Keine Macht dem Zahnstein – was dagegen hilft!

Gesundheit & Wellness
8/06/2021

Ein strahlendes Lächeln mit blitzsauberen Zähnen sieht nicht nur super aus, sondern zeugt auch von guter Gesundheit! Wenn du jedoch das Gefühl hast, deine Zähne werden trotz täglichem Putzen nicht mehr richtig glatt – dann kann Zahnstein dahinterstecken. Damit bist du nicht allein: Von Zahnstein sind die meisten Menschen betroffen. Wir verraten, warum das so ist, was dagegen hilft und wie du Zahnstein entfernen kannst.

Was ist Zahnstein?
Wieso entsteht Zahnstein?
Wie Sie Zahnstein erkennen
Ist Zahnstein schädlich?
So lässt sich Zahnstein entfernen
Zahnstein vorbeugen: So vermeidest du Plaque und Zahnstein

Was ist Zahnstein?

Zahnstein ist ein harter Belag auf den Zähnen, der sich allein durch Zähneputzen oder Mundspülungen nicht mehr entfernen lässt. Im Lauf der Zeit können sich diese Ablagerungen dunkler färben, beispielsweise durch bestimmte Lebensmittel, Kaffee oder Nikotin.

Wieso entsteht Zahnstein?

Die fiesen Ablagerungen auf den Zähnen entstehen durch weichen Zahnbelag, der durch unseren Speichel mineralisiert und gehärtet wird. Diese sogenannte Plaque ist ein Biofilm aus Speiseresten und Bakterien, die sich vor allem durch zuckerhaltige Lebensmittel stark vermehren. Besonders an schwer erreichbaren Stellen kann die Plaque länger erhalten bleiben und greift den Zahnschmelz an. In den ersten ein bis zwei Tagen ist der weiche Belag noch wasserlöslich. Nach und nach lagern sich dort jedoch Mineralien, vor allem Kalzium, aus unserem Speichel an und der Zahnbelag verkalkt gewissermaßen zum Zahnstein – und bleibt damit dauerhaft.

Wie Sie Zahnstein erkennen

Wichtigste Anzeichen von Zahnstein:
  • Beläge lassen sich durch Putzen nicht entfernen: Während Plaque, also der weiche Zahnbelag, sich noch mit der Zahnbürste entfernen lässt, hat diese gegen Zahnstein keine Chance.
  • Raue Zahnoberflächen: Wenn du mit der Zunge raue Stellen am Zahn spürst, dann handelt es sich möglicherweise um Zahnstein. Da die Oberfläche nicht glatt ist, verfärbt sie sich besonders schnell durch Kaffee, Rotwein & Co.
  • Beläge und Verfärbungen in der Nähe der Speicheldrüsen: Besonders dort, wo im Mund viel Speichel abgesondert wird, finden sich die unschönen Ablagerungen, zum Beispiel an der Innenseite der unteren Schneidezähne sowie an den ersten Backenzähnen im Oberkiefer.
  • Weiß-gelbliche bis bräunliche harte Beläge auf den Zähnen: Hier ist die Plaque mineralisiert sowie fest und hat sich möglicherweise durch Lebensmittel oder Nikotin stärker verfärbt.
  • Auch Mundgeruch kann auf Zahnstein hindeuten: Unter der verhärteten Plaque tummeln sich nach wie vor Bakterien, die kaum noch entfernt werden können. Deren Stoffwechselprodukte können für einen unangenehmen Geruch und Geschmack im Mund sorgen.
  • Im Fall von Zahnfleischtaschen kann sich Zahnstein auch unterhalb des Zahnfleischrandes bilden und es kommt zu Zahnfleischbluten.

Keine Macht dem Zahnstein – was dagegen hilft!

Ist Zahnstein schädlich?

Zwar entwickeln wir alle mehr oder weniger Zahnstein, doch du solltest das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen! Auf Dauer kann Zahnstein die Mundgesundheit entscheidend gefährden. Das passiert, wenn du ihn nicht entfernst oder ihm vorbeugst:

  • Langfristig entwickelt sich Karies.
  • Deine Mundflora wird nachhaltig geschädigt: Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhaut verlieren an Widerstandskraft gegen Krankheitserreger.
  • Das Zahnfleisch entzündet sich, blutet öfter und geht zurück.
  • Es entsteht eine Parodontose.
  • Schmerzvolle Folgebehandlungen werden nötig.
  • Im schlimmsten Fall droht Zahnverlust.

Im Fall von Zahnfleischtaschen reichern sich Plaque und Zahnstein an den empfindlichen Zahnhälsen an und können den Zahnhalteapparat nachhaltig schädigen. Von der sogenannten Parodontitis sind in Deutschland immerhin rund 52 Prozent der jüngeren Erwachsenen betroffen.1

So lässt sich Zahnstein entfernen

Für deine nachhaltige Zahngesundheit solltest du Zahnstein auf jeden Fall entfernen! Je nach Ausprägung lässt sich dieser nur beim Zahnarzt beseitigen – entweder im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung oder einer professionellen Zahnreinigung. Denn die Profis haben die geeigneten medizinischen Geräte und Hilfsmittel, um den harten Ablagerungen zu Leibe zu rücken. Häufig kommt unter anderem Ultraschall zum Einsatz, welcher die Beläge besonders schonend entfernt. Bei der professionellen Zahnreinigung werden die Zähne zudem von weiteren Verfärbungen befreit und glatt poliert – damit künftige Ablagerungen weniger Chancen haben!

Keine Macht dem Zahnstein – was dagegen hilft!

Zahnstein vorbeugen: So vermeidest du Plaque und Zahnstein

Zwar kannst du Zahnstein meist nicht ganz verhindern, aber du solltest ihm durch eine sorgfältige Mundhygiene selbst entgegenwirken:

  • Gründliches und regelmäßiges Zähneputzen ist das A und O – und zwar mindestens zweimal täglich. Eine elektrische Zahnbürste, wie die Oral B Genius X, entfernt dabei wesentlich mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste. Für die Kleinen ab drei Jahren eignet sich dagegen die Oral-B Kids Spiderman Elektrische Zahnbürste. Achte auf den passenden Bürstenkopf, um deine Zähne so schonend wie möglich zu putzen und das Zahnfleisch nicht zu verletzen.
  • Nutze täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten für die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume, damit dort keine Beläge zurückbleiben, die zu Zahnstein werden können.
  • Ebenfalls hilfreich bei der Reinigung zwischen den Zähnen ist eine Munddusche, wie die Oral-B AquaCare 6 Pro-Expert Munddusche. Mit Wasserdruck spült sie den weichen Zahnbelag aus den Zwischenräumen, sodass kein Zahnstein entstehen kann.
  • Für die hygienische Reinigung des Mundraums kannst du auch spezielle fluoridhaltige Zahncremes verwenden, die zwischen die Zähne gelangen und speziell den Zahnfleischrand pflegen – so wie die Oral-B Zahnfleisch Purify Tiefenreinigung Zahncreme. So dringen Bakterien gar nicht erst bis unters Zahnfleisch vor, um dort Zahnstein, Karies und Zahnfleischbluten zu verursachen.
  • Mundspülungen helfen dabei, Speisereste und Plaque im Mund zu minimieren sowie das Zahnfleisch zu pflegen und widerstandsfähiger zu machen. Das können fertige Mundspülungen aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt sein, es gibt jedoch auch ein paar Hausmittel. Mit 1–2 Tropfen Teebaumöl auf ein Glas handwarmes Wasser spülst du deine Zähne gründlich durch. Oder du probierst es mit Ölziehen: Nimm ein bis zwei Esslöffel Kokosöl oder Olivenöl in den Mund und ziehe die Flüssigkeit mehrere Minuten lang gründlich zwischen den Zähnen hindurch. Nicht schlucken und anschließend den Mund gründlich ausspülen.
  • Pflanzliche Tinkturen wie Myrrhe wirken vorbeugend gegen Entzündungen und Bakterien an Zähnen und Zahnfleisch. Pinsele empfindliche Stellen am Zahnfleischrand damit ein, um Säurebildung zu verringern. Auch bei Zahnfleischentzündungen, die durch Zahnstein oder die Zahnsteinentfernung verursacht werden kann, wirkt die Arzneipflanze Wunder.
  • Eine gesunde Ernährung unterstützt ebenfalls Ihre Zahngesundheit: Vor allem Zucker sorgt für das Wachstum der schädlichen Bakterien im Mund. Iss mehr Lebensmittel, die den Karies-Bakterien wenig Nahrung bieten und die Zähne stärken.

Gesunde Zähne, gesunder Mund: Expertentipps.

1Institut der Deutschen Zahnärzte (2016): Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) – Kurzfassung: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/dms/Zusammenfassung_DMS_V.pdf, S. 14.