Richtig waschen: Wir nehmen 5 Mythen unter die Lupe

Haus & Garten
12/04/2022

Haben wir sie einmal, wollen wir sie nicht verlieren: Lieblingskleidungsstücke, die uns an tolle Momente erinnern, besonders bequem sind oder einfach so gut sitzen wie kein anderes. Doch wie pflegen wir sie richtig, damit sie uns lange treu bleiben? Wir klären auf!

Mythos 1: Jeans wird im Tiefkühlfach sauber

Nein! Die Flecken bleiben auch tiefgekühlt und Bakterien werden zwar schockgefroren, tauen aber wieder auf. Allerdings müssen Jeans nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. So verschleißen sie nur schneller und die Umwelt wird unnötig belastet. Erst wenn sie Flecken haben oder anfangen zu müffeln, ist es Zeit für die Waschmaschine. Die Hosen am besten auf links drehen, um die Farbe zu schonen, alle Reißverschlüsse und Knöpfe schließen und ein Fein- oder Buntprogramm bei 30-40 Grad nutzen.


Mythos 2: Sauber wird‘s nur mit viel Waschmittel

Viel hilft viel? Das gilt nicht für Waschmittel, eine Überdosierung belastet die Umwelt, es können unschöne Rückstände in der Kleidung bleiben und im Einschubfach der Waschmaschine setzen sich Reste ab, die gern anfangen zu schimmeln. Am einfachsten ist das richtige Dosieren mit Waschmittelpods. Sie haben die perfekte Menge und du musst dir über eine Sache weniger Gedanken machen.

Mythos 3: Essig kann Weichspüler ersetzen

Bitte nicht! Essig kann die Gummiteile der Waschmaschine angreifen. Da es sich nicht wie Weichspüler an die Fasern der Kleidung heftet, hat es auch nicht den erwünschten Effekt. Es könnte lediglich Kalkablagerungen in der Kleidung entfernen, das tun gute Waschmittel aber ohnehin schon.  Wenn du kuschelzarte Kleidung liebst, nutz lieber einen guten Weichspüler und schon deine Maschine.

 

Mythos 4: Weichspüler ist schädlich für die Umwelt

Das war einmal. Heute sind Weichspüler-Tenside vollständig biologisch abbaubar und haben keinen negativen Einfluss auf unsere Gewässer. Es gibt auch Weichspüler auf Basis von pflanzlichen Ölen mit geringerem ökologischem Fußabdruck. Weichspüler trägt zudem zu einer kürzeren Trocknerzeit und somit weniger Energieverbrauch bei und hilft, dass Kleidung länger wie neu aussieht – das spart Geld und schont Ressourcen.

 

Mythos 5: Handtücher werden erst bei 90 Grad richtig sauber

Sei unbesorgt: Handtücher werden auch bei niedrigeren Gradzahlen hygienisch sauber, so wie alle Kleidungstücke. Dafür sorgen moderne Waschmittel und ihre effektiven Inhaltsstoffe. Nur bei hartnäckigen Infektionskrankheiten lohnt sich hin und wieder eine 90-Grad-Wäsche – diese entfernt dann gleich Bakterien mit.