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Das schmeckt der Schilddrüse: Zugreifen erwünscht!

Das schmeckt der Schilddrüse: Zugreifen erwünscht!

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Unser Körper kann das für die Schilddrüse so wichtige Spurenelement Jod nicht selbst produzieren. Was ab jetzt auf Ihren Speiseplan gehört.

Darum brauchen wir das Spurenelement Jod

Unser Körper ist auf die Zufuhr jodhaltiger Nahrung angewiesen, um einwandfrei zu funktionieren. Mithilfe des Spurenelements produziert die Schilddrüse Hormone, die für den Energiestoffwechsel sowie das Wachstum von Zellen verantwortlich sind. Ohne Jod vergrößert das Organ sein Gewebe und ein Kropf (Struma) entsteht.

Für eine gesunde Schilddrüse ist eine Ernährung mit ausreichender Jod-Zufuhr daher entscheidend. Der Bedarf von Frauen beträgt 200 μg (Mikrogramm) am Tag, ab dem 51. Lebensjahr 180 μg. Gut, dass es leckere Jod-Lieferanten gibt!

Fisch auf den Tisch

Die besten Jod-Quellen schwimmen im Meer. Unseren Tagesbedarf decken z. B. 50 g Schellfisch, 75 g Seelachs, 100 g Scholle oder 150 g Kabeljau. Doch jeden Tag Fisch auf den Tisch - das muss nicht sein. Es reichen schon 1 bis 2 Fischmahlzeiten in der Woche. Achtung: Flussfische wie Forelle oder Karpfen sind zwar gesund für Herz und Gefäße, aber jodarm.

Mehr aus dem Meer

Algen und Seetang gehören zu den modernen Lifestyle-Produkten für Beauty und Gesundheit - und enthalten viel Jod. Viele von ihnen (z. B. Nori-Algen) speichern das Mineral, das sich im Meerwasser anreichert. Je nach Art schwankt der Jodgehalt zwischen 5 und 11.000 μg pro 1 g Trockengewicht. Deshalb Vorsicht: Auch mit Mini-Mengen können Sie schnell die empfohlene maximale Aufnahmemenge von 500 μg pro Tag deutlich überschreiten. Daher sollten Sie Algen und Seetang nur in Maßen genießen.

Grün und gut

Spinat, Feldsalat, Brokkoli - das sind die drei jodhaltigsten grünen Gemüsesorten. Zwar deckt nur ein stattliches Kilogramm Spinat den Tagesbedarf (100 g enthalten 20 μg Jod), doch wer jeden Tag etwa 200 g Gemüse isst, nimmt immerhin rund ein Fünftel der empfohlenen Jodmenge zu sich. Das klappt auch mit Karotten (23 μg/100 g) oder Kartoffeln (8 μg/100 g).

Die Milch macht mit

Milchprodukte enthalten ebenfalls Jod, weil das Tierfutter damit angereichert wird. Wie grünes Gemüse nicht gerade üppig viel, aber es summiert sich. In einem Liter Milch stecken 11 μg Jod, in 100 g Sahne, Quark und Joghurt je 6-9 μg, in Hartkäse 20-40 μg pro 100 g.

In der Nussschale

Cashew-, Wal- und Erdnüsse liefern nicht nur herzgesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren, sondern sind mit ihren rund 10 μg Jod pro 50 g eine zusätzliche Spurenelement-Quelle. Ähnlich jodhaltige Pflanzenfette: Erdnuss-, Distel- und Olivenöl.

Salz für die Drüse

Würzen Sie grundsätzlich mit jodiertem Salz. Faustregel, damit der Blutdruck nicht ungesund in die Höhe schießt: nicht mehr als 6 g Jodsalz pro Tag. Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder Hashimoto Thyreoiditis sollten zuvor unbedingt ihren Arzt fragen!


Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Magazin FÜR SIE entstanden.

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