Weisheitszähne: Weshalb sie schmerzen, wann sie rausmüssen

Weisheitszähne: Weshalb sie schmerzen, wann sie rausmüssen

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Warum haben wir sie überhaupt, wenn sie uns nicht weiser machen? Um Weisheitszähne kreisen viele Fragen – hier gibt's Antworten.
Jaja, die Weisheitszähne! Die meisten Menschen können ein Lied davon singen. Dennoch sind die Erfahrungen oft recht unterschiedlich, außerdem kursieren nach wie vor einige Mythen über die „Achter“, wie Zahnärzte sie gerne nennen. Erfahren Sie, was auf Sie oder Ihr Kind tatsächlich zukommen kann.

Was sind Weisheitszähne?

Weisheitszähne sind diejenigen Zähne, die im Kiefer hinter dem letzten Backenzahn angelegt sind. In unserem Mund befinden sich in jedem Quadranten sieben Zähne, deshalb werden die Weisheitszähne oft „Achter“ genannt. Sie brechen entweder durch – meist im Alter von 17 bis 25 Jahren – oder verbleiben im Kiefer. Dann spricht man von retinierten Weisheitszähnen.

Die oft lästigen Zähne stammen aus einer Zeit, als die Menschen ihre Nahrung noch roh und unverarbeitet verzehrten. Damals war ein weiterer Backenzahn ziemlich nützlich. Heute ist unser Essen weicher, meist gekocht und so oder so leichter zu kauen. Durch die geringere Beanspruchung verkleinerte sich der menschliche Kiefer im Verlauf der Evolution, sodass inzwischen deutlich weniger Platz für die Zähne ist.

Hat jeder Mensch vier Weisheitszähne?

Nein. Es gibt sowohl Menschen, die gar keine Weisheitszähne haben, als auch solche, die mehr als vier haben. Im letzteren Fall sind die weiteren Exemplare allerdings deutlich kleiner.

Warum schmerzen Weisheitszähne?

Weisheitszähne schmerzen nicht zwangsläufig. Wenn sie es tun, erzeugen sie meistens einen Druckschmerz. Sie drücken gegen den Knochen, die Haut, die sie überspannt, und den benachbarten Backenzahn. Dabei kann es zu Entzündungen kommen, die natürlich ebenfalls mit Schmerzen verbunden sind. Kiefer- und Kopfschmerzen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Wann sollte man die Weisheitszähne ziehen lassen?

Letztlich kann diese Frage nur der Zahnarzt  beantworten. Bei seiner Entscheidung verlässt er sich keineswegs nur auf sein Bauchgefühl, denn es gibt eine Leitlinie von medizinischen Fachgesellschaften. Grob zusammengefasst fällt der Entschluss nach den folgenden Kriterien:

Die Weisheitszähne können bleiben, wenn …
  • sie ihren vorgesehenen Platz im Kiefer einnehmen oder „friedlich“ liegen bleiben und nicht durchbrechen,
  • sie keine Schmerzen oder Entzündungen verursachen und
  • der Kiefer ausreichend Platz bietet und keine Zahnverschiebungen drohen.
Falls der Zahnarzt oder Kieferchirurg grünes Licht für einen Durchbruch gibt, sollten regelmäßige Kontrollen erfolgen. Denn es kommt vor, dass die Weisheitszähne nicht vollständig durchbrechen. Dann können sich Zahnfleischtaschen bilden, in denen sich leicht Bakterien ansammeln und Entzündungen entstehen.

Sollte man sich alle vier auf einmal ziehen lassen?

Dazu herrschen unterschiedliche Meinungen. Während einige Zahnärzte es für die Patienten als weniger belastend beachten, die Weisheitszähne in einem Rutsch zu entfernen, plädieren andere dafür, in zwei Terminen jeweils eine Seite zu operieren. 

Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn Sie oder Ihr Kind die Zahnarztangst plagt und Sie das Ganze lieber schnell hinter sich haben möchten, ist die erste Variante womöglich die bessere Wahl. Seien Sie sich aber dessen bewusst, dass das Essen und das Öffnen des Mundes eine größere Herausforderung sein werden als bei der Zwei-Etappen-Lösung.

Was muss ich nach der Weisheitszähne-OP beachten?

Sie können damit rechnen, dass die Heilung nach der Entfernung der Weisheitszähne etwa eine Woche dauert. Häufig bilden sich Schwellungen oder leichte Hämatome, sozusagen blaue Flecken an den Wangen. Um die Heilung zu begünstigen und Schmerzen zu lindern, sollten Sie Folgendes beherzigen:
  • Kühlen Sie von außen mit einem feuchten Waschlappen oder einem Eisbeutel. Letzteren aber nie unmittelbar auf die Haut legen.
  • Trinken Sie nichts Heißes für zwei bis drei Tage und nicht durch Strohhalme. Denn an der operierten Stelle entsteht ein Blutpfropf, der letztlich die Wunde verschließt. Beides könnte ihn angreifen und die Heilung verzögern.
  • Am Tag nach dem Eingriff gilt: nur ganz sanft putzen. Zum Beispiel mit einer elektrischen Zahnbürste und der Oral-B Sensitive Aufsteckbürste sowie minimalem Druck.
  • Spülen Sie stattdessen mit kaltem Wasser, wenn Sie einen unangenehmen Geschmack im Mund haben.
  • Rauchen ist tabu, denn es verschlechtert die Wundheilung.
  • Lassen Sie den Sport ruhen, um Nachblutungen zu vermeiden.
  • Aus dem gleichen Grund sollten Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen.
Abschließend noch ein Tipp für die verbleibenden 28 Zähne: Die Oral-B GENIUS X 20100S Elektrische Zahnbürste mit künstlicher Intelligenz unterstützt Sie per Oral-B App mit individuellem Coaching. Klingt verrückt? Probieren Sie es aus – Ihre Zähne werden es Ihnen danken.

Wurden Ihre Weisheitszähne bereits entfernt? Geteiltes Leid ist halbes Leid – erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in den Kommentaren!


Quellen:
https://www.fr.de/ratgeber/gesundheit/wann-weisheitszaehne-raus-muessen-11245034.html
https://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/007-003_S2k_Weisheitszaehne_Langversion_2019.pdf
https://www.oralb.de/de-de/mundhygiene/zahngesundheit/weisheitszaehne/alles-rund-um-das-thema-weisheitszaehne-ziehen
https://www.apotheken-umschau.de/Zaehne/Weisheitszaehne-Warum-sie-oft-raus-muessen-341217.html
https://www.kzbv.de/das-natuerliche-gebiss.45.de.html



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