Kalt und kurz: So geht umweltschonendes Waschen

Kalt und kurz: So geht umweltschonendes Waschen

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Kleidung, die zu lang und zu heiß gewaschen wird, verliert extrem schnell Form, Farbe und Fasern, erklären Forscher der Universität Leeds.
Kennen Sie schon die Kampagne #drehrunter für die Umwelt von Ariel? Bereits seit einiger Zeit wirbt der Waschmittelhersteller dafür, die Temperatur beim Wäschewaschen auf 30 Grad zu reduzieren. Denn das spart Strom, CO2 und schont so das Klima. Dass niedrige Temperaturen die Qualität der gewaschenen Kleidung besonders gut erhalten, bestätigt nun eine von Procter & Gamble unterstützte Studie der Universität Leeds1.

Länger Freude an Textilien bei niedrigen Waschtemperaturen

Für ihren Test gaben die Forscher zwölf dunkle und acht helle T-Shirts zusammen mit weißen Stoffquadraten in die Waschmaschine, um die Farbechtheit der Kleidung nach dem Waschen zu überprüfen. Das Ergebnis: Wäsche, die jeweils nur kurz für 30 Minuten und kalt bei etwa 25 bis 30 Grad gewaschen wird, verliert deutlich weniger an Farbe und Form als solche, die ab 40 Grad ein langes Waschprogramm durchläuft. Zudem geraten bei kürzeren Waschgängen weniger Mikrofasern aus der Kleidung über das Abwasser in die Umwelt.

Je höher Temperatur des Waschgangs und je länger dieser dauert, desto größer die Schäden an der Kleidung. Für ihren Test wuschen die Forscher die Kleidungsstücke jeweils bei Temperaturen von 25 bis 60 Grad und über einen Zeitraum gestaffelt von 30 bis 85 Minuten.

Farbverlust bereits ab 20 Grad möglich

Bezüglich der Waschtemperatur stellten die Wissenschaftler in ihrer Studie fest, dass die Entfärbung der Textilien sogar zwischen 20 und 40 Grad stärker steigt als zwischen 40 und 60 Grad. Am schlechtesten für Textilien und Umwelt waren die Waschgänge bei 60 Grad und über 85 Minuten. Bei einigen der untersuchten Kleidungsstücke war nach 16 Waschgängen á 85 Minuten bei 40 Grad mehr als doppelt so viel Farbe verlorengegangen wie bei 16 Kurzwaschgängen á 30 Minuten bei 25 Grad. Interessant: Baumwolle verlor im Test schneller Farbe als Polyester. Und: Nicht nur bei nagelneuen Kleidungsstücken lösten sich die Fasern. Sogar bei der 8. bis 16. Wäsche verloren die Textilien noch immer eine signifikante Anzahl von Mikrofasern und Stoffen.

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Mikrofasern aus Kleidungsstücken gelangen ins Meer

„Unsere Erkenntnisse können helfen, das Problem der „unsichtbaren“ Kunststoffe in der Umwelt anzugehen.“, betont Studienleiter Dr. Richard Blackburn von der Universität Leeds. Viele der Kunststoffe, die das Meer erreichen, sind mittlerweile synthetische Mikrofasern aus Textilien. Was den Forschern ebenfalls Sorge bereitet: Baumwollfasern sowie Fasern von weiteren Naturprodukten wie Schafwolle fänden sich dort sogar noch häufiger.

Aber nicht nur die Mikrofaser-Rückstände im Meer sind problematisch. Auch die Herstellung von neuer Kleidung hat immense Auswirkungen auf unsere Umwelt, da sie mit einem hohen Verbrauch an Wasser, Energie und weiteren Ressourcen verbunden ist. Forscherin Dr. Lucy Cotton ergänzt: „Die Bedrohung der Umwelt durch die Wegwerfmode nimmt zu.“ Denn Kleidung, die bereits (wie von der Studie bestätigt) nach weniger als fünf Wäschen ihre Form, Farbe und Struktur verliert, lande schneller im Müll. Dies sei besonders dann der Fall, wenn Textilien häufig länger als 30 Minuten und bei mehr als 30 Grad gewaschen würden.

Wissenswert: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hat 2019 die Studie „Der Lebensweg eines T-Shirts – eine Ökobilanz“ erstellt. Dort sind die wichtigsten Umweltauswirkungen des Lebenswegs eines Textilstücks zusammengefasst. Alles zur Studie und den Ergebnissen finden Sie hier.

#drehrunter für die Umwelt – mit Ariel

Dr. Neil Lant, Forschungsstipendiat bei Procter & Gamble und Mitautor der Studie, erklärt: „Fortschritte in der Waschmitteltechnologie, insbesondere bei nachhaltigen Inhaltsstoffen wie Enzymen, ermöglichen es den Verbrauchern, ausgezeichnete Reinigungsergebnisse bei kälteren und schnelleren Waschgängen zu erzielen.“2

Perfekt: Wer auf moderne Waschmittel wie die Ariel All-in-1 PODS setzt, für den ist das Runterdrehen der Waschtemperatur ein Kinderspiel. Denn selbst bei niedrigen Temperaturen und kurzen Waschgängen wird Ihre Kleidung mit den PODS tiefensauber und strahlend rein. Und wussten Sie, dass Sie bis zu 57 Prozent Strom sparen können, wenn Sie die Temperatur beim Waschen nur von 40 auf 30 Grad reduzieren? Probieren Sie es aus: Podden Sie und schonen Sie dabei die Umwelt!


Quellen:

1 Lucy Cotton, Adam S. Hayward, Neil J. Lant, Richard S. Blackburn. Improved garment longevity and reduced microfibre release are important sustainability benefits of laundering in colder and quicker washing machine cycles. Dyes and Pigments, 2019.

2 http://www.leeds.ac.uk/news/article/4524/quicker_and_cooler_is_best_for_clothes (abgerufen am 23.01.2020, 14:30 Uhr)
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