Ihr Baby will nicht schlafen? Wichtige Gründe und 5 Einschlafhilfen für Babys

Familie
14/09/2020
Baby will nicht schlafen? Babyschlaf ist anders!
Baby will nicht durchschlafen – eine Frage der Definition
Babyschlaf verstehen: Schlafphasen von Babys im ersten Lebensjahr
Ihr Baby schläft unruhig? Das ist oft normal
Baby will nicht schlafen: wichtige Gründe
Fünf Einschlafhilfen für Ihr Baby: So unterstützen Sie es

Sie geben Ihr Bestes, aber Ihr Baby will nicht schlafen, wacht oft auf und macht die Nacht zum Tag? Wie sie ihr Baby zum Schlafen bringen, beschäftigt viele Mamas und Papas. Denn natürlich geht es an die Substanz, wenn Sie ständig nachts auf Achse sind. Wir erklären, was typisch für den Babyschlaf ist, woran es liegen kann, wenn Ihr Baby nicht schlafen will, und welche Einschlafhilfen Babys zum Schlummern bringen.

Baby will nicht schlafen? Babyschlaf ist anders!

Oft schließen wir von uns auf die Kleinen, obwohl die noch ganz anders schlafen als wir. Das schafft falsche Erwartungen: Manches, was unnormal erscheint, ist es nämlich gar nicht. Ihrem Baby beim Einschlafen helfen können Sie deshalb am besten, wenn Sie sein Schlafverhalten verstehen – denn das ist komplex und ändert sich gerade am Anfang ständig.

Baby will nicht durchschlafen – eine Frage der Definition

Beim Thema Baby und durchschlafen gibt es viele Missverständnisse: Wo wir an acht Stunden Nachtruhe denken, schläft ein Neugeborenes nämlich selten mehr als vier am Stück – das ist entwicklungsbedingt auch nicht zu ändern, denn sein Körper kann noch nicht viel Nahrung speichern und meldet schnell Hunger. Für Babys heißt durchschlafen also: Eine Schlafphase durchschlafen und keine ganze Nacht. Die gute Nachricht ist, die Phasen verlängern sich mit der Zeit von selbst – ab etwa einem halben Jahr sind sechs bis acht Stunden drin.

Auch wir wachen übrigens zwischendurch auf, schlafen aber gleich wieder ein. Bei Babys ist das anders: Je kleiner sie sind, desto weniger können sie sich selbst beruhigen. Um wieder einzuschlafen, brauchen sie oft unsere Hilfe – besser als auf den Arm nehmen sind dabei übrigens oft sanfte Worte und Streicheln. So geben Sie Ihrem Kleinen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Babyschlaf verstehen: Schlafphasen von Babys im ersten Lebensjahr

Schlafgewohnheiten sind individuell und können vom Durchschnitt stark abweichen. Im ersten Lebensjahr entwickelt sich der Schlafrhythmus Ihres Babys grundsätzlich so:
  • Neugeborene: Schlaf im ersten Monat
    Ihr Neugeborenes hat noch keinen festen Schlaf-Wach-Rhythmus. Es behält zunächst den aus dem Mutterleib bei, kennt noch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht und kann sich noch keinen Routinen anpassen. Sein Rhythmus richtet sich nach seinen natürlichen Bedürfnissen: aufwachen, füttern, wach sein, entspannen, einschlafen. 16–18 Stunden Schlaf sind die Regel, allerdings ist zwischen neun und 19 Stunden alles möglich. Etwa die Hälfte davon ist Tagschlaf. Neugeborene schlafen bis zu ein bis fünf Stunden am Stück – länger ist eher ungewöhnlich.
  • Babyschlaf bis zum dritten Monat
    Ihr Baby entwickelt allmählich einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Von den rund 16 Stunden kommen langsam zwei Drittel auf die Nacht. Über den Tag hält Ihr kleiner Schatz etwa vier bis fünf Schläfchen.
  • Babyschlaf vom vierten bis sechsten Monat
    Die Schlafphasen Ihres Babys werden noch einmal regelmäßiger. Es schläft jetzt etwa 14–15 Stunden und das zunehmend nachts. Die Schlafphasen werden länger und zusammenhängender. Tagsüber macht es noch etwa drei bis vier Nickerchen.
  • Babyschlaf vom siebten bis neunten Monat
    Ihr Baby schläft noch etwas über 14 Stunden, davon ungefähr 11 in der Nacht. Vielleicht schläft es auch schon sechs bis acht Stunden durch. Etwa zwei, drei Schläfchen macht Ihr kleiner Schatz bei Tag. Routinen werden nun immer wichtiger, damit Ihr Baby abends müde ist.
  • Babyschlaf vom zehnten bis zwölften Monat
    Wenn sich der erste Geburtstag nähert, schläft Ihr Baby etwa 14 Stunden – manche Babys machen jetzt nur noch ein Nickerchen am Tag und schlafen den Rest der Zeit nachts.

Ihr Baby will nicht schlafen? Wichtige Gründe und 5 Einschlafhilfen für Babys

Ihr Baby schläft unruhig? Das ist oft normal

Die meiste Zeit verbringt Ihr Baby nicht im Tiefschlaf, sondern im sogenannten Aktivschlaf – besonders am Anfang. Dabei bewegt es sich sehr viel, vor allem seine Beinchen. Dass Ihr Baby unruhig schläft, gehört also zu seiner Entwicklung und bedeutet nicht, Ihr Baby will nicht schlafen. oder schläft schlecht. Vielleicht macht Ihr kleiner Schatz auch seltsame Geräusche beim Einschlafen? Kein Grund zum Erschrecken, auch das ist normal – streicheln Sie Ihr Baby, dann wird es wahrscheinlich bald schlummern.

Baby will nicht schlafen: wichtige Gründe

  • Ihr Baby will nicht schlafen, weil die Schlafumgebung nicht stimmt
    Manchmal sind es simple Gründe, warum Ihr Baby nicht schlafen will: Es ist zu warm, zu stickig oder eine volle Windel stört. Achten Sie darauf, dass die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegt. Zum Einschlafen ist ein dezentes Nachtlicht besser als absolute Dunkelheit. Es muss auch nicht ganz still sein, sanfte Hintergrundgeräusche wirken auf viele Babys beruhigend.
  • Ihr Baby will nicht schlafen, weil es mehr Nähe braucht
    Haben Sie keine Angst, Ihr Baby am Anfang zu verwöhnen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Je kleiner es ist, umso weniger kann es sich an Ihre Bedürfnisse anpassen. Durch viel Nähe und Kuscheln stärken Sie die Bindung zu Ihrem Baby. Dadurch wird es entspannter – was wiederum Ihnen das Leben einfacher macht.
  • Ihr Baby will nicht schlafen, weil es einen Entwicklungsschub durchmacht
    Wenn Ihr Baby gerade einen Entwicklungsschub durchmacht, wird es in dieser Zeit möglicherweise schlechter schlafen. Ab etwa drei Monaten beginnt das Zahnen, was vielen Babys Schmerzen bereitet. Auch das Körperwachstum empfinden manche Babys als unangenehm. Vielleicht braucht es in dieser Zeit auch mehr Nahrung und verlangt deshalb nachts häufiger danach. Einige Babys reagieren auch auf geistige Entwicklungssprünge durch schlechteres Schlafen.
  • Ihr Baby will nicht schlafen, weil es Schmerzen hat
    Wenn Ihr Baby nicht schlafen will, können dahinter auch Koliken und Bauchweh stecken, beispielsweise aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Nach komplizierten Geburten oder einer ungünstigen Lage im Mutterleib kann es auch zu Schmerzen in Wirbeln und Gelenken kommen. Sprechen Sie bei Verdacht immer mit Ihrem Kinderarzt. Wie bei Entwicklungsschüben braucht Ihr Baby jetzt vor allem viel Nähe!

Ihr Baby will nicht schlafen? Wichtige Gründe und 5 Einschlafhilfen für Babys

Fünf Einschlafhilfen für Ihr Baby: So unterstützen Sie es

  1. Einschlafhilfe für Babys #1: Seien Sie selbst entspannt
    Manchmal nützt es schon, die Dinge so zu nehmen, wie Sie sind: Es ist eine Phase und jedes Baby unterschiedlich. Wenn Ihr Baby nicht schläft, sind Sie deshalb keine schlechten Eltern. Einen miesen Tag zu akzeptieren bringt mehr, als sich Vorwürfe zu machen – Eltern sind auch nur Menschen und es läuft nicht immer alles perfekt. Diese Gelassenheit hilft auch Ihrem Baby, sich leichter zu beruhigen.
  2. Einschlafhilfe für Babys #2: Schenken Sie Geborgenheit
    Schaffen Sie eine liebevolle Atmosphäre ohne Hektik und Zeitdruck beim Ins-Bett-Bringen und versuchen Sie auch tagsüber, auf alle Bedürfnisse Ihres kleinen Lieblings einzugehen: Füttern Sie ihn, wenn er Hunger hat, kuscheln Sie mit ihm, wenn er Zuwendung braucht, und spielen Sie mit ihm, wenn er Beschäftigung sucht. Das gibt ihm Sicherheit, die ihn abends leichter entspannen und einschlafen lässt. Das Wickeln ist dabei eine schöne Gelegenheit für Streicheln und Singen – Tipp: Die Pampers Aqua Pure Feuchttücher pflegen schon die Kleinsten ganz sanft. Gerade die brauchen besonders viel Nähe. Lassen Sie Ihr Baby also ruhig auch in einem Beistellbettchen bei sich im Schlafzimmer schlafen.
  3. Einschlafhilfe für Babys #3: Respektieren Sie das Schlafbedürfnis Ihres Babys
    Bestimmte Schlafgewohnheiten sind genetisch bedingt und lassen sich kaum ändern – zum Beispiel, ob Ihr Baby ein Frühaufsteher oder eine Nachteule ist oder ob es viel oder wenig Schlaf braucht. Wenn es topfit ist, wird es nicht schlafen können. Wenn es müde ist, sollte es hingegen schlafen dürfen – und zwar, bevor es übermüdet ist: Ausgeruhte Babys schlafen besser!
  4. Einschlafhilfe für Babys #4: Schaffen Sie feste Routinen
    Auch wenn die ganz Kleinen sich noch nicht danach richten können, schaffen feste Abläufe Sicherheit und helfen Ihrem Baby, nach und nach einen Tag-Nacht-Rhythmus zu erlernen. Gewöhnen Sie Ihr Baby sanft an Routinen, indem Sie die Tage möglichst ähnlich strukturieren: Zu einer bestimmten Zeit aufstehen, feste Essenszeiten, rechtzeitige Mittagsruhe und Zeiten für Aktivitäten sowie Vorbereitung auf den Schlaf helfen. Auch ein gleichbleibender Schlafplatz gehört dazu.
  5. Einschlafhilfe für Babys #5: Stimmen Sie Ihr Baby aufs Schlafen ein
    Eine entspannte Abendroutine gibt Ihrem Baby die Gelegenheit, vom Tag Abschied zu nehmen. Reduzieren Sie gegen Abend so viele Reize wie möglich: Dimmen Sie das Licht, schalten Sie Geräuschquellen aus und entfernen Sie Spielzeug. Feste Abendrituale schaffen Sicherheit: Singen Sie beispielsweise immer ein bestimmtes Lied, schauen Sie gemeinsam das Lieblingsbuch an oder verwöhnen Sie Ihren kleinen Schatz mit einer entspannenden Babymassage.
Übrigens: Falls Sie ältere Kinder haben, die schwer einschlafen, lesen Sie unsere 5 Schlaftipps für Kleinkinder!