Händewaschen – aber richtig: Fünf Schritte, die jeder kennen sollte


Gesundheit & Wellness
21/09/2020
Je nach Technik und Dauer ergeben sich gravierende Unterschiede in der Keimbeseitigung. Coronavirus bekämpfen und richtig Hände waschen!

Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Und die wirksamste und einfachste Waffe gegen die Übertragung von Viren und Keimen heißt immer noch: Händewaschen. Denn fassen wir uns zum Beispiel mit ungewaschenen Händen ins Gesicht, haben Krankheitserreger leichtes Spiel und können über die Schleimhäute in den Körper geraten.

Allerdings genügt es nicht, die Handflächen kurz unter dem Wasserhahn aneinander zu reiben. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann gründliches Händewaschen die Keimanzahl auf den Händen auf ein Tausendstel reduzieren. Richtig Hände waschen senkt also aktiv das Risiko ansteckender Erkrankungen wie Corona.

Schon gewusst? Die Wassertemperatur spielt keine große Rolle. Stellen Sie diese einfach so ein, wie es für Sie angenehm ist.

Richtig Hände waschen – so geht’s

Besonders wichtig ist, dass Sie keine Bereiche auslassen. Befolgen Sie diese fünf Schritte, damit das Händewaschen Sie bestmöglich vor Infektionen schützt.

Schritt 1: Hände nass machen

Halten Sie beide Hände unter fließendes Wasser.

Schritt 2: Einseifen

Tragen Sie die Seife gründlich auf alle Bereiche der Hände auf: die Handflächen und -rücken, an den Daumen und Fingerspitzen sowie in den Fingerzwischenräumen.

Schritt 3: Einreiben

Reiben Sie die Seife an sämtlichen Stellen gründlich ein. Führen Sie jeweils alle fünf Fingerspitzen zusammen und lassen Sie diese in der Handfläche kreisen, damit die Seife auch unter die Nägel gelangt. Wenn Sie sich richtig die Hände waschen, dauert dieser Schritt 20 bis 30 Sekunden. Tipp für Kinder: In dieser Zeit können Sie zweimal gemeinsam das Lied „Happy Birthday“ singen.

Schritt 4: Abspülen

Waschen Sie die Seife sorgfältig unter fließendem Wasser ab.

Schritt 5: Abtrocknen

Trocknen Sie die Hände gründlich ab, auch zwischen den Fingern. Denn an feuchten Stellen fühlen sich Keime wohler.

Hände waschen

Richtig Hände waschen: Das brauchen Sie dafür

  • Zum Einseifen: Wählen Sie eine milde, möglichst pH-neutrale Seife, um den natürlichen Säureschutzmantel Ihrer Haut nicht überzustrapazieren.
  • Zum Abtrocknen: Zu Hause sollte jeder sein eigenes Handtuch haben – insbesondere dann, wenn ein Familienmitglied erkrankt und ansteckend ist. Einmalhandtücher aus Papier sind die hygienischste Option auf öffentlichen Toiletten. Verwenden Sie diese auch, um nach dem Händewaschen den Hahn zuzudrehen.
  • Zum Eincremen: Vermehrtes Händewaschen, zum Beispiel in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr, entzieht der Haut Fett. Verwenden Sie regelmäßig Handcreme, damit sie nicht spröde und rissig wird – und damit wiederum anfällig für Keime.

Beim Händewaschen ohne Seife bleiben übrigens signifikant mehr Erreger auf den Händen zurück. Es ist also deutlich weniger effektiv – aber immer noch besser, als sich die Hände gar nicht zu waschen.

Ein Tipp zur Wäschehygiene: Waschen Sie sämtliche Handtücher im Haushalt regelmäßig bei mindestens 60 Grad, um Pilzen, Viren und Keimen den Garaus zu machen. Das Ariel Pulver Vollwaschmittel beispielsweise liefert blendende Waschergebnisse bei allen Temperaturen – vertrauen Sie auf einen echten Klassiker!

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Wann Sie Ihre Hände waschen sollten

Immer wenn Sie …

  • nach Hause kommen
  • von der Toilette kommen
  • Essen zubereiten möchten
  • beginnen zu essen
  • Ihrem Kind die Windeln gewechselt oder ihm beim Toilettengang geholfen haben
  • mit Abfällen in Kontakt gekommen sind
  • Tiere angefasst haben
  • sich die Nase geputzt, geniest oder gehustet haben
  • Medikamente, Verbandszeug oder Kosmetika anwenden möchten
  • mit kranken Personen Kontakt haben (davor und danach)
  • Wunden versorgen (davor und danach)
  • rohes Fleisch zubereiten (davor und danach)

Ist Händedesinfektion genauso wirksam wie Händewaschen?

Richtig Hände waschen reicht für den normalen Hausgebraucht vollkommen aus. Sie brauchen also kein zusätzliches Händedesinfektionsmittel. Im Gegenteil kann Letzteres sogar negative Auswirkungen haben, weil es schärfer ist und die Schutzbarriere der Haut stärker angreift. Das hat – wie bereits erwähnt – möglicherweise zur Folge, dass die Haut rissig wird und Keime leichter eindringen können. Darüber hinaus beseitigen Mittel zur Händedesinfektion nicht alle Erreger. Hier ist das Händewaschen im Vorteil, denn bei diesem mechanischen Vorgang werden alle Keime gleichermaßen weggespült.

Außerdem besteht die Vermutung, dass die dauerhafte Anwendung von Händedesinfektionsmitteln Resistenzen bei Bakterien hervorruft1. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür wurde zwar noch nicht erbracht, doch die reine These liefert einen Grund mehr, sich aufs sorgfältige Händewaschen zu beschränken.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Für Klinikpersonal und andere Menschen, die Umgang mit Kranken haben, ist Händedesinfektion beispielsweise unerlässlich.

Was sind Ihre Tipps zum Händewaschen? Verraten Sie sie uns in den Kommentaren!

1 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2018-08/klinikkeime-toleranz-gegen-desinfektionsmittel-moeglich; abgerufen am 8. April 2020.