäsche und Textilien richtig

  • Verwenden Sie am besten Bettwäsche aus Baumwolle. Waschen Sie diese einmal pro Woche, Bettzeug und Kopfkissen mindestens alle drei Monate.
  • Eine hygienische Wäsche ab 60 Grad töten die Milben komplett ab und beseitigen die Allergene.
  • Bettzeug ausschütteln: Befreit Bettdecke und Kopfkissen täglich von Staub sowie Hautschüppchen und hilft beim Auslüften.
  • Nutzen Sie für empfindlichere Wäsche einfach ein milbenabtötendes Waschmittel, damit lassen sich auch bei weniger als 60 Grad Hausstaubmilben beseitigen.
  • Das Lieblingskuscheltier der Kids oder andere feine Textilien vertragen keine Wäsche bei 60 Grad? Da hilft es, sie bei -20 Grad für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe zu legen und anschließend mit der zulässigen Temperatur zu waschen.
  • Vorhänge und Gardinen sollten Sie mindestens alle sechs Monate reinigen.

Hausstauballergie: Symptome loswerden und Auslöser bekämpfen

 

Hausstauballergie-Symptome lindern: Sagen Sie Milben den Kampf an

Damit die Hausstaubmilben sich nicht zu wohl bei Ihnen fühlen, befolgen Sie diese Tipps:

  • Verzichten Sie auf lange Vorhänge im Schlafzimmer, offene Regale, in denen sich Staub ablagern kann, Kissen sowie Teppiche. Ziehen Sie glatte Böden und Polstermöbel sowie Gardinen und Stoffe aus waschbaren Materialien vor.
  • Milben mögen Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit. Halten Sie das Schlafzimmer deshalb möglichst trocken und kühl, idealerweise unter 20 Grad.
  • Lüften Sie dreimal täglich für fünf bis 15 Minuten, um die Luftfeuchtigkeit insbesondere im Schlafzimmer zu senken.
  • Zum Schutz vor Milben legen Sie sich einen speziellen milbenundurchlässigen Matratzenschoner zu. Alle sechs bis acht Wochen gehören diese Encasings bei 60 Grad in die Waschmaschine. Auch für Kissen und Decken gibt es diese Allergiker-Bezüge.
  • Pflanzen in Ihren Wohnräumen erhöhen die Luftfeuchtigkeit und begünstigen die Entstehung von Schimmelpilzen – ebenfalls ein gefundenes Fressen für die Hausstaubmilben.
1Allergieinformationsdienst – Helmholtz Zentrum München (21.06.2018): Hausstaubmilbenallergie – Verbreitung: https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/hausstaubmilbenallergie/verbreitung.html#c191240.